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Ottersberg gegen Verden: Lokalderby elektrisiert die Lager

Nico Brunetti 26.09.2019 0 Kommentare

Am Freitagabend dürfte es wieder viele intensive und packende Duelle zwischen Ottersberg und Verden geben.
Am Freitagabend dürfte es wieder viele intensive und packende Duelle zwischen Ottersberg und Verden geben. (Björn Hake)

„Das sind die Spiele, die wir haben wollten“, frohlockt Jan Fitschen, Trainer des Landesliga-Aufsteigers TSV Ottersberg. In ihm schlummert dabei eine große Vorfreude – genauso wie seine Fußballer brennt er schon auf das Derby am Freitagabend um 19 Uhr gegen den FC Verden 04. Es soll der Beginn einer fantastischen Heimserie werden. „Wir wollen zu Hause eine Macht sein.“

Den Anfang wollen die Ottersberger mit dem 2:0-Sieg im bisher letzten Heimspiel gegen den SV Teutonia Uelzen gemacht haben. Zumindest ein weiterer Erfolg am Freitag erscheint momentan realistisch. Der TSV ist formstark unterwegs, katapultierte sich mit sieben Zählern aus den vergangenen drei Spielen auf den achten Tabellenplatz. Fitschens Schlagworte für den Erfolg: „Geschlossenheit, Laufstärke und Mentalität.“ Dinge, die Ottersberg laut des Coaches auch unbedingt auf den Platz bringen muss. „Nur, wenn wir unsere Qualitäten zu hundert Prozent abrufen, sind wir in der Landesliga konkurrenzfähig.“

Es ist also auch die Demut, die für den aktuellen Erfolg verantwortlich ist. Die Beteiligten des TSV Ottersberg wissen demnach, wie es um die Kräfteverhältnisse bestellt ist. Andere Vereine, wozu Fitschen auch den FC Verden 04 zählt, hätten mehr Möglichkeiten. Wenige hat aber auch der Aufsteiger nicht: Gerade im Offensivbereich gibt es viele Optionen für den Trainer. „Es liegt dann an mir, die richtige Lösung zu finden. Wir haben viele verschiedene Spielertypen und variabel ausgebildete Spieler“, beschreibt Fitschen, der einige Entscheidungen in puncto Aufstellung aus dem Bauch heraus trifft. Gegenüber dem 4:2-Sieg beim VfL Güldenstern Stade kündigt er aber an, wenig verändern zu wollen.

Zuversicht auf beiden Seiten

Auf ähnliches Personal wie in der Vorwoche setzt auch der Gast aus Verden. Jedoch ist Angreifer Maximilian Schulwitz angeschlagen, für ihn wird Radif Alijan in die Startelf rücken. Dort steht mit Jan-Ole Müller garantiert auch erneut ein junges Eigengewächs, wie Co-Trainer Andreas Dressler verrät. Nicht im Kader des Landesligisten ist dagegen Richard Sikut. Er fehlt nach seiner Heirat aufgrund seiner Hochzeitsreise für weitere drei Wochen. Aber auch ohne ihn glauben die Verdener, für das Spiel in Ottersberg gut gerüstet zu sein. Eine Zuversicht, die auf die bisherigen Leistungen der Saison basiert.

„Es macht Spaß, eigentlich stimmt alles. Die Mannschaft ist intakt, wir spielen viele Torchancen raus und der Spielaufbau ist so, wie wir uns das vorstellen. Hier entwickelt sich etwas Positives, wir sehen die Ergebnisse unserer harten Arbeit“, berichtet Dressler freudig, muss allerdings auch ein Aber anfügen. „Wir sehen die Ergebnisse nicht in der Tabelle.“ Denn: Die Verdener stehen nur auf Platz zehn und haben sich das selbst zuzuschreiben. Vor allem in den vergangenen drei Begegnungen verschenkte das Neubarth-Team durch mangelnde Chancenverwertung jeweils den Sieg und spielte stattdessen nur Unentschieden. Unmittelbar nach dem Abpfiff gegen Emmendorf zuletzt, als Verden einen späten 2:2-Ausgleichstreffer kassierte, war der Frust enorm groß. Dressler: „24 Stunden danach kommt dann aber der Moment, wo man loslässt und den Blick nach vorne richtet.“

Bedeutet: Der FCV ist wieder motiviert, das zuletzt Gezeigte in Ottersberg erneut abzurufen – mit dem Unterschied, diesmal deutlich effizienter im Abschluss zu sein. Mit dem gleichen Elan möchten ebenso die Wümmekicker am Freitagabend agieren. Erwartet wird dabei eine große Kulisse. „Bei guten Spielen ist der Zuschauerandrang immer groß“, meint Ottersbergs Trainer Fitschen. Er prophezeit dabei eine torreiche Partie und hofft auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie gegen Verden. So gewann der TSV Ottersberg alle vergangenen fünf Duelle auf heimischen Platz. „Die Statistik lügt nicht. Ich hätte nichts dagegen, wenn es so bleibt.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?