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Tischtennis-Verbandsliga
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Ansage im Meisterschaftskampf

Andreas Lehmkuhl 07.10.2019 0 Kommentare

Der Ire Ryan Farrell war zu den Partien des TV Hude angereist und gewann alle seine Auftritte bei zwei klaren Siegen des TVH.
Der Ire Ryan Farrell war zu den Partien des TV Hude angereist und gewann alle seine Auftritte bei zwei klaren Siegen des TVH. (INGO MÖLLERS)

Hude. Der TV Hude I hat in der Tischtennis-Verbandsliga richtig Fahrt aufgenommen: Mit zwei 9:1-Siegen beim TuSG Ritterhude und gegen die TSG Dissen bleibt er Tabellenführer TSV Lunestedt II auf den Fersen und hat dabei auch einiges für sein Spielverhältnis getan. Erstmals komplett mit Ryan Farrell trafen die Huder allerdings auch auf dezimierte Gegner, die nicht den maximalen Widerstand leisteten.

TuSG Ritterhude - TV Hude 1:9. Besonders augenfällig war das bei der TuSG Ritterhude: „Man hatte das Gefühl, dass die Ritterhuder selber nicht daran geglaubt haben, uns ein Bein stellen zu können“, hatte Felix Lingenau beobachtet. Obwohl einige Zuschauer in der Halle waren, kam nie so richtig Stimmung auf. Mit Spitzenspieler Sebastian Heimbrock und Lars Hausmann fehlten den Gastgebern zwei Stammkräfte, nominell mit Siegfried Wagner sogar ein dritter – der Abwehrspieler ist allerdings zwar aufgestellt, hat aber eigentlich seine Laufbahn beendet. Von Anfang an war Hude hoch überlegen und hatte beim Stand von 7:0 gerade einmal drei Sätze abgegeben.

Es folgte das spielerisch attraktivste Duell des Tages zwischen dem erst 13-jährigen Ritterhuder Laurin Struß und Uwe Schmitt. Letzterer lag 0:2-Sätze zurück, bekam im dritten Durchgang das Spiel besser in den Griff und gewann diesen mit 11:6. Doch Struß beeindruckte mit taktischer Cleverness, überraschte den erfahrenen Huder mit einer Umstellung und holte den Ritterhuder Ehrenpunkt. Gerrit Meyer und Ryan Farrell sorgten dann aber mit zwei 3:0-Siegen dafür, dass die Partie schon nach gut zwei Stunden beendet war.

TV Hude - TSG Dissen 9:1. Auch die TSG Dissen musste mit Lutz Heitz und Hermann Sieker zwei Spieler ersetzen. „Vielleicht hätte ich mit Schmerzmitteln spielen können. Aber nachdem wir gesehen hatten, dass Farrell an diesem Wochenende da ist, haben wir beschlossen, dass ich mich lieber auskuriere“, erklärte der angeschlagene Spitzenspieler Heitz. Wieder gingen die Huder schnell und ungefährdet in Führung, obwohl das Niveau der Partie besser war als gegen Ritterhude. „Die Dissener selber meinten, mit der Leistung hätten sie gegen andere Mannschaften durchaus gewinnen können“, berichtete Lingenau nach dem Spiel. Trotzdem führten die Huder schon mit 6:0, bevor es erstmals spannend wurde.

Marc Engels knickte im Spiel gegen Jannis Lippold um, kämpfte sich nach der Schrecksekunde und verlorenem vierten Durchgang aber wieder in die Partie und setzte sich 11:9 im Entscheidungssatz durch. Am Nebentisch gab es ein besonderes Aufeinandertreffen zweier Material-Strategen: Gerrit Meyer bekam es mit dem 81-jährigen Ex-Senioren-Weltmeister Dieter Lippelt zu tun, den er souverän mit 3:0 besiegte.

Danach war es wieder Schmitt, der zum zweiten Mal den einzigen Gegenpunkt zuließ. Gegen den unorthodox blockenden Ersatzspieler Guido Söcker hatte er die Partie eigentlich komplett im Griff, verlor nach zwei hoch gewonnen Sätzen aber den Faden und musste sich noch geschlagen geben. „Ich wollte mich nicht auf taktische Spielereien einlassen, sondern mein Spiel durchdrücken, weil es auf den Punkt ja auch nicht unbedingt ankam“, meinte Schmitt angesichts des bereits feststehenden Huder Sieges, den Ryan Farrel am Nebentisch schon gesichert hatte.

Weitere Informationen

TuSG Ritterhude – TV Hude 1:9

Binder/Pankow – Farrell/Engels 6:11, 7:11, 9:11; Meger/Struß – Henke/Meyer 9:11, 6:11, 7:11; Mühlmann/Haumersen – Lingenau/Schmitt 5:11, 6:11, 11:8, 9:11; Binder – Henke 11:5, 8:11, 10:12, 6:11; Meger – Farrell 7:11, 6:11, 7:11; Pankow – Engels 11:13, 7:11, 7:11; Mühlmann – Lingenau 8:11, 8:11, 11:9, 6:11; Struß – Schmitt 11:6, 11:9, 6:11, 11:7; Haumersen – Meyer 5:11, 6:11, 4:11; Binder – Farrell 9:11, 8:11, 5:11

TV Hude – TSG Dissen 9:1

Henke/Meyer – Gessat/Wehrkamp-Lemke 11:3, 11:8, 11:4; Farrell/Engels – Söcker/Lippelt 11:6, 11:9, 8:11, 11:8; Lingenau/Schmitt – Redeker/Lippold 11:4, 9:11, 11:9, 12:10; Farrell – Redeker 11:4, 11:9, 11:4; Henke – Gessat 13:11, 8:11, 11:5, 11:7; Lingenau – Wehrkamp-Lemke 12:10, 11:8, 11:9; Engels – Lippold 11:3, 9:11, 11:7, 3:11, 11:9; Meyer – Lippelt 11:3, 11:8, 11:8; Schmitt – Söcker 11:2, 11:5, 5:11, 8:11, 9:11; Farrell – Gessat 11:3, 11:9, 11:7 ALE


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?