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Die Europameisterschaft im Visier

Nico Nadig 19.06.2019 0 Kommentare

Antonia Busch-Kuffner und Daily Pleasure sind seit Monaten in guter Form.
Antonia Busch-Kuffner und Daily Pleasure sind seit Monaten in guter Form. (Tanja Becker)

Hagen. Antonia Busch-Kuffner ist dem Ticket zur Pony-Europameisterschaft einen großen Schritt nähergekommen: Die 14-jährige Dressurreiterin des RV Ganderkesee lieferte bei den Future Champions in Hagen, der zweiten EM-Sichtung, eine starke Leistung ab. Mal wieder: Schon beim Preis der Besten Ende Mai überzeugte sie auf ganzer Linie und empfahl sich dort mit zwei Siegen für die Europameisterschaft im August im polnischen Strezgom.

Auf Daily Pleasure gehörte Busch-Kuffner in Hagen zum Team der deutschen Ponyreiter. Die Mannschaft landete beim Nationenpreis auf dem zweiten Platz hinter Dänemark. In der Einzelwertung belegte die 14-Jährige derweil den dritten Rang und war damit die beste deutsche Reiterin im Feld. Außerdem qualifizierte sich Busch-Kuffner mit Platz fünf in der Einzelaufgabe für das Kür-Finale. Und hier trumpfte die 14-Jährige auf ihrem Pony groß auf: Mit 79,334 Prozent siegte das Duo. Damit hat sich die Dressurreiterin eine gute Ausgangssituation für ein EM-Ticket erarbeitet. Für die dritte und finale Sichtung ist sie jedenfalls bereits nominiert worden. Zu dem Turnier in Luxemburg Anfang Juli wird sie gleich mit zwei Ponys reisen: Denn auch auf Kastanienhofs Cracker wusste Busch-Kuffner bei den Future Champions zu überzeugen und empfahl sich für die dritte Sichtung. Nachdem das Duo die erste Prüfung der CDIP-Tour auf Rang drei beendet hatte, lief es in der zweiten sowie der Kür allerdings nicht mehr sehr rund. Auf der Social-Media-Seite Instagram sprach Busch-Kuffner letztlich von einer sehr lehrreichen, aber auch unvergesslichen Veranstaltung.

Ebenfalls in Hagen startete Rebecca Horstmann. Die 19-jährige Ganderkeseerin trat mit ihrem Wallach Friend of mine (Fridolin) in der Altersklasse der Jungen Reiter an. Dass sie überhaupt in Hagen bei den Future Champions dabei sein durfte, freute die 19-Jährige. Nachdem sie aufgrund von gesundheitlichen Problemen zurzeit wenig trainieren kann und beim Preis der Besten deshalb nicht zu den Top-Reitern gehört hatte, löste sie ihr Ticket für Hagen erst im Nachhinein. Immerhin wusste sie bei den Future-Champions dann zu überzeugen: Die Einzelwertung schlossen sie und Fridolin auf dem neunten Rang ab. In der Kür platzierte sich das Duo auf dem dritten Rang mit guten 74 Prozent. Der Sieg ging an Linda Erbe. Für eine Nominierung zur Europameisterschaft hat es aber trotzdem nicht gereicht. Allzu traurig wird Horstmann darüber jedoch nicht sein. „Wenn es dieses Jahr am Ende ein Überbrückungsjahr wird, dann ist da ebenso. Das tut Fridolin sicher auch mal gut“, äußerte sie bereits nach dem Preis der Besten mit Blick auf ihre aktuelle Situation.

Auffarth für das CHIO nominiert

Für Sandra Auffarth ging es unterdessen nach Luhmühlen. Dort standen die Deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeitsreiter an. Die 32-jährige Bergedorferin beendete die nationalen Titelkämpfe auf dem Selle Francais Viamant du Matz auf dem achten Rang. Den Sieg holte sich Julia Krajewski, die ihren Titel somit verteidigt hat. Im Anschluss an das Turnier hat die AG Spitzensport des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) die Longlist für die Vielseitigkeits-Europameisterschaften veröffentlicht. Auffarth steht mit ihrem Wallach Viamant du Matz im ersten Block. Außerdem ist das Duo für das CHIO in Aachen nominiert worden – als eines von insgesamt zehn Paaren.

Auf dem Gelände in Luhmühlen wurden die Meisterschaften im Rahmen einer internationalen Vielseitigkeitsprüfung ausgetragen: In der Dressur hatten Auffarth und ihr Wallach kleinere Probleme, sodass sie sich nach der ersten Teilprüfung auf dem 28. Rang der Gesamtwertung wiederfanden.  „Mat hat sich leider noch etwas vom Wind ablenken lassen“, erklärte die 32-Jährige auf Instagram. Wesentlich besser lief es für das Duo im Gelände. Hier sammelte es lediglich sechs Fehlerpunkte für das Überschreiten der erlaubten Zeit – damit schob sich Auffarth auf Rang 17 vor. Ihr Wallach habe ihr im Gelände ein Supergefühl gegeben. Die Zeitfehler habe sie bewusst in Kaufgenommen, da es für Mat erst die zweite Geländeprüfung des Jahres war. Im finalen Springen blieb Auffarth wie so häufig komplett ohne Fehler. In der Gesamtwertung bescherte ihr das den 13. Platz, bei der DM-Wertung bekanntlich den achten.


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Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...