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Fußball Niedersachsenpokal
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Zufriedenheit mit Abstrichen

Patrick Hilmes 21.07.2019 0 Kommentare

Lief im linken offensiven Mittelfeld auf und war für das 2:0 des TB Uphusen zuständig: Sebastian Kmiec.
Lief im linken offensiven Mittelfeld auf und war für das 2:0 des TB Uphusen zuständig: Sebastian Kmiec. (Björn Hake)

Niedersachsenpokal-Achtelfinale auf heimischen Rasen gegen den BSV Kickers Emden. Das hat sich der TB Uphusen mit einem souveränen 3:0 (2:0)-Erfolg auswärts beim SV Brake verdient. Der Coach der Arenkampkicker, Fabrizio Muzzicato, zeigte sich nach dem Auftritt des Oberligisten gegen den Landesliga-Absteiger zufrieden, machte dabei aber ein paar Abstriche.

Zunächst galt es im Vorfeld für Muzzicato, eine erste Elf aufzustellen. Und entgegen einiger Formationen in der vergangenen Saison vertraute der Trainer nicht einfach auf die arrivierten Kräfte, sondern belohnte den im Training und den Testspielen geleisteten Aufwand. Bedeutete: Im Sturm durfte somit Elmehdi Faouzi von Beginn an ran und beispielsweise Philipp-Bruno Rockahr, der einige Einheiten urlaubsbedingt verpasst hatte, nahm zunächst auf der Bank Platz. „Das war ein fairer Umgang, wir haben die Vorbereitung bewertet und diejenigen dafür belohnt“, sagte Muzzicato. Doch Fußball ist ein Leistungssport und das bekam Torwart Marvin Ekuase zu spüren. Stammkeeper Christian Ahlers-Ceglarek hatte in der Vorbereitung aufgrund von Rückenschmerzen oftmals passen müssen, hütete aber gegen Brake das Tor. „Marvin hat viel Potenzial und das in den Testspielen auch gut gemacht. Aber er konnte noch nicht ganz so überzeugen, dass ich Zecke (Ahlers-Ceglarek, Anm. d. Red.) draußen lassen konnte.“

Dass Sebastian Kmiec in der ersten Elf stand, war nicht ungewöhnlich. Doch bisher spielte er auf der Position des Außenverteidigers, im Pokal beackerte er aber die linke Offensivseite. Und das mit Erfolg. Gleich in Minute 18 war Kmiec als Vollstrecker zur Stelle. Die Vorarbeit hatte Faouzi geleistet, indem er einen schlechten Braker Pass antizipierte und dann Kmiec in der Mitte des Strafraums bediente. Das war bereits das 2:0 für die Arenkampkicker. Das 1:0 war unmittelbar zuvor gefallen. Viktor Pekrul hatte sich über die rechte Angriffsseite durchgesetzt und fand den passend in den Raum gestarteten Rilind Neziri. Dieser ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und traf dann aus spitzem Winkel ins lange Eck. Das war in der 17. Minute, doch es hätte eigentlich nicht mehr nur das 1:0 für den TBU sein dürfen. „Wir hatten vorher schon zwei Hundertprozentige“, merkte Muzzicato an. Und so ging es auch bis zur Pause weiter. Faouzi, Neziri und auch Marius Winkelmann vergaben beste Chancen.

Kurz nach der Pause bäumte sich der Gastgeber etwas auf und Uphusen verlor seine Dominanz, ohne aber wirklich in Gefahr zu geraten. Und Mitte der zweiten Hälfte hatten Neziri und Co. wieder alles im Griff. Aber eben nicht so ganz, wie es sich der Coach gewünscht hätte. „Die Chancenverwertung muss eine bessere werden und auch die körperliche Dominanz, das ist mir in ein paar Szenen aufgefallen. Für Oberligaspieler muss da körperlich noch mehr gehen“, kritisierte Muzzicato. Im Großen und Ganzen war er aber zufrieden und durfte auch noch Treffer Nummer drei notieren, auch wenn ihn daran ebenfalls etwas nicht schmeckte. Erst eine weitere vergebene Großchance führte zu dem Eckball, dem sich das 3:0 anschloss. Der nun verpflichtete Aladji Barrie (wir berichteten) verlängerte die Ecke per Kopf auf den zweiten Pfosten, wo Eugen Uschpol zur Stelle war (90.+1).

Damit steht der TBU im Pokal-Achtelfinale und erfährt am Sonnabend, was in der Oberliga-Saison auf ihn zukommt. Kickers Emden ist nämlich Landesliga-Aufsteiger und zugleich auch eine Woche später Uphusens Auftaktgegner in der Liga. „Das wird dann ein anderes Kaliber“, weiß Muzzicato, der sich noch ein paar Sorgen bezüglich des Kaders macht. „Für Frithjof Rathjen beginnt jetzt die Zeit, in der er weniger trainieren kann. Das ist natürlich schwierig.“ Aber zumindest sieht der Coach nun in der Offensive keinen Handlungsbedarf mehr. „Vorne sind wir jetzt gut aufgestellt und etwas dynamischer als in der letzten Saison.“

Weitere Informationen

SV Brake - TB Uphusen 0:3 (0:2)

SV Brake: Lahrmann - Winkler, Kühl, Mark, Schwarting, Landwehr, Speer, Heidenreich (71. Kunst), Ince, Preuß, Pleus

TB Uphusen: Ahlers-Ceglarek - Pekrul, Uschpol, Winkelmann (58. Rockahr), Safi, Neziri, Kmiec, Laabs, Rathjen (76. Barrie), Buduar (68. Sahan), Faouzi

Tore: 1:0 Rilind Neziri (17.), 2:0 Sebastian Kmiec (18.), 3:0 Eugen Uschpol (90.+1)

Besonderes Vorkommnis: Ein Braker Spieler sieht in der 89. Minute die Gelb-Rote Karte PHI


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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:29
@Wesersteel ...

Rettungsdienste nur noch per/im Panzer ?

Oder Vorhandene mit Rammschutz ausrüsten ?
Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
Was ist "mangelnde soziale Kompetenzen"? Oder wollte @daa2011 einfach ein Schlagwort benutzen, um Bremer Eltern schlecht zu reden, die ihre Kinder in ...