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Handball Oberliga
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Aufsteiger etabliert sich in der Oberliga

Michael Kerzel 27.12.2018 0 Kommentare

Jessica Galle (rotes Trikot) und die HSG Hude/Falkenburg setzten sich im Derby gegen den TV Neerstedt um Johanna Stuffel (links) und Wiebke Kieler knapp durch.
Jessica Galle (rotes Trikot) und die HSG Hude/Falkenburg setzten sich im Derby gegen den TV Neerstedt um Johanna Stuffel (links) und Wiebke Kieler knapp durch. (INGO MÖLLERS)

Sowohl die HSG Hude/Falkenburg als auch der TV Neerstedt können zufrieden auf die Hinrunde in der Handball-Oberliga der Frauen zurückblicken – der Aufsteiger aus Dötlingen dabei noch etwas mehr als die HSG. Im ersten Pflichtspiel-Derby der Geschichte zwischen den beiden Mannschaften aus dem Landkreis Oldenburg setzten sich derweil die klar favorisierten Huderinnen knapp mit 23:22 in Neerstedt durch. Die Neerstedterinnen haben dennoch bereits ein Polster zwischen sich und der Abstiegszone aufgebaut. Die HSG holte zwei Auswärtssiege vor der Winterpause – und das bei zwei Topteams der Liga. Somit sprang die Sieben des Trainerduos Dean Schmidt und Birgit Deeben noch auf den vierten Rang.

HSG voll im Soll

In dieser Tabellenregion siedelten die Huderinnen bereits in den Vorjahren, die sie auf Platz vier (Saison 2016/17) und fünf (2017/18) beendeten. Sie sind somit im Soll. Vier Punkte Rückstand weisen sie auf den Tabellenführer SFN Vechta auf, zwei auf den Zweiten VfL Stade. Und gegen beide Mannschaften gewann die HSG – zu Hause gegen Vechta mit fünf Toren und beim VfL mit einem. Auch beim Fünften und Sechsten, dem TV Oyten und dem VfL Oldenburg III, siegten die Schmidt-Schützlinge. Lediglich bei Werder Bremens Zweitvertretung gab es eine deutliche Pleite. Gegen die Topteams haben die Huderinnen also eine herausragende Bilanz. Eine bessere Tabellenposition verhinderten Niederlagen gegen Teams aus dem Mittelfeld. Zu Hause gegen die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn verlor das Team sein einziges Heimspiel, beim TV Dinklage gab es eine 14-Tore-Klatsche und auch bei der SG Findorff hatte die HSG keine Chance. Gegen die letzten Fünf der Liga holte die HSG jeweils zwei Punkte.

Auffällig bei den Huderinnen ist, dass sie das deutlich schlechteste Torverhältnis in der Spitzengruppe der Oberliga haben. Und das liegt an der Offensive. Lediglich 345 Treffer in 14 Partien stehen bei der HSG zu Buche. Die direkt vor der Landkreis-HSG stehenden SV Werder Bremen II und TV Oyten II erzielten 436 und 421 Tore. Aus der oberen Tabellenhälfte warfen alle Teams mehr Tore pro Spiel als die Sieben von Schmidt und Deeben. Das hängt natürlich auch mit der Spielweise zusammen, die HSG setzt oft auf einen langsamen Spielaufbau. Bei Partien mit Beteiligung des Tabellenvierten fallen ligaweit die wenigsten Treffer. Die Defensive steht meistens sicher, gerade mal 24,2 Gegentreffer ließ diese im Schnitt zu.

TVN stark gegen direkte Konkurrenz

Der TV Neerstedt schaffte den Sprung in die Oberliga und etablierte sich in dieser. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, Platz 13, beträgt bereits fünf Zähler. Beeindruckend ist die perfekte Bilanz des Tabellenzehnten gegen die direkte Konkurrenz: Die Schützlinge von Trainer Maik Haverkamp siegten auswärts beim Elften, FC Schüttorf 09, und beim Zwölften, ATSV Habenhausen – und das in überzeugender Manier. Gegen den Wilhelmshavener SSV, der den ersten Abstiegrang bekleidet, siegten die Grün-Weißen bereits zweimal. Schlusslicht GW Mühlen schossen die Neerstedterinnen mit zehn Toren Vorsprung aus der eigenen Halle. Bei der direkt vor ihnen platzierten SG Findorff gab es zudem einen Punkt – gegen die Top acht der Liga setzte es ausschließlich Niederlagen. „Unser Team ist wirklich gut auf Kurs Nichtabstieg“, sagte Haverkamp nach der letzten Partie vor der Winterpause. Kurzum: Die Neerstedterinnen zeigten auf den Punkt ihre Leistung.

Verbesserungspotenzial haben die Haverkamp-Damen auf jeden Fall noch in der Offensive bei der Chancenverwertung. 24 Tore pro Spiel werden nur von Habenhausen und Mühlen unterboten. Die Siebenmeterquote von deutlich unter 70 Prozent (67,9) ist die ligaweit zweitschlechteste. Die Durchschnittsquote liegt hier bei 75,6 Prozent.

Bei den Torjägerinnen stechen zwei Huderinnen hervor: Mareike Zetzmann netzte 96-mal (6,86 pro Spiel) ein, Jessice Galle war 69-mal erfolgreich (5,75 pro Spiel). Bei den Neerstedterinnn zeichnet Siebenmeterschützin und Aufbauspielerin Agnieszka Blacha für die meisten Treffer verantwortlich: 75-mal traf sie bislang (5,36 pro Spiel).


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:29
@Wesersteel ...

Rettungsdienste nur noch per/im Panzer ?

Oder Vorhandene mit Rammschutz ausrüsten ?
Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
Was ist "mangelnde soziale Kompetenzen"? Oder wollte @daa2011 einfach ein Schlagwort benutzen, um Bremer Eltern schlecht zu reden, die ihre Kinder in ...