Erster Dorfmarkt in der City

Landwirtschaft hautnah in der Syker Innenstadt

Präsentieren und informieren: Der erste Syker Dorfmarkt in der City wirft seine Schatten voraus. Am 1. September wird zum verkaufsoffenen Sonntag die hintere Innenstadt belebt. Doch es gibt Änderungen.
16.08.2019, 08:45
Lesedauer: 3 Min
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Von Dominik Albrecht
Landwirtschaft hautnah in der Syker Innenstadt

Das Wetter passt schon mal: Wenn der erste Dorfmarkt in der City am 1. September stattfindet, hoffen die Veranstalter auf gute Resonanz. Das Ziel: präsentieren und informieren.

Albrecht

Syke. Ein Fest für die Sinne. Das möchte die Stadt Syke Interessierten mit dem ersten Dorfmarkt in der City am Sonntag, 1. September, kredenzen. Der Erste Stadtrat Thomas Kuchem betont, dass die Informationen im Vordergrund stehen sollen, wenn sich 38 Aussteller aus dem Bereich Landwirtschaft und der Lebensmittel-Industrie präsentieren. Das Fühlen und Erfahren seien zentrale Bestandteile des Marktes. „Verhungern oder verdursten muss aber keiner“, fügt er dann doch noch an. Wichtig: Anders als im Flyer angegeben, beginnt der Markt nicht um 10, sondern um 11 Uhr. Schluss ist dennoch um 18 Uhr.

Eine zweite Änderung betrifft den Schauplatz des Dorfmarktes. Da parallel dazu ein verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt stattfinden wird, soll der hintere Teil der Innenstadt belebt werden. „Wir starten in der Luise-Chevalier-Straße und gehen bis zum Ernst-Boden-Platz“, teilt Thomas Kuchem die neuen Pläne mit. Dadurch soll den Unternehmern im vorderen Teil genug Platz fürs geschäftige Treiben eingeräumt werden. Auf der Luise-Chevalier-Straße werde sich auch die Polizei präsentieren und unter anderem über das Codieren von Fahrrädern informieren.

Platz ist auch das Stichwort, wenn es um einen Neuzugang im Portfolio der Markt-Aussteller geht. Lohnunternehmer Stefan Landsberg aus Gessel wird einen Mähdrescher mit 18 Metern Länge vorstellen. „Da wir diese Dimensionen nicht in die Hauptstraße bekommen, werden wir ihn beim Übergang zur Bahnhofstraße präsentieren“, erklärt David Cramer, Kulturbeauftragter Sykes. Zugleich können damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, ermöglicht dieser Neuzugang doch auch einen besseren Übergang zu Nesemann. „Wenn wir dann im nächsten Jahr hoffentlich noch mehr Aussteller bekommen, kommen wir vielleicht automatisch bis Nesemann. Darüber würden wir uns sehr freuen“, sagt Kuchem.

35 Aussteller konnten bereits im Juli geboten werden, seitdem sind noch einmal drei obendrauf gekommen. „Das ist für den ersten Dorfmarkt schon ganz schön viel. Das verspricht, spannend zu werden“, merkt auch die Bürgermeisterin Suse Laue anerkennend an. David Cramer hat sich damals noch einen Aussteller aus der Woll-Branche gewünscht. Ist der Wunsch erfüllt worden? „Es hat sich noch eine Frau gemeldet, die Wolle nicht produziert. Aber verarbeitet“, teilt Cramer stolz mit. Auch sonst habe sich der Ansatz „Aus Syke, mit Sykern, für Syker“ gut in die Praxis umsetzen lassen. Von Bio-Bauern bis zu Kleinkunst-Handwerkern werde alles vertreten sein. Die Frischekiste aus Gessel, die Ölmühle aus Thedinghausen, der Hofladen Büntemeyer, der Gärtnerhof Reinhardt und die Martfelder Hausbrauerei sind nur einige Beispiele. „Die landwirtschaftlichen Betriebe werden größtenteils ihre Produkte zeigen und zum Probieren anbieten“, sagt Cramer. Wie aufmerksame Leser sofort merken, sind nicht nur Syker Unternehmen dabei. Sollte sich dort kein Vertreter für eine Branche gefunden haben, wurde der Radius nämlich vergrößert. So geschehen bei der Molkerei Asendorf und der Ziegerei Derboven.

Hinzu kommen diverse Vereine wie das Landvolk Mittelweser, die Jägerschaft Syke, die Landfrauen und deren Kreisverband sowie Großraubtiere in Kulturlandschaften. „Die Landmaschinenfreunde werden fünf Maschinen mitbringen“, erzählt Cramer weiter. Darunter auch ein Hanomag von 1951. Doch was wäre Landwirtschaft ohne Vieh? Darum werden auch Wasserbüffel, Alpakas, Schweine, Schafe, Highland-Büffel, Geflügel und Kälber die Markt-Atmosphäre abrunden. „Die Tiere werden ihre eigene Fläche haben und von Fachpersonal betreut werden“, versichert Laue allen besorgten Tier-Fans. Sie regt des Weiteren dazu an, Fragen zu stellen. „Gerne auch kritische. Es ist auch ganz wichtig zum einen für die Bürger, sich zu informieren, und zum anderen für Landwirte, in einem ländlich strukturierten Ort offen zu sein.“

Die Sponsoren in Person von Hermann Karnebogen, Geschäftsführer des Netzbetreibers Avacon, und Ralf Warneke, Marketingleiter der Kreissparkasse Syke, freuen sich bereits auf den 1. September. „Ich bin sehr optimistisch, dass viele Menschen kommen werden“, blickt Karnebogen nach vorne. Warneke erinnert sich indes noch gut an ein Telefongespräch mit David Cramer und Thomas Kuchem: „Wir haben nur kurz über das Konzept gesprochen und danach über viele andere Dinge. Das ist was ganz sympathisches und wir sind für die Menschen vor Ort da. Von daher war uns sofort klar, dass wir da mitmachen.“ Das Konzept habe vor allem durch die Aspekte, der ganzen Familie und für alle Sinne etwas zu bieten, überzeugt. Drum überrascht auch das überzeugte Lächeln in Warnekes Gesicht nicht, als er an Kuchem und Laue gewandt versichert: „Wenn auch noch das Wetter mitspielt, wird das eine Runde Sache. Und im nächsten Jahr werdet ihr keine Probleme haben, Aussteller zu finden.“

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