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Handball-Oberliga
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Liebe zum Handball prägt sein Leben

Gunnar Schäfer 08.10.2011 0 Kommentare

Ob früher als Spieler oder mittlerweile als Trainer – Neerstedts Coach Dag Rieken ist beim Handball immer mit Feue
Ob früher als Spieler oder mittlerweile als Trainer – Neerstedts Coach Dag Rieken ist beim Handball immer mit Feue (INGO MÖLLERS)

Dötlingen-Neerstedt. Der Handball zieht sich wie ein roter Faden durch Dag Riekens Leben. Bis heute hat der Sport den 42-Jährigen immer begleitet. Nachdem er in Norddeutschland mit dem Spielen begonnen hatte, zog es ihn später in das Rheinland. Seit 2007 ist der dreifache Familienvater zurück in der Heimat und gibt seine Erfahrungen als Trainer an die Oberliga-Mannschaft des TV Neerstedt weiter.

Angefangen, dem Handball nachzujagen, hat Rieken im Alter von sechs Jahren bei den Minis der SG VTB/Altjührden - heute besser bekannt unter dem Namen HSG Varel. Der gebürtige Wilhelmshavener kam zu dem Sport durch seinen Vater Wilke, der ab 1974 für die Friesländer aufgelaufen war und ab 1976 mit der Mannschaft in der Regionalliga Nord gespielt hatte, der damals zweithöchsten Spielklasse im deutschen Handball. Zusammen mit Ralf Koring und dem ehemaligen Nationalspieler Jan Fegter (unter anderem SG Hameln und SG Flensburg) sorgte Dag Rieken ab der E-Jugend für Furore auf dem Feld und bildete mit ihnen in der Jugendzeit ein torgefährliches Trio. Während Rieken und Fegter aus dem Rückraum erfolgreich waren, sorgte Koring für die Lücken am Kreis.

Schon während des letzten Jugendjahres wechselten die Drei geschlossen in die erste Herren, die damals in der 2. Bundesliga Nord aktiv war. "Damals traf ich auf Trainer Nikola Beslac, der mich sehr geprägt hat", blickt Rieken heute zurück - auch wenn der knallharte Kroate in Spielerkreisen nicht immer nur für gute Stimmung sorgte, beispielsweise wenn er beim Konditionstraining unzählige Treppen erklimmen ließ.

Weil er in Köln ein Sportstudium aufnahm, wechselte Rieken 1991 nach vier Jahren in der 2.Liga ins Rheinland zum TuS Niederpleis (Regionalliga). In den folgenden 16 Jahren sollte diese Gegend die Heimat des talentierten Spielmachers sein, in der er sich auch handballerisch bei Bayer Leverkusen und der SG Solingen in der 2. Liga weiter entwickelte. Für diese Entwicklung waren in Walter Traxel und Bob Hanning zwei in Deutschland sehr bekannte Trainer verantwortlich. In Solingen unternahm Rieken außerdem seine ersten beruflichen Schritte nach seinem abgeschlossenen Sportstudium und wurde sportlicher Leiter. "Da wehte mir erstmals der Wind der freien Wirtschaft um die Nase", erzählt er rückblickend. Parallel dazu spielte der 42-Jährige noch ein Jahr bei der HG Remscheid in der Regionalliga, ehe beide Tätigkeiten sich zeitlich nicht mehr vereinbaren ließen und er 2001 die Schuhe an den Nagel hängte.

Neben seinem Job als sportlicher Leiter war der Wilhelmshavener ab 2002 auch für das Junior-Team der Solinger in der Oberliga verantwortlich. Mit der A-Jugend des Klubs errang er 2007 zudem den deutschen Meistertitel. Zu der Zeit fungierte Rieken allerdings schon nicht mehr als sportlicher Leiter, sondern unterrichtete nach einer Zusatzqualifikationsmaßnahme Sport und Englisch an einer Hauptschule.

2007 brach der Familienvater seine Zelte im Rheinland wieder ab und ging nach Norddeutschland zurück. Nicht in seine friesische Heimat, sondern nach Wildes-hausen, weil er eine Lehrerstelle an der Förderschule der Diakonie Freistatt angenommen hatte. "Bereits 1998 hatte mich der Schulleiter Heiner Thiemann, der auch Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz ist, auf ein Engagement angesprochen. Damals habe ich mich für Solingen entschieden. Als ich nun in den Norden zurück wollte, habe ich ihn einfach angerufen", erklärt Rieken. Nach zwei Jahren als Trainer bei der A-Jugend in Diepholz übernahm er 2009 die erste Herrenmannschaft des TV Neerstedt.

Seitdem pflegt Rieken dort - im Gegensatz zu seinem ehemaligen Coach Beslac - einen kollegialen Führungsstil. "Mein Torwarttrainer Michael Schäfer arbeitet mit den Torhütern autark. Auch mein Co-Trainer Thomas Logemann gibt mir im Spiel Tipps - sechs Augen sehen mehr als zwei", sagt er. In den kommenden Jahren will der TVN-Trainer erst einmal mit seiner Frau und den drei Kindern in Wildeshausen wohnen bleiben und die junge Mannschaft der Neerstedter weiterentwickeln. "Aber ich bin offen für alles. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich noch einmal in den Norden zurückkomme", lässt Rieken alles Weitere auf sich zukommen. Schon in diesem Jahr hätte sich der Kreis für ihn fast wieder geschlossen, als die HSG Varel einen neuen Trainer suchte.


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 12:30
Vielleicht wissen wir am 1.11. um 11:11h mehr.


Sie meinen sicher den 11.11. um 11:11h?
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

Das britische £ - Sterling -
europaweit jetzt ...