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Jugendhandball
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Gemeinsame Sache

Florian Cordes 21.05.2019 0 Kommentare

Die B-Jugend des TVO, in der sieben Achimer und acht Oytener spielen, hat sich das Ticket für die Oberliga-Vorrunde gesichert.
Die B-Jugend des TVO, in der sieben Achimer und acht Oytener spielen, hat sich das Ticket für die Oberliga-Vorrunde gesichert. (FR)

Achim/Oyten. Gespräche wurden schon sehr viele geführt. Manche davon waren sogar sehr intensiv. Schlussendlich einig ist man sich aber lange Zeit nicht geworden. Doch nun nehmen die SG Achim/Baden und der TV Oyten eine Kooperation im Jugendbereich in Angriff: Die beiden Klubs aus dem Nordkreis schicken in der neuen Handball-Saison in der männlichen B-Jugend zwei gemischte Teams ins Rennen, die sowohl aus SG- als auch aus TVO-Spielern bestehen. Eines davon hat am Wochenende bereits den ersten Erfolg gefeiert und das Ticket für die Oberliga-Vorrunde gelöst.

„Das Ganze ist ja schon eine längere Geschichte“, sagt Jürgen Prütt. Der erfahrene Coach kümmert sich in Zukunft um die kooperierende Mannschaft, in der der Leistungsgedanke eine gewichtige Rolle einnehmen soll und die in der neuen Spielzeit unter dem Namen des TV Oyten antritt. „Wir haben uns mit den Achimern mehrmals ausgetauscht, inwiefern man im männlichen Bereich zu irgendeiner Form der Zusammenarbeit findet.“ In diesem Jahr habe es nun geklappt, weil beide B-Mannschaften vor einem ähnlichen Problem standen, meint Prütt: „Es gab sowohl bei uns als auch bei den Achimern ein zweigeteiltes Leistungsbild.“

Die Initiative, die jeweils besten Spieler beider Teams in einem Ensemble auflaufen zu lassen, sei dann von Achimer Seite gekommen, erklärt Prütt: „Damit sind sie bei uns in Oyten auf offene Ohren gestoßen.“

Ähnlich beschreibt Thorben Schmidt, der bei der SG Achim/Baden in der Jugendarbeit involviert ist, das Zustandekommen der Kooperation. „Carsten Meyer (Trainer der Achimer B-Jugend in der Saison 2018/2019, Anm. d. Red.) und Jürgen Prütt waren sich bei einem Gespräch einig, dass weder die Oytener noch unsere B-Jugend die Oberliga erreichen kann. In beiden Teams waren aber Jungs dabei, die das Potenzial für diese Klasse haben. Und so kam die Frage auf, ob diese Jungs irgendwo hinwechseln oder man lieber einen gemeinsamen Kader bildet, der die Qualifikation zur Oberliga-Vorrunde angeht.“ Nach weiteren Gesprächen haben sich die SG und der TVO für Letzteres entschieden.

Es soll aber nicht bei der einen Sieben bleiben, die die Oberliga-Teilnahme anpeilt. Prütt und Schmidt erklärten zudem, dass es noch eine zweite B-Jugend-Mannschaft geben soll, die unter dem Namen der SG Achim/Baden auf Regionsebene antritt. Dass es jetzt zur Zusammenarbeit kommt, stellt sowohl Prütt als auch Schmidt sehr zufrieden. „Vonseiten der Achimer gibt es einen großen Vertrauensvorschuss, weil das Projekt mit der ersten Mannschaft schon in Oytener Hand gegeben wird“, erläutert Prütt. Thorben Schmidt hofft zwar, dass die Achimer auf längere Sicht den Weg zurück zur SG finden, doch das stehe vorerst im Hintergrund. „Die Jungs sollen sich vor allem gut entwickeln. Für beide Seiten kann diese Kooperation Vorteile haben. Wir haben den Spielern dieses Modell vorgestellt und sie finden es gut. Wie es dann in Zukunft weitergeht, muss man abwarten.“

Jürgen Prütt kümmert sich allerdings nicht alleine um das Team des TV Oyten. Ihm zur Seite stehen Yanik Grobler und Marc Lange. Und auch in Sachen Trainerteam soll noch Verstärkung aus Achim kommen. Prütt: „Martin Dybol (Keeper der SG Achim/Baden II, Anm. d. Red.) hat sich angeboten, den Posten des Torwart-Trainers zu übernehmen.“

Dass die Kooperation den gewünschten Erfolg erzielen kann, hat das Kooperationsteam am Wochenende bereits angedeutet. Denn das erste Etappenziel haben die Nachwuchs-Handballer erreicht: In der neuen Saison nehmen sie an der Oberliga-Vorrunde teil. Bei ihrem Relegationsturnier schnappte sich das Team in einer anspruchsvollen Gruppe den ersten Platz. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen den TV Schiffdorf gewann Oyten gegen den TuS Komet Arsten, Spaden und die HSG Schwanewede/Neuenkirchen. „Es war nicht damit zu rechnen, dass wir uns sofort das Ticket für die Vorrunde der Oberliga sichern“, sagt Prütt. „Aber die Jungs haben sich für ihren großen Trainingsaufwand belohnt. Jetzt dürfen sie sich bald mit den besten Teams aus dem Verband messen.“


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