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Leichtes Spiel für den TB Uphusen

Patrick Hilmes 05.05.2019 0 Kommentare

Philipp-Bruno Rockahr (blaues Trikot) machte mit dem FC Hagen/Uhtlede was er wollte.
Philipp-Bruno Rockahr (blaues Trikot) machte mit dem FC Hagen/Uhtlede was er wollte. (Björn Hake)

Achim. Freistoß FC Hagen/Uthlede von der linken Seite – rein in den Sechzehner des TB Uphusen. Top-Torschütze Justin Dähnenkamp kommt per Kopf an den Ball und einen Bruchteil einer Sekunde später schnellt der Arm von Keeper Christian Ahlers-Ceglarek nach oben und wehrt den Ball so gerade eben noch zur Ecke. Diese Szene aus der 24. Minute der Fußball-Oberliga-Partie zwischen dem gastgebenden TBU und den Hagenern war das Außergewöhnlichste an diesem Tag. Eine Chance des FC hatte Seltenheitswert, der Rest, der wiederholte sich hingegen in den 90 Minuten immer wieder. Und das waren Uphuser Spieler, die jubelnd über den Platz liefen. Und das gleich ganze achtmal – siebenmal nach eigenen Toren, einmal nach Abpfiff. Der TB Uphusen fertigte den FC Hagen/Uthlede mit 7:0 (3:0) ab.

Das Hinspiel in der Festung an der Blumenstraße war noch ein Fight gewesen, den der FC nicht unverdient für sich entschieden hatte. Doch davon war im Rückspiel nicht ansatzweise etwas zu sehen. Das war deutlich, das war verdient, das war wichtig und das war stark. So kann die Partie aus Sicht des TB Uphusen zusammengefasst werden. Aus Sicht des FC Hagen/Uthlede sah das gänzlich anders aus: das war gar nichts, das war nicht mal Landesliga-Niveau, das grenzte an Peinlichkeit.

Unterirdische Gäste

Und das war so von der ersten Sekunden an. Mit Anpfiff gab der TB Uphusen sofort den Ton an, das Tempo vor und die Gäste liefen hilflos hinterher. Es entwickelte sich entsprechend eine Partie auf ein Tor. Erstmals das Nachsehen hatte Uphusens Ex- und jetziger FC-Torwart Tjark Mertha in der fünften Spielminute. Seinen Job übernahm der Pfosten bei einem Freistoß von Sebastian Kurkiewicz. Pech für den TBU. Doch in Minute 14 durfte dann erstmals gejubelt werden. Auf der linken Angriffsseite setzte sich Philipp-Bruno Rockahr gegen Meiko Gagelmann und dann auch gegen Justin Sauermilch spielend leicht durch, gab zurück an den Fünfer und fand dort Nils Laabs. Der Ball sprang hoch und Laabs köpfte ein – 1:0.

Weckruf für Hagen? Beileibe nicht. Das Niveau der Gäste war von Anfang an unterirdisch und grub sich quasi mit jeder Minute immer tiefer unter die Erde. Entscheidend in dieser Phase auf der anderen Seite: Kevin Artmann. „Er war wieder sehr, sehr wichtig für uns, wie er sich positioniert hat, wie er die Bälle verteilt hat“, hatte auch TBU-Trainer Fabrizio Muzzicato erkannt. Artmann war es, der in Minute 26 selbst den Angriff einleitete und dann im Sechzehner gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Nils Laabs souverän. Und Artmann war es auch, der per sehenswertem Linksschuss das 3:0 markierte (36.).

Besserung aus Hagener Sicht brachte auch die zweite Hälfte nicht. In Minute 50 war Rockahr auf und davon, gestoppt wurde er von Mertha per Foul. Diesmal trat Viktor Pekrul zum Elfmeter an und stellte auf 4:0. Nun brachen alle Dämme beim FC, er war nicht nur einen, sondern immer zwei bis drei Schritte zu spät. „Ergeben haben die Jungs sich auf keinen Fall. Wir haben Uphusen einfach mit unserer Spielweise die Räume gegeben, die Uphusen haben wollte. Und dann haben sie es einfach auch stark gespielt“, nahm FC-Coach Carsten Werde seine Mannen in Schutz.

Schutz ist das Stichwort für die drei weiteren Treffer. Pekrul in der 57., Rockahr in der 64. und Kerem Sahan in der 66. Minute bekamen bei ihren Toren lediglich Begleitschutz. Anschließend konnten die Gäste froh sein, dass der TBU nun den Fuß vom Gas nahm und das Ergebnis nicht noch zweistellig gestaltete. „Wir waren einfach nicht auf dem Platz. Dennoch stecken wir nicht alle in einen Sack und und hauen nun drauf, dafür ist die Saison zu gut. Nichtsdestotrotz darf so ein Ergebnis nicht sein“, resümierte Werde. Auf der anderen Seite sprach Muzzicato von einem „fast perfekten Fußballspiel“.


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...