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Ein kleiner Mutmacher für die SG Achim/Baden

Patrick Hilmes 22.09.2019 0 Kommentare

Kevin Podien (am Ball) und seine Mitstreiter zeigten sich gegen Cloppenburg deutlich verbessert in der Offensive.
Kevin Podien (am Ball) und seine Mitstreiter zeigten sich gegen Cloppenburg deutlich verbessert in der Offensive. (Michael Galian)

Achim. Zwei deftige Auftaktniederlagen in der Fremde kassiert und nun auch noch das erste Heimspiel der Saison verloren: Die Zeiten beim Handball-Oberligisten SG Achim/Baden sind nicht gerade als rosig zu bezeichnen. Doch die Heimpremiere, auch wenn sie gegen den TV Cloppenburg mit 29:33 (18:22) endete, ist ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Truppe von Tobias Naumann und macht etwas Mut.

„Verlieren ist natürlich nicht geil, aber die Richtung stimmt. Wir haben wieder einen wichtigen Schritt in der Entwicklung gemacht.“ An dieser Reaktion von SG-Coach Tobias Naumann ist zu erkennen, wie positiv sich seine Truppe trotz der Heimpleite doch präsentiert hatte. Und das war von Anfang an der Fall. Von den Zuschauern in der gut gefüllten Achimer Gymnasiumhalle unterstützt präsentierte sich die SG bissig in der Abwehr und auch treffsicher sowie variantenreich in der Offensive – mal über den Kreis, mal per Gegenstoß, mal aus dem Rückraum. Sich einen Vorsprung erarbeiteten sich die Gastgeber aber zunächst nicht, da sie Cloppenburgs Ole Harms nicht in den Griff bekamen. Der bullige Kreisläufer und Ex-SG-Spieler war in Halbzeit eins beinahe Alleinunterhalter aufseiten der Gäste. Acht seiner insgesamt elf Treffer erzielte er in der ersten halben Stunde. „Cloppenburg ist routiniert, die spielen teils blind den Ball an den Kreis, weil sie wissen, dass Ole seinen Arm hinhält. Hat er ihn, braucht man im Grunde auch nicht mehr ran, dann kriegt man nur ohne Ende Siebenmeter gegen sich“, analysierte Naumann.

Cloppenburg dreht den Spieß um

Und dennoch führte seine Sieben in der 18. Minute nach der stärksten Phase der Partie mit 13:9. Zunächst parierte Martin Dybol beim Stand von 10:9 einen Siebenmeter von Harms und Achim antwortete mit drei Treffern am Stück – Jannis Jacobsen aus dem Rückraum, Florian Block-Osmers mit einem Wurf von der Mittellinie ins leere Tor und erneut Jacobsen nach Tempogegenstoß. Doch dieser Vier-Tore-Vorsprung hatte nicht lange Bestand. Noah Dreyer vertändelte zweimal leichtfertig den Ball und schon war Cloppenburg wieder auf 11:13 dran. Beide Male vollendete für den TVC Max Borchert, der vergangene Saison noch für die Bundesliga-A-Jugend des TV Oyten und die SG aufgelaufen war. „Die individuellen Fehler hat Cloppenburg halt sofort bestraft. Aber ich kann der jungen Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es ist auch normal, dass wir nach diesen zwei Auftaktniederlagen solche Situationen noch nicht in Ruhe ausspielen können“, relativierte Naumann. Die fehlende Ruhe im Spiel und der fehlende Rückhalt durch Keeper Thorben Hamann sorgten dann auch dafür, dass Cloppenburg den Spieß umdrehte und seinerseits mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine ging.

In der zweiten Hälfte, die nicht mehr das starke Niveau der ersten erreichen sollte, benötigte die SG bis zur 41. Minute, um den Rückstand wieder auf zwei Tore zu verkürzen. Das Heft in die Hand hatte nun auf Achimer Seite Mohamed Sibahi genommen, Block-Osmers war für ihn gewichen. Sibahi wusste auch in einigen Situationen zu überzeugen, Achim/Baden sollte es aber nicht mehr gelingen, in Schlagdistanz zu kommen. Immer wieder schlichen sich Fehler aufseiten der Gastgeber ein und spätestens als Cloppenburg in doppelter Überzahl auf 28:32 (55.) stellte, war die Partie entschieden. Somit behält die SG Achim/Baden ihre derzeitige Bezeichnung als punktloses Schlusslicht, doch für Naumann überwog das Positive. „Wir waren alle füreinander da, waren auf den Punkt fokussiert und haben Cloppenburg einen guten Kampf geliefert. Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben. Wir waren teils etwas ungestüm, aber das sind junge Leute – wir arbeiten uns raus. Zudem haben wir mit 29 Toren gezeigt, dass wir mehr als 20 machen können.“ Die düsteren Aussichten der SG nach den ersten beiden Spielen und dem Verletzungspech sind somit etwas aufgehellt.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...