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SG Achim/Baden: Ein Abend zum Vergessen

Florian Cordes 17.03.2019 0 Kommentare

Florian Block-Osmers (schwarzes Trikot) versuchte im Angriff vieles. Doch wie seinen Teamkollegen wollte auch dem SG-Routinier in Delmenhorst nicht viel gelingen.
Florian Block-Osmers (schwarzes Trikot) versuchte im Angriff vieles. Doch wie seinen Teamkollegen wollte auch dem SG-Routinier in Delmenhorst nicht viel gelingen. (Ingo Möllers)

Delmenhorst. Manche Abende gelten als legendär, die man am liebsten nie vergessen möchte. Wiederum sind da aber auch diese Abende, die man gerne schnell aus dem Gedächtnis löschen möchte, weil so gar nichts klappen wollte. Solch einen Abend haben am Sonnabend die Oberliga-Handballer der SG Achim/Baden erlebt. Ihnen wollte im Auswärtsspiel gegen die HSG Delmenhorst nichts gelingen. Die Achimer legten eines ihrer schwächsten Spiel in der laufenden Saison hin. Das zeigt auch das Ergebnis – 23:33 (10:17).

Wenn die SG Achim/Baden schwach spielt, ist ihr Trainer Tobias Naumann gerne schon einmal sauer. In Delmenhorst wirkte er nach dem Schlusspfiff hingegen sehr aufgeräumt. Der Coach der Gäste wusste nur zu genau, dass es nicht der Abend seiner Mannschaft gewesen war. „Das war von Anfang an nichts. Diese Partie müssen wir schnell abhaken“, sagte Naumann.

Die HSG Delmenhorst war laut ihres Trainers Jörg Rademacher mit dem Vorhaben ins Spiel gegangen, sofort präsent zu sein und das Kommando zu übernehmen. Mit Erfolg: Es war auf Anhieb zu erkennen, dass die Achimer es ziemlich schwer gegen den Tabellennachbarn haben dürften. Nach acht Spielminuten lag die Rademacher-Crew bereits mit vier Toren vorne – 5:1. Die Gäste aus Achim hatten große Probleme, sich gegen die stabile Abwehr der HSG Chancen zu erspielen. Naumann reagierte früh und legte in der achten Minute die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch.

Kurze Deckung gegen Tim Coors

In der Folge sollte es aber nicht besser werden. Delmenhorst dominierte das Spiel weiterhin. Auch eine kurze Manndeckung gegen HSG-Rückraumspieler Tim Coors sollte den Gästen nicht helfen. An seiner Stelle waren es andere Akteure der Heimsieben, die aus der zweiten Reihe die Tore erzielten. So dürften schon beim Pausenpfiff viele Zuschauer die Vorahnung gehabt haben, dass die HSG Delmenhorst einem lockeren Heimsieg entgegensteuert.

Dieser Eindruck verfestigte sich nach dem Seitenwechsel zunehmend. Als Achims Marvin Pfeiffer zum 13:22 aus Sicht der Gäste traf, war klar, dass es für die Gäste nur noch um Schadensbegrenzung ging. Das sollte zunächst allerdings nicht gelingen. Denn als die HSG zum 26:13 (45.) traf, deutete vieles auf ein Debakel der Gäste hin. Immerhin besserte sich die SG in der letzten Viertelstunde noch ein wenig und hielt die Höhe der Niederlage einigermaßen in Grenzen. Wobei sie noch immer deutlich ausfiel.

Mit der Pleite endete zudem eine Siegesserie der SG Achim/Baden, die immerhin vier Spiele lang andauerte. Der Höhepunkt des Laufs war der 31:8-Erfolg aus der Vorwoche gegen den Tabellenletzten TSV Bremervörde. „Und dieses Spiel war vielleicht noch in den Köpfen meiner Spieler“, sagte Tobias Naumann. Auch die Chance, nach einer gefühlten Ewigkeit das Punktekonto wieder ausgleichen zu können, habe in den Gedanken seines Teams eventuell eine Rolle gespielt.

Doch auch mit freien Köpfen hätten die Achimer in Delmenhorst wohl nicht gewonnen. Da war sich Naumann sicher: „Wir wissen, dass wir in dieser Liga mithalten können. Aber gegen diese Delmenhorster Mannschaft war für uns nichts zu holen. Dabei ist es schade, weil wir wohl den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt hätten machen können. Doch wir haben ja noch ein paar Chancen, um dieses Ziel zu erreichen.“

Heimcoach rundum zufrieden

Während Tobias Naumann mit der Vorstellung seiner Sieben haderte, war Jörg Rademacher rundum zufrieden. Er habe genau das gesehen, was er von seinem Team gefordert habe: „Wir wollten von Anfang an griffig sein, viel Druck ausüben und gut ins Spiel kommen. Das ist uns gelungen. Daher haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen.“


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Leserkommentare
IhrenNamen am 23.10.2019 20:54
Wie viel Papier man wohl sparen würde wenn man den Papieratlas einfach weglassen würde.
Hobbylandwirt am 23.10.2019 20:43
Peteris: "Und beschleunigen damit den von Menschen gemachten Klimawandel!"

Sie haben hoffentlich ein Elektroauto und keinen ...