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Das Beste kommt zum Schluss

Patrick Hilmes 16.03.2019 0 Kommentare

Philipp-Bruno Rockahr (rechts) und der TB Uphusen waren zwar das bessere Team, hatten am Ende aber auch mächtig Glück, dass Karlis Plendiskis (beim Kopfball) in der 89. Minute einen Elfmeter für Atlas vergab.
Philipp-Bruno Rockahr (rechts) und der TB Uphusen waren zwar das bessere Team, hatten am Ende aber auch mächtig Glück, dass Karlis Plendiskis (beim Kopfball) in der 89. Minute einen Elfmeter für Atlas vergab. (INGO MOELLERS)

Es gibt sie ja bei so manchen Fußballspielen, diese Zuschauer, die sich bereits ein paar Minuten vor dem Schlusspfiff verabschieden. „Wir sind dann mal weg, hier passiert doch eh nichts mehr.“ Sollte es Zuschauer dieser Art auch am Sonnabend in Delmenhorst bei der Partie der Oberliga Niedersachsen zwischen dem SV Atlas Delmenhorst und dem TB Uphusen – Endstand 1:1 (0:0) – gegeben haben, denen sei gesagt: Sie haben fast alles verpasst.

Die finalen Minuten entschädigten die rund 500 Zuschauer im Delmenhorster Stadion für eine Partie, die über weite Strecken das Prädikat langweilig verdient hat. Los ging es in der 86. Minute. Delmenhorsts Marvin Osei stieg mutterseelenallein bei einer Ecke hoch und köpfte den Ball zum 1:1 ins Netz. Christian Ahlers-Ceglarek, Torhüter des TB Uphusen, machte keine gute Figur an diesem Tag. Als er den Ball bei dieser Ecke unterlief, war es bereits sein dritter Fehler an diesem Tag, die ersten beiden blieben ungestraft.

Doch „Zecke“ sollte auch eine ganz starke Szene haben, diese folgte in der 89. Minute. Die Uphuser standen vor der Partie auf einem Abstiegsplatz und waren entsetzt, als Schiedsrichter Ben-Erik Salb auf Elfmeter für Atlas entschied. Er hatte ein Handspiel Kerem Sahans gesehen, dass außer ihm anscheinend kein anderer sah. An der Seitenlinie dachte sich TBU-Trainer Fabrizio Muzzicato: „Das passt in unsere Situation.“ Ahlers-Ceglarek war aber zur Stelle und parierte den Strafstoß von Karlis Plendiskis.

Doch damit nicht genug: In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte Uphusens Youness Buduar die Riesenchance zum 2:1, der Winterzugang bekam den Ball vier Meter vor dem Tor aber nicht unter Kontrolle. Wenige Sekunden später rutschte Marvin Osei auf der anderen Seite knapp am Ball vorbei. Danach war Schluss. Wer nun zwei Punkte verschenkt hatte, war schwer zu sagen. Zwar hatte Atlas – die Gastgeber spielten nach Tätlichkeit von Marco Prießner ab der 66. Minute in Unterzahl – den Elfmeter, doch vor dem 1:1 war der TBU das bessere Team mit den besseren Chancen und der besseren Spielanlage. „Realistisch gesehen, ist der Punkt in Ordnung. Aber realistisch gesehen, interessiert das einen ja nicht. Wenn man so eine Chance hat und sie nicht nutzt, ist man enttäuscht“, resümierte SVA-Trainer Olaf Blancke. 

Ähnlich war auch die Gefühlslage auf der Gegenseite. Der Matchplan der Uphuser ging vollends auf. Die Gäste agierten mit ungewohnter Fünferkette in der Defensive und setzten auf Ballgewinne sowie schnelles Umschaltspiel. Verdient fiel dann das 1:0 durch den Ex-Delmenhorster Sebastian Kmiec im Anschluss an einen Freistoß (56.). Doch der Matchplan ging eben nur bis zur 86. Minute auf, als sich so manch ein Zuschauer schon verabschiedet hatte.


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Leserkommentare
Hardy1658 am 23.10.2019 19:37
Super!
flutlicht am 23.10.2019 19:29
Wäre ja ein löblicher Fortschritt. Nur zu!