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Für die Mühen belohnt

Florian Cordes 16.01.2018 0 Kommentare

Team Ars Nova Tanzen
In der Vorrunde war das Team Ars Nova noch ein wenig aufgeregt. Das sollte sich im Großen Finale jedoch legen. (Picasa und MK-Photography, FR)

Düren. Die daheimgebliebenen Fans sind vom Team Ars Nova fleißig per Facebook mit Bildern und Informationen versorgt worden. Alle Anhänger, die sich nicht mit der Lateintanz-Formation aus Verden auf den Weg in die Arena Kreis Düren gemacht hatten, sollte schließlich genau erfahren, wie es der Mannschaft beim ersten Wettkampftag der zweiten Bundesliga erging. Ein Foto, das am späten Sonnabend auf der Facebook-Seite auftauchte, sollte verraten, dass es den Verdenern sehr gut ging. Das Team Ars Nova war glücklich. Schließlich beendete die Formationen ihren ersten Auftritt in Liga zwei auf dem vierten Platz.

Bei dem Turnier in Düren, dass von der FG Aachen/Düsseldorf ausgetragen worden war, mussten sich die Tänzer aus der Reiterstadt zunächst einmal mit der neuen und unbekannten Ausgangslage vertraut machen. Obwohl sie als Aufsteiger naturgemäß nicht zu den Favoriten zählten, durften die Verdener mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Nordrhein-Westfalen fahren. Denn schließlich hatten sie in der Vorsaison die Regionalliga dominiert und das Aufstiegsturnier als Erster beendet.

Mit Risiko verbunden

Angesichts der neuen Situation hatten die Trainer Lars Tielitz von Totth, Caroline von Totth, Iris Osterkamp und Christian Lux sowie einige Tänzer die Choreografie “Flow” entwickelt. Nach der Generalprobe wusste man im Team Ars Nova, dass sie gut für das Abenteuer zweite Bundesliga vorbereitet sind. Allerdings blieb da noch eine Unklarheit. „Mit einer neuen Choreografie in einer höheren Liga zu starten, ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Da wir nun aber auf bundesweiter Ebene antreten, mussten wir mehr bieten”, sagte Ars Nova-Pressewartin Madlen Kasten. Laut Kasten lebt die Choreografie von einer hohen Dynamik der Bilder auf der Tanzfläche und anspruchsvollen Figuren. „Um sich von seiner besten Seite zu präsentieren, hatte das Team insbesondere seit Ende November viel trainiert. Zwischen den Jahren traf sich die Mannschaft praktisch jeden Tag, um der Choreografie den letzten Schliff zu geben. Alle Tänzer waren hoch motiviert, ihre beste Leistung abzurufen“, sagte Kasten.

Der Liga-Neuling sollte für seine Mühen belohnt werden. Als Aufsteiger erreichten die Verdener auf Anhieb das Große Finale. „Die Mannschaft tanzte in der Vorrunde einen sehr sauberen und synchronen Durchgang, jedoch war die Anspannung noch stark zu spüren“, bilanzierte Madlen Kasten den ersten Zweitliga-Auftritt der Klubgeschichte.

Das Erreichen des Großen Finals sorgte bei Ars Nova für einen ordentlichen Motivationsschub. Als es um die Endplatzierungen ging, sei die Formation deutlich befreiter aufgetreten, meinte Kasten: „Durch den Überschwung traten zwar kleinere Wackler in den Schwierigkeiten auf, insgesamt steigerte die Formation jedoch ihre Leistung im Vergleich zur Vorrunde.“ Die Wertungsrichter setzten die Verdener schlussendlich auf den vierten Platz. Kasten: „Es bleibt jedoch tendenziell noch Luft nach oben, da die Mannschaften auf den mittleren Plätzen von der Leistung her dicht beieinander lagen.“ Den Sieg beim ersten Wettkampftag feierten die Gastgeber der FG Aachen/Düsseldorf. Sie wurden vom Kampfrichter mit Abstand am besten bewertet: Fünfmal wurde für die Rheinländer die Eins in die Luft gehalten. Platz zwei belegte der TSC Residenz Ludwigsburg. Platz drei ging nach Bietigheim. Das Team aus Weinheim tanzte sich im Großen Finale hinter Ars Nova auf Platz fünf vor.

„Bis zum nächsten Turnier wollen wir noch an den Schwierigkeiten wie der Lankenau und der Bodenpirouette, bei denen sich kleine Wackler eingeschlichen haben, arbeiten”, erklärte Madlen Kasten. „Klares Ziel ist, dass wir weiter oben angreifen und uns auch in der Tabelle verbessern wollen.” Das nächste Turnier findet am 27. Januar in Ludwigsburg statt. Die Daheimgebliebenen dürften sich dann sicher wieder auf reichlich Informationen im Internet freuen.


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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...