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Zwei Matchbälle für Ottersberg

Patrick Hilmes 20.05.2019 0 Kommentare

Jan Schröder (grünes Trikot) und der TSV Ottersberg kamen zumeist am Gegner vorbei, auch wenn Marvin Wasmuth und Langwedel mit allen Mitteln verteidigten.
Jan Schröder (grünes Trikot) und der TSV Ottersberg kamen zumeist am Gegner vorbei, auch wenn Marvin Wasmuth und Langwedel mit allen Mitteln verteidigten. (Björn Hake)

Der größte Jubel ist erst einige Minuten nach Abpfiff aufgebrandet. Die Nachricht aus den Lautsprechern freute den TSV Ottersberg beinahe mehr als der eigene 5:1 (3:0)-Erfolg über den FSV Langwedel-Völkersen. Der Stadionsprecher verkündete, das Hambergen gerade eben gegen Heeslingen II mit 0:1 verloren hat. Da ballte auch TSV-Coach Jan Fitschen nochmals die Faust. Denn nun hat Ottersberg zwei Matchbälle, um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 perfekt zu machen. „Wir können es nun nächste Woche oder danach perfekt machen. Wann, ist mir eigentlich egal“, betonte Jan Fitschen, der aber dennoch keinen Ausrutscher sehen will und bereits am kommenden Sonntag beim VSK Osterholz-Scharmbeck den Aufstieg feiern will. Doch auch jetzt am Sonntag gab es bereits viel zu feiern.

Die Partie kam aber nur gemächlich in Fahrt. Langwedel stand tief und Ottersberg fand bis auf David Airich in Minute elf keine Lücken. Doch dann kam der Platzregen und mit ihm die Wümmekicker. Knapp sieben Minuten dauerte der Regen an. Als er vorbei war, hatten die Gastgeber die Vorentscheidung herbeigeführt. Der Führungstreffer war ein fulminanter. In Minute 24 dröhnte „ein geiles Ding“ aus den Zuschauerreihen. Martin Janot hatte mal eben aus 30 Metern abgezogen. Das überraschte so ziemlich alle, auch FSV-Keeper Moritz Nientkewitz, über dem der Ball im Netz einschlug. Das 2:0 ließ nur vier Minuten auf sich warten. Ein Doppelpass von Jan Hendrik Stubbmann mit Jan Schröder und schon war die Langwedeler Abwehrreihe ausgespielt. Stubbmann behielt dann vor Nientkewitz die Ruhe. Nun war der Platzregen vorbei und es ergaben sich reichlich Lücken für Ottersberg. Die nächste nutzte Egzon Prcani und flankte mustergültig auf Airich, der nur noch einnicken musste – 3:0 (38.). Zu diesem Zeitpunkt stand bereits bei Langwedel Daniel Stötzel im Tor, da sich Nientkewitz in der 35. Minute am Knie verletzt hatte. Der erste Höhepunkt in Halbzeit zwei war ein richtig guter: Dominik-Paul Zielinski zwang Ottersbergs Keeper Felix-Rolf Mindermann zu einer Glanzparade, mit der er den Ball an die Latte lenkte. Von da aus prallte der Ball zurück zu Viktor Heidt, dessen Kopfball ebenfalls an den Querbalken klatschte. Letztendlich war es Justin Schmidt, der den Ball zum 1:3 über die Linie beförderte.

Eine Langwedeler Aufholjagd blieb aber aus. Die Fitschen-Elf zeigte sich hingegen wieder gefährlich in der Offensive. In Minute 62 grätschte Dominik Rosenbrock am zweiten Pfosten nach Flanke von Egzon Prcani den Ball in die Mitte zu Airich – Saisontor Nummer 15 für die Ottersberger Schlüsselfigur. Der nächste Abstauber zum 5:1 gehörte Jannik Tölle (66.). Im Anschluss entwickelte sich ein lockeres Trainingsspiel, Langwedel wollte nicht mehr wirklich und Ottersberg vergab einen noch höheren Sieg. Für FSV-Coach Emrah Tavan war die Partie dennoch in Ordnung. „Wir waren teils passiv, waren meist nicht wach bei den zweiten Bällen, das ärgert mich. Aber ich will der Mannschaft auch keinen großen Vorwurf machen. Ottersberg hat das auch einfach super gemacht.“


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Leserkommentare
Bevenser am 22.10.2019 17:47
Man muss sich nicht künstlich blöd stellen. Wie es geht sieht man z.B. in Österreich - und nicht nur da.
peteris am 22.10.2019 17:39
Werden diese Menschen "losgelassen", dann gibt es erst wieder einen Stop in Deutschland.

Bereiten" wir " uns schon einmal darauf vor. ...