Landkreis Wesermarsch möchte keine Zusammenlegung mit Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund

Lieber Kooperation statt Fusion

Lemwerder. Nach Landrat Michael Höbrink hat jetzt auch Björn Thümler die Forderung des Allgemeinen Wirtschaftsverbands Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund (AWV) zurückgewiesen, bei den Gesprächen über eine Fusion Wilhelmshavens mit dem Landkreis Friesland auch Teile der Wesermarsch einzubeziehen.
30.01.2013, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Georg Jauken

Lemwerder. Nach Landrat Michael Höbrink hat jetzt auch Björn Thümler die Forderung des Allgemeinen Wirtschaftsverbands Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund (AWV) zurückgewiesen, bei den Gesprächen über eine Fusion Wilhelmshavens mit dem Landkreis Friesland auch Teile der Wesermarsch einzubeziehen.

"Mit der CDU wird es keine Zerschlagung des Landkreises Wesermarsch geben", erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete aus Berne. In dieser Frage unterstütze er die Auffassung des Landrats Höbrink, wonach "größer" nicht automatisch "besser" bedeute. Beide Politiker befürworten es, über eine engere Zusammenarbeit mit Wilhelmshaven und den Nachbarlandkreisen nachzudenken und nennen das gemeinsame Veterinäramt sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jade-Bay als Beispiele für Erfolge auf diesem Weg.

Zugleich betonen sie allerdings, dass genau geprüft werde müsse, in welchen Bereichen eine Zusammenarbeit wirklich sinnvoll sei und Kosten spare, ohne dass Nachteile wie ein Verlust an Bürgernähe für die Menschen in der Wesermarsch entstünden.

Höbrink erklärte in einem Zeitungsinterview, dass ein engerer Zusammenschluss mit dem Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven nur vorstellbar sei, wenn die Vorteile eindeutig aufgezeigt werden könnten. Dass eine "Zerlegung" der Wesermarsch auf fruchtbaren Boden stoßen würde, könne er sich nicht vorstellen, wohl aber einen Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich des Rettungsdienstes sowie der Krankenhaus-Versorgung. Denn in diesen Bereichen seien Landkreis-Grenzen eher hinderlich.

Der AWV ist ein Arbeitgeberverband, dem rund 280 Unternehmen angehören. Wegen der Nähe zum Jade-Weser-Port hält er es für ratsam, Teile der Wesermarsch in die Überlegungen eines Zusammenschlusses von Friesland und Wilhelmshaven mit einzubeziehen. Bei den bisherigen Kooperationen will der Verband Probleme an den Schnittstellen, wo sich Kompetenzen und Zuständigkeiten überlagern, ausgemacht haben.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+