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Marin Wrede: Viel gelernt

Florian Cordes 16.05.2019 0 Kommentare

Bereits im Trikot des TSV Daverden war Marin Wrede ein Leistungsträger. Zu einem Führungsspieler hat er sich auch jetzt beim Oberligisten HSG Nienburg entwickelt.
Bereits im Trikot des TSV Daverden war Marin Wrede ein Leistungsträger. Zu einem Führungsspieler hat er sich auch jetzt beim Oberligisten HSG Nienburg entwickelt. (Björn Hake)

Thomas Panitz hat Recht behalten. Im April 2017 – damals war Panitz noch Coach des TSV Daverden – orakelte er, dass sich Marin Wrede auch in der Handball-Oberliga durchsetzen könne. Wrede hatte sich vor zwei Jahren dafür entschieden, Daverden in Richtung HSG Nienburg zu verlassen. Für den Rückraumspieler ging es von der Verbands- in die Oberliga. Und Marin Wrede hat sich in der Tat in der vierten Liga behauptet. Bei der HSG, die in der Oberliga Niedersachsen zu den Topteams zählt, hat er sich zu einem Leistungsträger gemausert – genauso wie es sein Ex-Coach vorausgesehen hat.

Sein aktueller Trainer, Carsten Thomas, hält ebenfalls große Stücke auf Marin Wrede. Der Coach der HSG Nienburg hat den Rückraumspieler nach dem überzeugenden 33:19-Heimsieg gegen die HSG Plesse-Hardenberg als „aggressiven Leader“ betitelt. Thomas machte damit deutlich, dass Wrede ein Anführer bei den Nienburgern ist. Der Gelobte geht durchaus selbstbewusst damit um, wie ihn sein Trainer Mitte März bezeichnete: „Dass ich mittlerweile ein ,aggressiver Leader‘ bin, kann man schon unterschreiben. Allerdings bin ich das nicht alleine.“ Er teile sich die Rolle mit seinem Mitspieler Steve Kählke. „Wir ergänzen uns ziemlich gut“, findet Wrede.

Zahlen belegen die Entwicklung

Zwei Spielzeiten hat der frühere Daverdener, der einst auch bei der SG Achim/Baden, beim TV Oyten und TSV Morsum gespielt hat, nun mit der HSG Nienburg hinter sich. Und in dieser Zeit habe er sehr viel gelernt. „Spielerisch habe ich schon einen großen Schritt nach vorne gemacht“, schätzt Wrede seine eigene Entwicklung ein. „Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass ich während meiner Zeit in Nienburg schon drei Trainer hatte.“ Sein erster Coach bei der HSG war Dirk Pauling, der von Claas Wittenberg abgelöst wurde, bevor Carsten Thomas das Team übernahm. „Es macht viel aus, wenn man durch verschiedene Trainer auch verschiedene Konzepte kennenlernt“, sagt Wrede, der von seinem aktuellen Trainer vor allem auf der halbrechten Rückraumposition eingesetzt wird.

Für einen Rechtshänder ist es nicht einfach, auf dieser Position in der Oberliga zu spielen, das weiß auch der 25-jährige Marin Wrede. Doch ihm gelingt es dennoch viel Torgefahr zu erzeugen. „Das liegt aber auch daran, dass ich mit unserem Rechtsaußen gut zusammenspiele“, meint Wrede.

Dass er in den beiden Spielzeiten in der Oberliga Niedersachsen eine positive Entwicklung hingelegt hat, belegen auch die Zahlen. In seiner ersten Saison kam Marin Wrede 24-mal zum Einsatz und erzielte dabei 57 Tore. Noch besser lief es für ihn in der Serie 2018/2019. Er stand einerseits in einer Partie mehr auf dem Parkett und markierte andererseits viele Tore mehr: 85 waren es am Ende der Saison. Und auch mit seiner Mannschaft machte er einen Sprung nach oben. Vor einem Jahr fand sich die HSG Nienburg auf dem fünften Platz der Abschlusstabelle wieder, die jüngste Serie schloss die Thomas-Sieben als Dritter ab. „Höhepunkt dieser Saison war ganz klar das letzte Spiel im Jahr 2018“, erinnert sich Wrede. Im Dezember bezwang die HSG den späteren souveränen Meister TuS Vinnhorst mit 32:30. „Was da bei uns in der Halle los war, das war unglaublich“, sagt der Rückraumspieler. Überhaupt sei die Stimmung in Nienburg stets gut. „Es gibt dort schon viele Handballverrückte. Das gefällt mir, und auch das familiäre Umfeld bei der HSG.“

Diese Aspekte haben ihn dazu bewogen, auch in der neuen Saison für Nienburg zu spielen. Und in dieser könnte es zu einem Wiedersehen mit der SG Achim/Baden kommen. In der Serie 2019/2020 werden die beiden Oberligen nach der geografischen Lage der Klubs eingeteilt. Wrede: „Es hätte sicher seinen Reiz, in der Nordseeliga zu spielen. Aber eigentlich ist es auch egal, gegen wen wir spielen. Wichtiger ist, dass ich jedes Spiel gewinnen will.“


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Leserkommentare
Video2000 am 18.10.2019 19:07
Zynisch könnte man sagen, in vielen Schulen in BHV siehts ja nicht besser aus. Nein, man hat schon viel zu viel Geld in dieses "Wahrzeichen" ...
Bunker-F76 am 18.10.2019 19:04
Bedeutet dies auch, dass der Mann im Falle einer Verurteilung in ein Jugendgefängnis muss?