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Es geht ans Feintuning

Florian Cordes 18.07.2018 0 Kommentare

Tobias Naumann hat im ersten Testspiel gegen den MTV Großenheidorn eine gute Leistung seines Teams gesehen. In Euphorie verfällt der Coach aber deshalb sicherlich nicht.
Tobias Naumann hat im ersten Testspiel gegen den MTV Großenheidorn eine gute Leistung seines Teams gesehen. In Euphorie verfällt der Coach aber deshalb sicherlich nicht. (Björn Hake)

Vier schweißtreibende Wochen liegen bereits hinter den Handballern der SG Achim/Baden. Derzeit werden sie von ihrem Trainer Tobias Naumann eifrig auf die Saison 2018/2019 vorbereitet. Obwohl es noch rund sechs Wochen bis zum Start sind, wissen sie im SG-Lager schon jetzt, dass es eine intensive Serie in der Oberliga Nordsee wird. Denn die Liga ist in dieser Saison so stark besetzt wie noch nie.

Stichtag ist der 1. September: An diesem Sonnabend eröffnet die SG Achim/Baden ihre Oberliga-Saison mit einem Heimspiel gegen den TuS Rotenburg. Eine Woche zuvor steht bereits die erste Runde des Verbandspokals an. Naumann und Co. bleibt scheinbar noch genügend Zeit, um sich auf die Spielzeit vorzubereiten. Dieser Einschätzung schiebt der erfolgshungrige und engagierte Coach allerdings sofort einen Riegel vor. „So viel Zeit haben wir meiner Meinung nach nicht mehr, bis es wieder richtig losgeht“, findet Tobias Naumann, der mit seinem Team das reine Konditions- und Krafttraining größtenteils absolviert hat. „Die Schwerpunkte verschieben sich in den Einheiten allmählich. Wir haben uns viel draußen bewegt. Aber jetzt geht es auch wieder in die Halle“, sagt Naumann. Sprich: Langsam kommt der Ball immer mehr zum Einsatz. Was jedoch nicht bedeutet, dass der Aufbau der Ausdauer nun gänzlich aus dem Trainingsplan verschwindet.

Zudem hat die Spielgemeinschaft aus der Weserstadt bereits ein erstes Testspiel hinter sich: Der Gegner war gleich ein guter. Denn die SG Achim/Baden traf auf den amtierenden Meister der Oberliga Niedersachsen und Drittliga-Aufsteiger MTV Großenheidorn. Die Naumann-Sieben fuhr in dem Spiel ein respektables Resultat ein. Der Aufsteiger aus Wunstorf gewann den Test mit 26:22. Die Achimer erwischten in der Partie einen guten Start und gingen mit 5:1 in Führung. Beim Seitenwechsel stand es 12:12. Nach der Pause zog Großenheidorn auf 16:13 davon und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.

Stabilisierung ist wichtig

„Es war ganz gut, was wir gezeigt haben“, sagte Naumann. „Zudem haben bei uns ein paar Spieler urlaubsbedingt gefehlt.“ Überbewerten wollte der Trainer das Ergebnis gegen den Neu-Drittligisten dann aber auch nicht. „Wir müssen jetzt mit Sicherheit nicht euphorisch werden. Wir haben eine junge Truppe. Daher ist es wichtig, dass es jetzt mit der Stabilisierung losgeht.“ Oder anders ausgedrückt: Der nächste Schritt ist laut Tobias Naumann jetzt, dass er mit seiner Mannschaft ans Feintuning geht.

Bislang sei er jedoch komplett zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung. „Die Jungs sind alle sehr engagiert dabei“, lobte der Coach sein Ensemble. „Die Beteiligung ist sehr gut. Das muss auch mal positiv erwähnt werden.“ Verheißungsvoll würden sich bislang auch die neuen Spieler im Team präsentieren. „Von unseren neuen Spielern kann man in Zukunft einiges erwarten“, sagte Naumann über seine Zugänge.

Bis zum Stichtag werden die Achimer noch einige Testspiele absolvieren. „Unter anderem spielen wir noch gegen den TuS Vinnhorst und nehmen an einem Turnier in Nienburg teil“, gewährte Naumann einen Blick in den Spielplan der Vorbereitung.

Ein weiterer Härtetest wartet auf die SG Achim/Baden am 11. August. An diesem Tag steht ein Turnier in Fredenbeck an. Neben Achims künftigem Klassenpartner VfL Fredenbeck starten dort noch der TSV Ellerbek, die HG Hamburg-Barmbek sowie der Nordsee-Ligist SV Beckdorf.

Spätestens nach diesem Turnier dürfte sich Naumann auch zunehmend mit den Aufgaben in der Oberliga beschäftigen. Das ist aktuell noch nicht der Fall. Naumann weiß aber, dass eine intensive Saison auf die gesamte Liga wartet. „Wir haben in diesem Jahr eine sehr starke Liga. Es gibt allein drei Absteiger aus der 3. Liga sowie mindestens drei Teams, die auch ganz nach oben wollen“, sagte Naumann. „Für uns gilt es, an diese Teams den Anschluss zu halten.“

Um stark genug in die Saison zu gehen, trainieren die Achimer derzeit fünfmal pro Woche. Naumann: „Der Aufwand ist berechtigt. Denn wir haben – wie schon erwähnt – eine junge Truppe und wir stehen vor einer harten Saison.“


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...