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Fußball Bezirkspokal
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Patrick Hilmes 18.07.2019 0 Kommentare

Die entscheidende Szene: Bassens Johannes Diezel setzt sich gegen TVO-Keeper Christian Rathjen durch und trifft zum 0:1.
Die entscheidende Szene: Bassens Johannes Diezel setzt sich gegen TVO-Keeper Christian Rathjen durch und trifft zum 0:1. (Björn Hake)

Ein ausgeglichener Verlauf, Chancenarmut herrscht auf beiden Seiten, das Spiel findet im Mittelfeld statt und ist insbesondere von Zweikämpfen und Fehlpässen geprägt. Und dann begeht einer einen kapitalen Bock und entscheidet damit die Partie. Zwar ereignete sich dieser Kapitalfehler im Bezirkspokalspiel zwischen dem gastgebenden TV Oyten und dem TSV Bassen relativ früh in der Begegnung, er sollte aber dennoch als Wegweiser gelten. Am Ende siegten die Grün-Roten mit 3:0 (2:0) und zogen in Runde zwei ein.

Es läuft die 24. Spielminute und bisher verlief das Pokalderby wie zuvor beschrieben. Als Abtasten betitelten es die einen der rund 250 Zuschauer, als Langweile die anderen. Der erste Torschuss der Partie datierte aus der 15. Minute und wurde von Bassens Daniel Wiechert in das dritte Obergeschoss gejagt. Es folgte vier Minuten später ein missratener Lupfer von Oytens Anton Strodthoff. Das war’s bis dato.

Dann setzte es kurzzeitig bei TVO-Akteur Henrik Müller aus. Er spielte einen Pass quasi direkt in die Füße von Johannes Diezel. Der nahm das Geschenk an, überwand mit etwas Glück Oytens Keeper Christian Rathjen und schob zum 1:0 für die Gäste ein. „Das ist bitter. Bei so einer jungen Mannschaft wie unserer lassen einige dann auch gleich den Kopf hängen. Zudem baust du den Gegner damit auf und wir hauen uns selber ins Loch rein“, haderte Coach Axel Sammrey mit dem Gegentor.

Oyten stürzt in ein Loch

In ein Loch stürzten die Oytener anschließend wahrlich, in ein Leistungsloch. Nach dem 0:1 fand der TVO in der Offensive nicht mehr statt und hatte Mühe und Not, die Bassener vom Toreschießen abzuhalten. Und das gelang nicht ewig. In Minute 41 war es Noel Lohmann, der einen auftropfenden Ball per Direktabnahme in den Winkel beförderte. An der Seitenlinie jubelte sein Coach Uwe Bischoff und sagte: „Er hat es sogar vorher angekündigt, dass er trifft.“ Damit nicht genug vor der Pause: Bassen wollte nachlegen und hatte zwei weitere Chancen, die aber Rathjen zu vereiteln wusste.

In Halbzeit zwei ruhte sich Bassen dann auf dem Vorsprung aus, was Bischoff überhaupt nicht gefiel, aber auch zu erklären wusste: „Wir waren ein bisschen zu lässig. Aber ich wusste, dass meine Spieler platt werden, da wir am Tag zuvor noch im Training richtig Gas gegeben haben.“ Lange Zeit herrschte wieder Langeweile, da Oyten keine Mittel in der Offensive parat hatte.

Zwischen der 64. und 70. Minute kam dann aber doch noch etwas Spannung auf. Oyten hatte durch Dennis Wiedekamp und Jonas Reinke zwei gute Chancen. Doch in beiden Szenen reagierte Bassens Schlussmann Lukas Schuler auf der Linie glänzend. Die endgültige Entscheidung führte dann Luca-Ramon D’Agostino herbei, indem er einen Freistoß direkt verwandelte (84.). Bassens Uwe Bischoff war entsprechend glücklich mit dem Einzug in Runde zwei – Gegner am Sonntag wird der TSV Achim sein. Sein Pendant Axel Sammrey war aber nicht entsprechend unzufrieden: „Es war die erwartete Niederlage und ich kann damit leben. Die Gegentore tun weh, aber das wirft uns nicht um.“


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...