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Jahn-Obmann Marco Castiglione macht sich Sorgen um den Spielbetrieb der A- und B-Junioren
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„Das Problem wird so leider nicht gelöst“

Daniel Cottäus 22.12.2016 0 Kommentare

Fußball
Sportlich läuft es für Jan Kastens (rechts) und die A-Jugend der SG Delmenhorst: Das Team überwintert als Bezirksliga-Tabellenführer. Was die generellen Strukturen im A- und B-Jugend-Bereich angeht, sieht Jahn-Obmann Marco Castiglione allerdings vereinsübergreifende Probleme. (Ingo Moellers)

Damit der Spielbetrieb in den kommenden Jahren nicht gefährdet wird, macht das Trio künftig also gemeinsame Sache, bündelt die Kräfte, wenn man denn so will. „Der Schritt ist gut geplant, das Problem wird so aber leider nicht gelöst“, sagte Marco Castiglione, der Obmann des TV Jahn Delmenhorst, kürzlich in einer Presserunde.

Die Kooperation würde lediglich das Einzugsgebiet an Mannschaften vergrößern, jedoch nichts daran ändern, dass den Vereinen nach der C-Jugend die Spieler weglaufen. „Deswegen sind die A- und B-Jugend ja die kritischen Bereiche“, erläuterte Castiglione. So seien von der G- bis zur C-Jugend noch viele Eltern rund um die Mannschaft ihrer Kinder aktiv. „Damit ist danach aber Schluss.“ Darin sieht der Jahn-Abteilungsleiter, der die Verantwortung für 600 Mitglieder trägt, begründet, warum gerade im Winter nur wenig Turniere für A- oder B-Jugendliche angeboten werden. „Ich habe etwa 30 Einladungen für die F-Jugend und nur drei für die B-Jugend“, unterstrich er. Für die gastgebenden Vereine würde sich ein Turnier für die jüngsten Fußballer eben mehr rechnen. „Da ist die Halle voll, weil viele Eltern mitkommen, und ich kann ordentlich Süßigkeiten verkaufen. Das ist für Vereine eine echte Einnahmequelle.“ Diesen Eventcharakter gelte es, auch in den älteren Jahrgängen hinzubekommen.

Ein Bus per Crowdfunding?

Ein weiteres Problem, wenn plötzlich die Eltern fern bleiben, seien die Fahrten zu Auswärtsspielen, weil es schlicht und ergreifend an Autos fehle. Castiglione plant deshalb, einen Bus für die SG Delmenhorst, die Spielgemeinschaft mit dem TuS Hasbergen, anzuschaffen. Bis Sommer soll das erledigt sein. „Ich habe das mal überschlagen. 18 000 Euro für einen gebrauchten Neunsitzer müssten reichen.“ Möglichkeiten zur Finanzierung des Busses gebe es viele. „Ich denke da an Werbegemeinschaften oder Crowdfunding“, sagte Castiglione. Zur Erklärung: Beim Crowdfunding werden im Internet Geldspenden von Privatpersonen gesammelt, die, wenn das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist, je nach Höhe des gespendeten Betrags in der Regel mit verschiedenen Aufmerksamkeiten entlohnt werden. 


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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:29
@Wesersteel ...

Rettungsdienste nur noch per/im Panzer ?

Oder Vorhandene mit Rammschutz ausrüsten ?
Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
Was ist "mangelnde soziale Kompetenzen"? Oder wollte @daa2011 einfach ein Schlagwort benutzen, um Bremer Eltern schlecht zu reden, die ihre Kinder in ...