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3. Liga Handball
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Das Beste kommt zum Fest

Florian Cordes 23.12.2018 0 Kommentare

Wiebke Meyer hatte ebenfalls ihren Anteil an Oytens deutlichem Sieg gegen Solingen. Die junge Linkshänderin markierte drei Tore.
Wiebke Meyer hatte ebenfalls ihren Anteil an Oytens deutlichem Sieg gegen Solingen. Die junge Linkshänderin markierte drei Tore. (Björn Hake)

Oyten. Bis dato hatten die Handballerinnen des TV Oyten in der 3. Liga West eine sehr überzeugende Saison gespielt. Sieben Partien in Folge ohne Niederlage machen dies deutlich. Doch das Team von Trainer Jörg Leyens hatte sich das Beste für das letzte Spiel des Jahres aufgehoben: In der Pestalozzihalle haben die „Vampires“ am Sonnabend den Tabellenführer HSV Solingen-Gräfrath mit 36:26 (15:13) förmlich demontiert. Die anschließende Weihnachtsfeier dürfte für die Oytenerinnen eine sehr schöne gewesen sein.

Leyens gab nach der Begegnung ganz offen zu, dass er mit solch einem Ausgang des Spitzenspiels niemals gerechnet hätte. „Ich hatte auf ein enges Spiel gehofft. Dass es dann aber so kam, hat mich doch überrascht“, sagte der Coach des Siegerteams. Es waren mehrere Faktoren dafür verantwortlich, dass der TV Oyten, der es sich durch den Erfolg endgültig weit oben in der Tabelle gemütlich gemacht hat, den Spitzenreiter so deutlich besiegte: Zum einen waren die Gastgeberinnen im Angriff unglaublich effizient. „Wir hatten eine raketenmäßige Chancenverwertung“, lobte Leyens die Angriffsleistung seiner Sieben.

Vor allem auf Denise Engelke, Lisa Bormann-Rajes und Jana Kokot war wieder Verlass. Das Trio kam auf 28 Tore. Engelke steuerte zwölf Treffer bei, Bormann-Rajes zehn und Kokot sechs. Doch auch in der Defensive überzeugten die Gastgeberinnen. Mit zunehmender Spielzeit wurde die 6:0-Deckung immer besser. Wenn die Solingerinnen dann doch einmal eine Lücke fanden, stand ihnen häufig Romina Kahler im Weg. Mit etlichen Paraden verhinderte die Keeperin weitere Gegentreffer.

Und auch Oytens zweite Torhüterin, Bryana Newbern, hatte ihre Erfolgsmomente. Sie kam für drei Siebenmeter aufs Feld. Zweimal lief sie unter dem Jubel der Zuschauer zurück zur Bank, um wieder mit Romina Kahler zu tauschen. Als Newbern zum ersten Siebenmeter ins Tor ging, parierte sie den Wurf von Sandra Muench (46.). Wenige Minuten später duellierte sie sich mit Mandy Reinarz. Newbern verunsichterte ihre Gegnerin scheinbar so sehr, dass diese den Ball über das Tor warf. Nur Leonie Heinrichs war in der Lage, Bryana Newbern bei einem Siebenmeter zu überwinden. Viel gejubelt wurde in der Pestalozzihalle auch nach der Anfangsphase. In dieser deutete die Leyens-Sieben nämlich bereits an, dass sie dem Tabellenführer kurz vor dem Weihnachtsfest unbedingt ein Bein stellen wollte. Als der TVO bereits viermal getroffen hatte, war Solingen noch kein Tor gelungen (6.). In der Folge zeigte der HSV warum er an der Spitze steht. Zunächst drehten die Gäste das Spiel, anschließend wechselte die Führung ständig. In die Kabine ging der TVO mit einem Zwei-Tore-Vorsprung.

„Ich habe den Mädels in der Kabine gesagt, dass die Mannschaft, die weniger Fehler macht, das Spiel gewinnen wird“, sagte Leyens. Und der Coach sollte Recht behalten. Sein Team wurde zunehmend sicherer, Solingen dagegen nicht. Die Folge: In der letzten Viertelstunde zogen die Gastgeberinnen immer weiter davon. Lisa Bormann-Rajes sorgte mit zwei Toren in der Schlussminute schließlich dafür, dass der Abstand zwischen beiden Mannschaften beim Schlusspfiff satte zehn Tore betrug. Vor dem Doppelpack der ehemaligen Bundesliga-Spielerin trug sich eine Spielerin beim TV Oyten in die Torschützenliste, die im bisherigen Saisonverlauf keine große Rolle im Leyens-Kader gespielt hatte: Theresa Otten. Die Rückraumspielerin kam direkt nach dem Seitenwechsel zum Einsatz. Es war vom Coach durchaus mutig, die erst 17-Jährige zu bringen. Schließlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt noch offen. Doch der Mut von Leyens wurde belohnt. Zunächst stand Theresa Otten 15 Minuten auf dem Feld und legte ein starkes Spiel hin. „Sie hat sich toll entwickelt“, freute sich Leyens. Kurz vor dem Schluss krönte sie ihren Auftritt mit einem Tor. Auch Otten hatte sich – wie das gesamte Team – das Beste fürs Fest aufgehoben.


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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:04
@brakadabra ...

„👍“ ... Ich hab‘ jetzt‘n „Hummer“ ...
...................................🚘.............

Auf‘m ...
FloM am 22.10.2019 13:01
@gorgon:
Himmelnochmal, jahrzehntelang billige Lebensmittel konsumieren und sich dann über die Folgen der Herstellung aufregen.
Welche ...