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TSV Etelsen weiter Erster

Nico Brunetti 15.09.2019 0 Kommentare

Die Schlossparkkicker traten dominant gegen den Aufsteiger aus Achim auf.
Die Schlossparkkicker traten dominant gegen den Aufsteiger aus Achim auf. (Björn Hake)

Etelsen. Direkt nach dem zweiten Treffer von Timo Schöning war Schluss am Schlosspark. Mit seinem Tor zum 4:0 in der allerletzten Aktion sorgte der Angreifer somit für den perfekten Schlusspunkt für den TSV Etelsen – und für einen aufgebrachten Sven Zavelberg. Der Trainer des TSV Achim, dem Etelser Gegner, machte seinem Ärger auch Luft. „Das 0:4 kotzt mich tierisch an. Es ist einfach unnötig, da ist keine Körperspannung mehr da gewesen“, kritisierte er.

Für ihn passte die Szene in der Schlussminute ins Bild. Bei der 0:4 (0:3)-Niederlage beim Spitzenreiter TSV Etelsen ließ Zavelberg insgesamt kein gutes Haar an der Leistung seines Teams. „Wir hatten zu viel Schiss, das hätte ich vor dem Spiel nicht erwartet. Und das werfe ich dem Team vor, auch wenn Etelsen für uns ohne Zweifel kein Maßstab ist.“ Diese Passivität und dieser mangelnde Mut, ergänzt durch zahlreiche Ballverluste im Spielaufbau, führten demnach zu einer solch einseitigen Begegnung. Aus der Sicht von Zavelberg hätte das in dieser Art und Weise nicht sein müssen. „Das ist eine gute Truppe, aber keine Übertruppe. Bei aller Liebe“, urteilte er über den Gegner.

In der Tat lieferten die heimischen Schlossparkkicker sicher keine Glanzleistung ab. Trotz alledem kann dem Tabellenführer der Bezirksliga eine überzeugende Vorstellung attestiert werden. Bis auf wenige Aktionen fand der TSV Achim offensiv praktisch nicht statt. Nur einmal wurde es so richtig gefährlich. Weil Verteidiger Kevin Bähr den Abschluss vom bemühten Alleinunterhalter Aykut Kaldirici (77.) aber von der Linie kratzte, blieb der Aufsteiger torlos. Zudem beanspruchten die Etelser die Spielkontrolle für sich. „Wir wollten dominant auftreten und haben das auch umgesetzt“, lobte Heimtrainer Nils Goerdel.

Zwei Traumtore von Gülalan

Die Überlegenheit münzte der Gastgeber in Tore um. Herausgehoben werden muss Stürmer Emrullah Gülalan. Der Neuzugang des Bremer SV schoss die beiden schönsten Tore des Tages. Beim Führungstreffer veredelte er ein Zuspiel von Bähr technisch anspruchsvoll mit nur zwei Kontakten: Einer Ballannahme mit links folgte der überlegte Abschluss mit rechts ins lange Eck (18.). Laut Goerdel kann hierbei über die Torwartleistung diskutiert werden. „Vom Gefühl her kann er ihn halten“, meinte Etelsens Trainer. Definitiv keine Chance hatte Achims Keeper Vincent Schicks dann aber beim zweiten Treffer Gülalans. Nach einem Pass von Nico Meyer zog er in Mitte und schlenzte den Ball sehr sehenswert aus über 20 Metern in den rechten Winkel (39.). Goerdel: „Den zeigt er auch häufiger im Training. Das ist sein Lieblingsschuss.“

Neben Gülalan fiel zudem Timo Schöning mit einem Doppelpack auf. Etelsens Stürmer traf pro Halbzeit je einmal. In Hälfte eins schloss er einen Einwurf der Schlossparkkicker erfolgreich zum 2:0 ab (25.). Im zweiten Durchgang dauerte es dagegen überraschend lange, bis er ein weiteres Mal einnetzte. Als er in der Schlussminute aber alleine auf Schicks zulief, versenkte Schöning eiskalt. Damit landete er im Privatduell mit dem Achimer Keeper dann doch noch einen Punkt. So wurde es in der zweiten Hälfte eigentlich nur noch gefährlich, wenn Schöning an den Ball kam. Zunächst scheiterte er bei seiner Doppelchance an der Latte und an seinem Unvermögen (47.), danach verhinderte Schicks nach einem Schöning-Abschluss mehrfach den Einschlag (50./57./81.). „Da hat er überragend gehalten“, kommentierte Goerdel, der mit dem Auftritt seines Teams zufrieden war. „Wir haben wenig anbrennen lassen.“ Zavelberg schaute lieber schnell nach vorne: „Wir müssen das als Lernprozess abhaken.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?