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Royal Ascot und Ann-Christin Wienkamp triumphieren im Burgpokal / Sezuan im WM-Viereck nicht zu schlagen
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Aus Walle auf die große Bühne

Julia Basic 08.08.2015 0 Kommentare

Internationales Dressur und Springfestival
Siegesritt: Ann-Christin Wienkamp und der in Verden-Walle gezogene Royal Ascot gewannen die Auftaktprüfung zum Burgpokal und qualifizierten sich für die zweite Prüfung am heutigen Nachmittag. (Björn Hake)

Regen, Sonne, Wind und wieder Regen – nach der Hitze am Donnerstag hat es am Freitag auf dem Verdener Turniergelände mehr Abwechslung beim Wetter gegeben. Der Rasen im Stadion machte das nicht lange mit, die geplanten Prüfungen wären wohl zu einer gefährlichen Rutschpartie geworden. Die Qualifikation für den Großen Preis und das Mannschaftsspringen wurden daher auf heute verschoben.

Überhaupt nicht beeinflussen von den Wassermassen, die vom Himmel prasselten, ließen sich die Dressurreiter. Im Grand-Prix-Viereck waren am Morgen erneut die Ponyreiter unterwegs, die um die Medaillen im Finale des International Dressage Cups for Young Ponys kämpften. Vorne dabei war auch wieder die Stedebergerin Sophie Duprée, die sich mit ihrem sechsjährigen Hengst Del Estero die Silbermedaille sicherte. Die beiden verließen mit der Note 8.4 das Viereck und verbesserten sich im Vergleich zur Qualifikation um zwei Plätze. An der Spitze blieb, wie am Donnerstag, die Münsteranerin Maike Mende mit dem Hengst Timberlake. Die Richter gaben den beiden die Spitzennote 8.5. Bei den fünfjährigen Ponys verbesserte sich Duprée mit dem Hengst Cosmopolitan ebenfalls. Während sie in der Qualifikation noch die Note 7.7 erhalten hatten, bekamen sie im Finale eine 7.9 und belegten Rang fünf.

Im WM-Viereck gab es am Mittag einen Favoritensieg: Dorothee Schneider (Framersheim) und ihr dänischer Hengst Sezuan gewannen die WM-Qualifikation der sechsjährigen Dressurpferde. Die beiden sind das Siegen in Verden gewohnt. Im vergangenen Jahr feierten sie bereits den Titel. Und auch gestern überzeugten sie die Wertungsrichter. Die Spitzennote 9.8 erhielt Sezuan für seinen Galopp und auch der Gesamteindruck von Pferd und Reiterin entlockte den Richtern diese Wertung. „Sezuan ist hochmotiviert und einfach in Top-Form“, freute sich Schneider.

Mit großem Abstand folgten zwei deutsche Paar: Julia-Katharina von Platen (Wietze) wurde mit der Hannoveraner-Stute Danza Zweite, dahinter reihte sich der Bundeschampion Belantis mit Beatrice Buchwald (Rheinberg) ein. Der Schimmel aus dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt hatte 2014 den vierten Rang im Finale belegt. „Er ist noch ausbalancierter geworden“, sagte Buchwald, „manchmal noch ein wenig übereifrig, aber er will immer arbeiten.“ Auf Rang vier folgte noch einmal Dorothee Schneider, diesmal mit dem rheinischen Hengst Stanford.

Für die Züchterfamilie Windeler aus Verden-Walle wurde es am Nachmittag im Grand-Prix-Viereck spannend. Ihr Pferd Royal Ascot startete im Burgpokal, einer Prüfungsserie für sieben- bis neunjährige Nachwuchspferde auf S-Niveau. Das Finale dieses Wettbewerbs findet Mitte Dezember beim Festhallen Turnier in Frankfurt am Main statt. Verden ist eine von 15 Stationen, bei denen sich die Pferde dafür qualifizieren können. Knapp 30 Paare traten gestern in der Reiterstadt an. Nach der Hälfte gab es eine kurze Pause, während dieser sich die Sonne gerade ein klein wenig zwischen den Wolken hervorgeschoben hatte. Und auch als Royal Ascot mit seiner Reiterin Ann-Christin Wienkamp das Viereck betrat, war es noch trocken. Mitten in der Galopptour ergoss sich dann aber der nächste Schauer über dem Viereck. Pferd und Reiterin ließen sich davon jedoch absolut nicht beeindrucken und zeigten eine beeindruckende Runde.

Das sorgte natürlich für glückliche Gesichter bei Axel und Martina Windeler, die ihr Pferd heute ab 15 Uhr noch einmal in der Burgpokal-Prüfung bewundern dürfen. Und auch Jürgen Koschel, der zuständige Disziplintrainer für die Perspektivgruppe Dressur bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, war beeindruckt vom Zuchterfolg aus Walle. „Das sah schon gut aus, obwohl er vielleicht noch etwas schüchtern war“, sagte der Hagener.

Wienkamp und Royal Ascot übernahmen mit ihrer Wertung von 73.415 Prozent zwischenzeitlich sogar die Gesamtführung. Bis dahin lag der Lüneburger Manuel Bammel, der für den RV Graf von Schmettow aus Kirchlinteln startet, an der Spitze. Er hatte den Hannoveraner Hayden gesattelt, mit dem er bereits die Burgpokal-Qualifikation in Bettenrode gewonnen hatte. In der Endabrechnung gewann Wienkamp die erste Abteilung, Bammel wurde Zweiter in der zweiten Abteilung. Die Siegerschleife schnappte sich die Schweizerin Jasmine Sanche-Burger auf Baron.


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Leserkommentare
juergenkluth am 18.10.2019 18:21
Erst mal meinen (sarkastisch gemeinten) herzlichen Glückwunsch an die Herrschaften, die es so weit haben kommen lassen. Ich stelle mir die Frage, ...
Sknoe am 18.10.2019 18:10
Mit Oberlehrern gibt es natürlich immer wieder mal Konflikte, die, die ihr vermeintliches Recht durchsetzen wollen. Man sollte aber gar nicht erst ...