Großbrand in Wildeshausen / 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Lagerhalle geht in Flammen auf

Wildeshausen. Eine mehr als 1000 Quadratmeter große Lagerhalle am Stadtrand von Wildeshausen ist gestern bei einem Feuer vollständig zerstört worden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings wurde die Bevölkerung vor der starken Rauchentwicklung gewarnt.
13.04.2010, 20:50
Lesedauer: 1 Min
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Von Ute Winsemann

Wildeshausen. Eine mehr als 1000 Quadratmeter große Lagerhalle am Stadtrand von Wildeshausen ist gestern bei einem Feuer vollständig zerstört worden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings wurde die Bevölkerung vor der starken Rauchentwicklung gewarnt.

Nach Angaben der Polizei wurde der Brand kurz vor 15.30 Uhr gemeldet. Als die ersten Einsatzfahrzeuge an der Straße Am Reepmoor eintrafen, schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Dach des Gebäudes.

Während der Löscharbeiten, an denen rund 100 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Wildeshausen, Düngstrup, Harpstedt und Ahlhorn sowie die Drehleiter aus Ganderkesee und der dort stationierte Atemschutz-Gerätewagen der Kreisfeuerwehr beteiligt waren, knallte es mehrfach heftig, weil die Eternit-Platten des Daches in der Hitze zerbarsten. Das gesamte Dach der etwa 50 mal 25 Meter großen Halle stürzte ein. Um gegen einzelne Brandherde im Inneren vorgehen zu können, musste die Feuerwehr auch Teile der Fassade einreißen. Neben in der Halle gelagerten Paletten und Lagerbehältnissen wurden auch zwei Personenwagen und ein Wohnmobil zerstört. Der Schaden kann derzeit noch nicht beziffert werden; die Polizei geht aber von einem sechsstelligen Betrag aus.

Wegen der Rauchentwicklung wurden die Anwohner eines nahegelegenen Siedlungsbereichs per Radio aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Meldung wurde gegen 17.50 Uhr wieder zurückgenommen, da die Einsatzkräfte ab diesem Zeitpunkt eine weitere Beeinträchtigung durch den Rauch ausschlossen.

Auch die nahegelegene Bundesstraße 213 wurde zeitweise gesperrt. Dabei ging es allerdings nicht um eine Behinderung durch den Rauch, sondern darum, den Feuerwehreinsatz zu sichern. Zudem wurde die Fahrbahn für die Landung eines Polizeihubschraubers genutzt, der zur ergänzenden Einschätzung der Lage aus der Luft angefordert worden war. Die Straße wurde gegen 17 Uhr wieder freigegeben.

Bis gestern Abend konnte der Brandort noch nicht weiter untersucht werden. Die Ermittlungen zur Ursache werden heute fortgesetzt. Überprüft werden soll unter anderem, ob am Nachmittag vorgenommene Schweißarbeiten in einem Teilbereich der Halle im Zusammenhang mit dem Feuer stehen.

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