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Bogenschießen Bundesliga
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Dauelser Déjà-vu

Patrick Hilmes 15.01.2018 0 Kommentare

Bogenschie§en Bundesliga Dauelsen
Andreas Gerhardt und der SV Dauelsen schoben sich an Spieltag drei auf den fünften Tabellenplatz vor. (FOCKE STRANGMANN)

Gelsenkirchen. Das Gefühl, etwas Neues schon einmal erlebt zu haben – dies bezeichnet ein Déjà-vu. Und dies erleben derzeit die Bogenschützen des SV Dauelsen. Denn in der Bundesliga Nord stehen sie nach dem dritten und somit vor dem vierten und finalen Spieltag der Saison auf dem fünften Tabellenplatz. Und eben dieser fünfte Rang berechtigt lediglich zum Klassenerhalt, nicht zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Diese Situation dürfte den Dauelsern bekannt vorkommen, standen sie im Vorjahr doch zum gleichen Zeitpunkt auf demselben Platz.

Im Vorjahr wendete sich das Blatt für den SV Dauelsen noch zum Guten. Und auch noch mehr als das: Sie schoben sich nicht nur auf Platz vier vor und durften somit zur Deutschen Meisterschaft fahren, sie gewannen gar den Titel. An die Verteidigung des Meisterschaftsspiegels wollen die Dauelser noch nicht denken, hoffen aber im Bezug auf die Qualifikation auf eine Wiederholung des Vorjahres. „Jetzt sind es nur noch zwei Punkte“, merkte Schütze Andreas Gerhardt an. Angriffslust war in seiner Stimme zu vernehmen, denn Gerhardt und seine Teamkollegen weisen eine ansteigende Formkurve auf. Nach dem ersten Spieltag nahmen sie auf Rang sieben Platz, nach dem zweiten standen sie auf Platz sechs und nun nehmen sie eben Position fünf ein.

Schwacher Start, schwaches Ende

„Der dritte Spieltag ist für uns sehr gut verlaufen, wir haben gut gepunktet“, berichtete Gerhardt freudig. Der Start von Spieltag drei in Gelsenkirchen verlief allerdings alles andere als positiv. Zum einen reisten die Dauelser nur mit vier aktiven Schützen an – Sebastian Rohrberg, Florian Kahllund, Manuel Augner und Andreas Gerhardt. Christian Dauel wird hingegen in dieser Saison nicht mehr den Bogen für den SVD spannen, eine Verletzung bremst ihn aus. Zum anderen setzte es in Match eins eine deutliche 0:6-Pleite gegen den Rangzweiten BSC BB-Berlin. Doch Gerhardt relativierte diese Schlappe: „Das war natürlich nicht so berauschend, aber auch wenn wir unsere Top-Leistung abgerufen hätten, wäre es sehr schwer gegen Berlin geworden.“

Wichtiger waren für den SV Dauelsen die weiteren Partien, und in denen zeigten sich die Schützen in Bestform: Sherwood BSC Herne mit 6:2 besiegt, den SV Querum mit 6:4 in die Schranken verwiesen, Blankenfelder BS 08 mit 7:3 das Nachsehen gegeben, mit demselben Ergebnis den KKB Köln bezwungen und zu guter Letzt dem Rheydter TV beim 6:0 keine Chance gelassen. Einzig dem BSV Zierenberg mussten sich die Dauelser am Ende mit 4:6 geschlagen geben. „Die letzten zwei Pfeile waren entscheidend. Das war ein bisschen blöd, aber so ist halt der Sport“, haderte Gerhardt, „aber am dritten Spieltag haben wir unser Minimalziel so gut wie erreicht“, betonte Andreas Gerhardt. Und das lautet Klassenerhalt. Ein Match muss der SVD am letzten Spieltag noch gewinnen, dann ist der Bundesliga-Verbleib für eine weitere Saison gesichert. Doch es soll mehr als nur der Klassenerhalt her, die DM-Teilnahme ist das Ziel. Das bedeutet, dass die Blankenfelder BS 08 am 3. Februar noch von Platz vier verdrängt werden müssen. Zwei Punkte müssen die Dauelser auf sie noch gutmachen. Die Chancen würden gut stehen, meint Andreas Gerhardt. Auch, weil Spieltag Nummer vier für den SV Dauelsen ein Heimspieltag ist. „Es ist schon ein Vorteil, wenn wir zu Hause schießen. Um die 100 Zuschauer waren es letztes Mal. Und wenn die jubeln, dann macht das schon was aus, ob das für oder gegen einen ist.“

Auch am Ende soll wieder gejubelt werden. Andreas Gerhardt und Co. wollen auch nach dem Spieltag ein Déjà-vu erleben. Es wäre die neunte DM-Teilnahme für den SVD. Und wenn sie erst mal bei der Deutschen Meisterschaft sind, dann wissen sie, dass alles möglich ist.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?