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Jugendfußball
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Es wird wieder lauter

Patrick Hilmes 17.09.2019 0 Kommentare

Mit Stephan Hotzan hat die JSG Bierden-Uphusen eine Baustelle geschlossen, auf der zuletzt reichlich Abwechslung geherrscht hat.
Mit Stephan Hotzan hat die JSG Bierden-Uphusen eine Baustelle geschlossen, auf der zuletzt reichlich Abwechslung geherrscht hat. (Hake)

Achim. 0:6 gegen den FSV Langwedel-Völkersen. Dieses Ergebnis des MTV Riede am 21. Oktober vergangenen Jahres hatte Stephan Hotzan schlussendlich den Job gekostet. Wenige Tage später sprach sich die Mannschaft gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem Coach des Fußball-Bezirksligisten aus. Enttäuschung und Traurigkeit waren die vorherrschenden Gefühle beim Trainer, um den es danach erst mal ruhig geworden war. Doch die Ruhe hat nun ein Ende, nun ist Stephan Hotzan zurück und hat die U19 der JSG Bierden-Uphusen übernommen.

Die anschließende Ruhe nach seinem Engagement in Riede hätte der 49-Jährige aber eigentlich gar nicht nötig gehabt. „Ich brauchte die Pause nicht unbedingt, aber es tat auch mal ganz gut, ein paar Monate mal hier und mal da hinzufahren und einfach nur am Spielfeldrand zu stehen und dumm zu schnacken. Das war schön“, gibt er lachend zu Protokoll. Doch nun sei es gut gewesen, bereits nach der abgelaufenen Saison habe er gespürt, dass er wieder auf die andere Seite muss. „Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr am Spielfeldrand als Zuschauer stehen kann, das war dann mal gut gewesen. Ich habe gedacht: Ich muss wieder auf den Platz, ich muss wieder rumschreien“, betont Hotzan schmunzelnd. 

Zunächst aber musste er seine Rolle beibehalten. „Es gab einige Angebote und lose Gespräche, aber entweder hatte es von mir aus oder von dem Verein aus nicht gepasst.“ Vor rund drei Wochen meldete sich dann Florian Warmer bei Hotzan. Der Sportliche Leiter des Oberligisten TB Uphusen fragte, ob er sich nicht vorstellen könne, die U19-Landesliga-Truppe zu übernehmen. Eigentlich konnte er sich das jedoch nicht. Das Problem: „Der Jugendbereich ist nicht so meins.“ Doch Hotzan reizte auch die Aufgabe. „U19, das ist ja quasi schon Herrenbereich. Zudem spielt die Mannschaft in der Landesliga, da wird schon richtig guter Fußball gespielt.“ Somit entschied Hotzan, sich die Truppe anzuschauen, war anschließend überzeugt und übernahm den Posten. In der zweiten Runde des Bezirkspokals beim 4:2-Sieg über die FSG Heidmark saß der gebürtige Bremer erstmals auf der Trainerbank, da aber noch an der Seite von Oberliga-Coach Fabrizio Muzzicato.

Muzzicato hatte das Amt als Interimstrainer kurzfristig bekleidet, denn auf der Position des JSG-Coaches herrschte zuletzt reichlich Abwechslung. In der Vorsaison trainierte Dennis Janssen die U19, verabschiedete sich aber im Sommer nicht nur kurzfristig von der Oberliga-Mannschaft. Eigentlich sollte Betreuer Felix Stoick die Junioren anschließend leiten, doch laut Hotzan habe es Missverständnisse zwischen Stoick und Verein gegeben, weshalb auch Stoick nach nur einem Spiel auf der Trainerbank wieder seinen Hut nahm. Somit dürften nun mit der Verpflichtung Hotzans alle Beteiligten wieder glücklich sein. Stephan Hotzan ist es, denn er hat einen sehr positiven Eindruck in seiner ersten Woche als JSG-Trainer gewonnen. Daran änderte auch die 1:2-Pleite bei seiner Premiere gegen den TSV Stelle nichts (wir berichteten).

Der Coach ist überzeugt von seinen neuen Schützlingen: „Da sind viele gute Fußballer drin. Es fehlt zwar noch einiges, aber wenn es so weiter geht und sie gewillt sind, dann könnten, ein, zwei in Zukunft reinrutschen.“ Die Rede ist von der Oberliga-Mannschaft, bei der bereits einige Spieler wie etwa Noah-Vincent Daust, Maxim Schaf oder etwa Philipp Schippert ein wenig reinschnuppern durften.


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...