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Fußball-Bezirksliga
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Nur noch drei Schritte

Niklas Johannson 05.05.2019 0 Kommentare

TSV-Akteur Jannik Tölle (rechts) brachte die Wümmekicker früh auf die Siegerstraße.
TSV-Akteur Jannik Tölle (rechts) brachte die Wümmekicker früh auf die Siegerstraße. (Björn Hake)

Ottersberg. Die Fußballer des TSV Ottersberg haben im Meisterschaftskampf der Bezirksliga Lüneburg 3 ihre Hausaufgaben gemacht und den SV Vorwärts Hülsen im Schongang mit 6:0 (2:0) bezwungen. „Das war ein Spiel, in dem wir nicht gefordert worden sind und völlig ungefährdet gewonnen haben“, sagte TSV-Trainer Jan Fitschen, der kritisch ergänzte: „Wir haben uns aber leider teilweise dem Nichtstun angepasst. Phasenweise hätte ich mir ein bisschen mehr Intensität gewünscht“.

Die Gäste, die durch die unerwarteten Siege der Konkurrenz plötzlich wieder mittendrin im Abstiegskampf stecken, hatten bereits nach drei Minuten Glück, dass Jannik Tölle aus der Distanz nur den Querbalken traf. Nach einer Viertelstunde hatte Kapitän Dominik Rosenbrock gleich zweimal die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber kläglich (13./14.). In der Folge kontrollierte der SVV die Partie in der Defensive und ließ nur wenig zu. Wie aus dem Nichts erzielte dann aber Tölle das 1:0 für Ottersberg (31.). Vorausgegangen war ein Fehler von SVV-Torwart Björn Schnabel, der unnötigerweise bis an die Strafraumgrenze herausgestürmt war und das Leder im Luftkampf gegen Jan Hendrik Stubbmann nicht richtig wegfausten konnte. Dadurch hatte Tölle einfaches Spiel und schob ins leere Tor ein. „Wir hatten das Ziel, lange die Null zu halten. Diesen Plan haben wir bis dahin auch gut umgesetzt, aber unser Torwart hat uns dann einen Strich durch die Rechnung gemacht“, haderte Hülsens Trainer Marc Jamieson und führte fort: „Die Aktion ist an der Strafraumgrenze, da darf ein Torwart nicht herauskommen.“

Sieben Minuten später versenkte Stubbmann die Kugel aus rund 20 Metern ins rechte Eck – 2:0 (37.). Mit diesem Ergebnis pfiff Schiedsrichter Claas-Frerich Wiegel vor rund 100 Zuschauern zur Halbzeit. Kurz nach dem Seitenwechsel nutzte Tobias Stripling jede Menge Freiraum am Sechzehner und nagelte den Ball zum 3:0 in die Maschen – spätestens jetzt war die Partie aufgrund offensiv nicht existierender Hülsener entschieden.

An die folgende halbe Stunde des Spiels möchte Schnabel wohl am liebsten nie wieder zurückdenken wollen, denn an allen drei weiteren Gegentoren hatte der Schlussmann maßgeblichen Anteil. „Von unseren sechs Gegentoren waren vier haltbar“, kritisierte Jamieson. Zuerst unterlief Schnabel in der 59. Minute eine Ecke, sodass Tölle aus einem Meter nur noch einköpfen musste – 4:0. Wenig später zirkelte Freistoßspezialist Nicklas Falldorf den Ball aus halbrechter Position ins Netz zum 5:0 (71.). Dabei schlug der Schuss relativ mittig ein, doch die Höhe reichte, um Schnabel schlecht aussehen zu lassen.

Acht Minuten später setzte Falldorf erneut durch einen direkt verwandelten Freistoß den 6:0-Schlusspunkt. „Auch das ist sein Ding, weil es die Torwartecke war“, sagte Jamieson, der im kommenden Spiel gegen die TSG Wörpedorf-Grasberg wohl wieder selbst das Tor hüten wird. Erst fünf Minuten vor dem Ende erarbeitete sich Hülsen die allererste Ecke. Ein Rätsel, wie dieses Team kürzlich in Etelsen gewinnen konnte. Jamieson versuchte zu erklären: „Wir waren heute nicht in Topbesetzung da und haben auch keinen guten Tag erwischt. Zum Glück hat Ottersberg nur das Nötigste gemacht, sonst hätte es auch 10:0 ausgehen können.“ Der TSV festigte seine Spitzenposition in der Tabelle und konnte immerhin ein Tor auf den ebenfalls siegreichen TuS Hambergen gutmachen. „Das Torverhältnis kann entscheidend werden“, betonte Fitschen, der es sich leisten konnte, David Airich zu schonen. „Er hatte leichte Schulterprobleme“, erklärte der Coach und ergänzte: „Es kommt uns jetzt zugute, dass wir ein spielfreies Wochenende haben und so die letzten Kräfte bündeln können“. Denn für den TSV Ottersberg sind es jetzt nur noch drei Schritte bis zum ganz großen Ziel.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?