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Männerfreie Zone

Patrick Hilmes 04.07.2019 0 Kommentare

Die amtierende Deutsche Meisterin Julie Mynou Diederichsmeier hat mit ihrem DM-Pferd Carlucci für das Lohberg-Turnier gemeldet.
Die amtierende Deutsche Meisterin Julie Mynou Diederichsmeier hat mit ihrem DM-Pferd Carlucci für das Lohberg-Turnier gemeldet. (Friso Gentsch/dpa)

Kirchlinteln. Carsten Biermann und Hilmar Meyer. Das waren die Reiter, die sich in den Jahren 2018 und 2017 den Sieg im S**-Springen mit Siegerrunde beim Lohberg-Turnier sicherten – zwei männliche Starter bejubelten somit den Sieg. Die Wahrscheinlichkeit, dass 2019 bei der 71. Auflage des Turniers vom RV Graf von Schmettow wieder ein Mann die goldene Schleife umgehängt bekommt, ist aber sehr gering. 

Von Freitag bis Sonntag stehen wieder die diversen Prüfungen auf dem Turnierplatz in der Kirchlintelner Hasenheide an. Bei der höchstdotierten, dem S**-Springen mit Siegerrunde am Sonntag, gelten vor allem die weiblichen Starter als Favoriten. Das hat zweierlei Gründe. Zum einen haben bisher lediglich sechs Männer für die Prüfung gemeldet, dem gegenüber stehen zehn Amazonen. Unter diesen sechs Männern ist weder Hilmar Meyer, der sich mittlerweile im sportlichen Ruhestand befindet, noch Vorjahressieger Carsten Biermann vom RFV Nienburg. Auch andere lokale Top-Reiter wie Harm Lahde, Markus Beerbaum oder Bernd Rubarth stehen nicht auf der Starterliste.

Der andere Grund sind die Damen selbst, denn insbesondere drei von ihnen würden eh mit zu den Top-Favoriten gehören, egal welche ihrer männlichen Kollegen gemeldet hätten. Eine von ihnen weiß auch, wie man beim Lohberg-Turnier den Sieg davon trägt. Und nicht nur dort, seit Kurzem kann sie sich nämlich auch Deutsche Meisterin nennen. Die Rede ist von Julie Mynou Diederichsmeier. Auf Carlucci schnappte sie sich Mitte Juni DM-Gold, 2016 wurde sie beim Lohberg-Turnier mit Pius ganz vorne geführt. Beide Pferde hat die Reiterin des RV Aller-Weser auch für das anstehende Wochenende vorläufig angemeldet, zwei Startplätze im S**-Springen ebenso. Ebenfalls bei der DM und nun auch beim Lohberg-Turnier wird sich auch Mylene Diederichsmeier im Parcours präsentieren.

Zu den Top-Favoriten gehört vor allem auch die seit Wochen in bestechender Form reitende Alexa Stais. Die in Morsum wohnende Südafrikanerin bestätigte ihr anhaltend hohes Niveau kürzlich mit drei Siegen auf S-Niveau beim Reitturnier in Isernhagen, wo sich auch Harm Lahde, Markus Beerbaum, Meredith Michaels-Beerbaum, Gabriele Heemsoth sowie Kathrin Meyer zu Strohen erfolgreich präsentierten. Das Favoriten-Trio komplettiert eine Reiterin, die weiß, wie man vorne beim Lohberg-Turnier mitreitet jedoch noch nicht ganz vorne. 2017 und 2018 verpasste die Achimerin Paula Schlenker jeweils um weniger als eine Sekunde den Sieg und musste sich somit beide Male mit der silbernen Schleife begnügen. 2019 startet sie mit Scrabble GP den nächsten Anlauf. Und damit nicht genug der lokalen Akteure in der Prüfung mit der höchsten Schwierigkeitsstufe des Turniers. Auch Hedda Roggenbuck, Marie Baumgart (beide RV Aller-Weser) und Anja-Sabrina Heinsohn liebäugeln mit einer Top-Platzierung.

Das Lohberg-Turnier besteht aber nicht nur aus dem S**-Springen am Sonntag. Drei Tage lang bietet es Reitern auf unterschiedlichstem Niveau und Alter die Möglichkeit, sich in den Spring- und Dressurprüfungen zu messen. Und das Interesse ist groß. So wollen sich nach derzeitigem Stand ganze 34 Paare im Viereck bei der höchsten Dressurprüfung der Klasse S* zeigen. Mit dabei sind auch zwei große Nachwuchshoffnungen aus dem Kreis Verden: Maja Schnakenberg und Imke Stoll. Schnakenberg, die für den RV Hülsen-Aller startet, hat gleich doppelt genannt. Die Kirchlintlerin Imke Stoll hat in dieser Saison den Umstieg vom Pony aufs Pferd gemeistert und sich zuletzt beim Preis der Besten in Warendorf beweisen können. In der S*-Dressur beim Lohberg-Turnier wird sie ein Pferd ins Viereck führen.

Seitens der Veranstalter vom RV Graf von Schmettow dürften die Hoffnungen insbesondere darauf ruhen, dass die angekündigten Reiter auch wirklich zugegen sein werden. In den vergangenen beiden Jahren hatte das Turnier mit reichlich kurzfristigen Absagen zu kämpfen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...