Verden Landgestüt Celle präsentierte Hengste bei Reitturnier

Verden. Das Landgestüt Celle präsentierte im Rahmen des Verdener Hallenreitturniers zum dritten Mal eine erlesene Auswahl seiner Hengste.
18.01.2010, 07:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Angelika Siepmann

Verden. Stanley und Stolzenberg, Soliman des Hus und San Bernadino, Don Crusador und Dancier, Floriscount und Fürst Nymphenburg, Hochadel und Hohenzollern - beim Anblick dieser und vieler anderer Pferdeväter schlugen die Herzen der zahlreichen Züchter höher. Zum dritten Mal präsentierte das Landgestüt Celle im Rahmen des Verdener Hallenreitturniers eine erlesene Auswahl seiner Hengste.

Rund 2000 Zuschauer in der Niedersachsenhalle und etwa 20.000 Beobachter via clipmyhorse.de verfolgten die größte Hengstvorführung im Vorfeld der neuen Decksaison. 39 Vererber, von Nachwuchshoffnungen bis hin zu sporterprobten Dressur- und Springspezialisten, boten ein kompaktes Bild von der Blutlinienvielfalt in der hannoverschen Zucht. 'Ein fantastischer Auftakt', befindet das Landgestüt auf seiner Homepage.

Die kompetente Kommentierung einzelner Programmpunkte komplettierte die ebenso informative wie unterhaltsame Hengstschau. Zu den Dressurstars im Rampenlicht äußerte sich fachkundig Leonie Bramall (Isernhagen), die zweimal für ihr Heimatland Kanada bei olympischen Spielen angetreten ist. In der Grand-Prix-Kür, dem Verdener Dressurhöhepunkt, belegte sie gestern den dritten Platz. Die Springtalente hatte der einst international erfolgreiche Schleswig-Holsteiner Tjark Nagel im Visier.

Auch Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, Bundestrainer der Jungen Reiter und Junioren, kam zu Wort. So begleitete er verbal den Auftritt des Verdener Körungssiegers 2007, Soliman de Hus unter Philipp Severitt. Ein Franzose hatte sich den dunkelbraunen Sandro-Hit-Sohn seinerzeit 700.000 Euro kosten lassen, ihn aber zur Ausbildung in der von Meyer zu Strohen geleiteten Landesreitschule Hoya belassen. Als Beschäler wird Soliman de Hus auf der Besamungsstelle Nord-Hannover in Süstedt seinen Dienst verrichten.

Die Züchter aus der Region richteten ihr Augenmerk auf eben die Süstedter Hengste sowie die vierbeinigen 'Beamten' der Station Aller-Weser neben der Hannoverschen Reit- und Fahrschule. Deren Leiter, Obersattelmeister Wolfhard Witte, war im Dauereinsatz. Ihm oblag mit seinem Team nicht nur die technische Leitung der Schau, er stieg auch selbst in den Sattel - sogar fünfmal.

Witte stellte unter anderem den in Verden tätigen Rapphengst Dancier v. De Niro und dessen Stallkollegen Lorenzio v. Londonderry vor. Lorenzio stammt aus der Zucht des Verdeners Udo Spohd, der den Auftritt seines Zöglings von der Tribüne stolz verfolgte. Zum Abschluss des Abends präsentierte Witte den für Süstedt vorgesehenen Westfalen Estobar NRW v. Ehrentusch vor.

Ein Spot auf die ebenfalls in der Hannoveraner-Zucht eingesetzten Trakehner und Niederländer durfte nicht fehlen.

'Klein, aber oho' lautete das Motto für den achtjährigen Reitponyhengst Nemax. Der von Springreiterin Gabriele Heemsoth in Verden-Eitze gezogene Dunkelbraune hat schon hohe Platzierungen bei den bedeutenden Bundeschampionaten in Warendorf sowie vier Siege in internationalen Prüfungen vorzuweisen. Heemsoths Nichte Greta stellte den vielseitig begabten Ponyhengst gekonnt im Michael-Jackson-Outfit vor. Dazu erklang in der Niedersachsenhalle natürlich Musik des verstorbenen King of Pop.

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