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Düstere Aussicht für die SG Achim/Baden

Patrick Hilmes 20.09.2019 0 Kommentare

Die ersten Ergebnisse geben Anlass zur Sorge. Aus der Habenhausen-Partie schöpft Tobias Naumann aber dennoch Hoffnung.
Die ersten Ergebnisse geben Anlass zur Sorge. Aus der Habenhausen-Partie schöpft Tobias Naumann aber dennoch Hoffnung. (Björn Hake)

Klar, aufgrund von lediglich zwei Spielen auf den Verlauf einer gesamten Saison schließen zu wollen, ist reichlich frühzeitig. Die ersten beiden Spiele der SG Achim/Baden in der Handball-Oberliga Nordsee geben aber Anlass dazu. Denn es wurde das sichtbar, was bereits im Vorfeld befürchtet wurde: Die diversen Ausfälle machen der Truppe von Tobias Naumann arg zu schaffen.

17:28 gegen Hatten-Sandkrug und 14:25 gegen Habenhausen. Die Problematik der SG ist leicht abzulesen und wurde natürlich auch von einem erkannt, der zu den schmerzlich Vermissten zählt: Tobias Freese. Der Hoffnungsträger für den Rückraum ist weiterhin aufgrund eines Kreuzbandrisses außer Gefecht gesetzt. „Die Hälfte der Zeit ist geschafft, drei Monate brauche ich aber noch. Ich bin schon wieder im Lauftraining. Kontaktsport geht natürlich noch nicht, bisher kann ich nur alles machen, was geradeaus geht. Aber es verläuft alles relativ schnell, ich hab nur noch eine Belastungsdifferenz von 15 Prozent zum anderen Bein. Dass ich zur Rückrunde wieder fit bin, ist realistisch.“ Mitfiebern tut er schon jetzt, weiß aber auch um die Probleme der Mannschaft. „Die Defizite sind schnell zu erkennen, im Angriff fehlt ganz klar die Durchschlagskraft. Die Mannschaft ist neu formiert, da bedarf es noch Eingewöhnungszeit.“ Schwarz sieht Freese aber längst nicht. „Die Ergebnisse waren auf dem Papier deutlicher, als sie hätten sein müssen und Spiele wie gegen Habenhausen sind eh keine, die wir gewinnen müssen.“

Dazu gehöre auch der kommende Gegner, der TV Cloppenburg, Freeses Ex-Verein (Anpfiff: Sonnabend um 19 Uhr in Achim). „Cloppenburg hat Achim eigentlich immer gelegen, was ich selber auch zu spüren bekommen habe. Aber es wird sehr schwer werden. Die Mannschaft hat sich verändert, hat mit Matthias Andreßen nun einen Linkshänder, den es vier Jahre dort nicht gegeben hat. Dadurch sind sie noch variabler und die Abläufe sind einfacher zu spielen.“ Zwar ist der TVC mit zwei Siegen gestartet, doch das waren zwei knappe Spiele, weshalb Freese betont: „Jeder ist schlagbar.“ Das Wissen über den nächsten Gegner hat er an seinen Coach Tobias Naumann aber nicht weitergegeben. „Man kennt sich lange Jahre, da weiß man um die Stärken“, sagt Naumann. „Grundsätzlich sind sie schwächer, wenn Tobi nicht dabei ist, aber das Problem haben wir ja leider auch“, betont Naumann schmunzelnd. „Die Frage ist aber auch, wie sehr wir uns mit dem Gegner beschäftigen sollten, denn wir haben genügend eigene Baustellen. Unsere Offensive war bisher weit hinter dem, was sie machen müsste, um Punkte mitzunehmen“, blendet auch der Coach die Problematik nicht aus.

Die wird angesichts der Liste mit den fehlenden Spielern gegen Cloppenburg auch nicht kleiner. Neben Freese fallen auch Arne von Seelen, Steffen Fastenau, Jan Wolters, Erik Schmidt und Fabian Balke aus. Hoffnung kann der Coach dennoch aus den ersten beiden Partien ziehen. „Wir haben gegen Habenhausen teils gesehen, was möglich sein kann, das gibt jedem Hoffnung. Wir müssen noch enger zusammenrücken und daraus den Honig saugen.“ Auf lange Sicht gibt der SG Achim/Baden Hoffnung, dass die Langzeitverletzen Balke und Freese zurückkehren werden. Doch Letztgenannter bremst die Erwartungshaltung. „Es ist natürlich unser Wunschdenken, das wir in der Hinrunde irgendwie genug Punkte holen, damit wir in der Rückrunde doch frühzeitig den Klassenerhalt sichern können. Aber man hat jetzt schon gesehen, wo die Reise hingeht. Und Fabian und ich werden auch nicht die Heilsbringer sein, das muss jedem bewusst sein. Nach so schweren Verletzungen ist es auch immer eine Kopfsache. Wir müssen dann erst mal wieder unsere Leistung auf das Feld bringen“, warnt Freese. Auch er hat bereits erkannt – egal wie jung die Spielzeit noch ist – die Saisonaussichten der SG Achim/Baden sind düstere.


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Leserkommentare
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elfotografo am 20.10.2019 09:56
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