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SV Vorwärts Hülsen hadert mit dem Schiedsrichter

Nico Brunetti 04.11.2018 0 Kommentare

Er musste dreimal hinter sich greifen: Hülsens Torhüter Marc Jamieson.
Er musste dreimal hinter sich greifen: Hülsens Torhüter Marc Jamieson. (Björn Hake)

Hülsen. Marc Jamieson, der Trainer des SV Vorwärts Hülsen, übt nur ungern Schiedsrichterkritik. Diesmal hat er es aber für angebracht gehalten, über die Leistung von Yannick Leinfels zu sprechen. „Er hat uns total verpfiffen. Wir haben gegen zwölf Mann gespielt“, meinte ein aufgeregter SVV-Coach. Ergo fühlte er sich vom Unparteiischen um einen Punktgewinn betrogen. Denn aus seiner Sicht hätte beim 0:3 (0:1) im Bezirksliga-Spiel gegen den TSV Ottersberg kein Tor zählen dürfen.

Er selbst war dabei gleich zweimal direkt beteiligt. Jamieson, der wieder einmal das Hülsener Tor hütete, kassierte in der 33. Minute seinen ersten Treffer. Nach einer einstudierten Eckballvariante verwertete Ottersbergs Top-Torjäger Jan Hendrik Stubbmann eine Kopfballverlängerung von Alexander Garuba zur 1:0-Führung und zu seinem zwölften Saisontor (33.). Jedoch beklagte Jamieson, währenddessen behindert worden zu sein. Und in den zweiten 45 Minuten zeigte er sich nicht damit einverstanden, dass Leinfels gleich zweimal auf Elfmeter für Ottersberg entschied. Zweimal, betonte Hülsens Trainer, habe kein Foulspiel vorgelegen. „Vor dem 0:2 tritt der Ottersberger unserem Spieler in die Hacken und der Schiedsrichter pfeift. Okay, da kann es noch sein, dass er das nicht richtig gesehen hat. Der zweite Elfmeterpfiff ist aber eine bodenlose Frechheit. Ich mache mich nur breit, so komme ich seit zehn Jahren raus und er pfeift“, beschrieb er. Der Gästetrainer Jan Fitschen hatte eine andere Sichtweise. „Beide Elfmeter waren berechtigt“, sagte er. Seinen Schützen war es letztlich egal: Sowohl Dominik Rosenbrock (52.) als auch Egzon Prcani (70.) verwandelten.

Aufgrund der Hektik, die dadurch entstand, habe Hülsen gegen Ende der Partie immer mehr nachgelassen. „Wir haben uns zu viel mit dem Schiedsrichter beschäftigt. Dadurch haben wir uns selbst aus dem Spiel genommen“, analysierte Jamieson, der seine Mannschaft ansonsten lobte: „Sie hat ein super Spiel gemacht. Sie hat die Taktik umgesetzt, gefightet. Es ist ärgerlich, dass wir verloren haben.“ In Hälfte eins, gestand Fitschen, habe Hülsen die eine oder andere Kontermöglichkeit heraufbeschworen. Für ihn hatte das mit den Umstellungen zu tun, die er nach zwei Niederlagen am Stück tätigte. „Ich wollte für die nächsten Wochen einen Konkurrenzkampf schüren und habe dafür in Kauf genommen, dass es in der ersten Halbzeit etwas zäh wird“, berichtete Ottersbergs Trainer. Und die erhoffte Steigerung trat seiner Meinung nach auch ein. „In der Halbzeit haben wir ein paar Korrekturen vorgenommen, unter anderem das Anlaufverhalten angepasst und eine andere Raumaufteilung gewählt. Mit zunehmender Spieldauer haben wir das dann super gemacht“, schilderte Fitschen.

Für ihn war es sehr positiv zu sehen, dass das Team wieder als Einheit aufgetreten ist. „Wir haben in der zweiten Halbzeit homogen gespielt und als Mannschaft funktioniert. Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte der TSV-Coach. Spieler wie Jannik Tölle oder Jan Schröder, die diesmal nur auf der Bank saßen, könnten aber im nächsten Spiel wieder in die Startelf rutschen. „Es ist alles offen. Alle haben die gleichen Möglichkeiten. Wir werden die Trainingswochen gespannt beobachten“, berichtete Fitschen.


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Leserkommentare
adagiobarber am 21.10.2019 18:36
viele kleine gelungene schritte ...

in eine verdiente, sichere zukunft.

glückwunsch.

manch' heimischer hat ...
bremenkenner am 21.10.2019 18:08
Leider sehen das hier sehr viele genau anders herum und sind im festen Glauben dass Afrika zig mal in Europa reinpasst. Und viele Afrikaner glauben ...