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Bogenschießen
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Die Pfeile fliegen im Schlutterwald

Nico Brunetti 16.09.2019 0 Kommentare

Auf dem Gelände im Schlutterwald kämpften Bogenschützen aus ganz Deutschland um die ersten Plätze.
Auf dem Gelände im Schlutterwald kämpften Bogenschützen aus ganz Deutschland um die ersten Plätze. (Martina I. Meyer)

Der Schlutterwald war am Wochenende gut gefüllt. Mehr als 400 Bogenschützen fanden sich dort ein. Alle nahmen an der Deutschen 3D-Meisterschaft teil, um die Titelträger in den verschiedenen Klassen Damen, Herren, Master und Jugend auszuschießen. Dabei konkurrierten Sportler aus ganz Deutschland um die Medaillen. Vertreten waren am Sonnabend und Sonntag nämlich Teilnehmer aus 18 der 20 Landesverbände. Mit verschiedenen Bögen – Recurve, Compound, Blank, Lang und Instinktiv – kämpften sie bei der vom Verein Bogensport Delmenhorst ausgerichteten Veranstaltung um die ersten Plätze.

„Es ist auf jeden Fall so, dass hier die Besten schießen. Denn man muss sich über die Landesmeisterschaft für den Wettbewerb qualifizieren, es gibt keine offene Anmeldung“, sagte Jörg Gras. Der 62-Jährige fungiert beim Deutschen Schützenbund (DSB) als stellvertretender Bundessportleiter Bogen und weiß daher, wie die Organisation abläuft. „Wir sind jedes Jahr an einem anderen Ort, das ist ein Wanderzirkus. Dafür brauchen wir einen Verein, der uns das Gelände zur Verfügung stellt“, berichtete Gras. Delmenhorst habe sich dann unter den wenigen Bewerbern durchgesetzt. „Der Verein Bogensport Delmenhorst steht hinter dieser Meisterschaft und hat schon mehr für den Bund gemacht. Außerdem sprach auch der schöne und kompakte Parcours für eine Ausrichtung. Hier klappt auch alles hervorragend“, lobte Gras.

Der Wettkampf fand auf einer Strecke von 1,5 Kilometern auf Waldboden statt. Gezielt wurde, wie es beim 3D-Bogenschießen üblich ist, nicht auf Scheiben. „Es wird auf Kunststofffiguren geschossen, auf 3D-Nachbildungen. Da sind dann mehrere Zonen drauf“, beschrieb Gras. Möglich war es demnach, pro Schuss fünf, acht, zehn oder elf Ringe zu erzielen. An allen 24 Zielen durfte jeder Teilnehmer zwei Pfeile schießen.

Erfolge für regionale Schützen

Den einen oder anderen Triumph bejubelten am Wochenende auch die Schützen aus der Region. Gar den ersten Platz erreichte Rainer Bettermann. Der Schütze des Vereins Bogensport Wildeshausen überzeugte am Sonnabend mit dem Recurvebogen: Mit 422 geschossenen Ringen sicherte er sich den Gesamtsieg. Damit setzte er sich knapp gegen Volker Kindermann von Bogensport Nürtingen (420 Ringe) durch.

Eine gute Platzierung erreichte auch Sascha Ahlhorn von Bogensport Delmenhorst. Mit dem Blankbogen schoss er 392 Ringe, die ihm den vierten Rang einbrachten. Nur Richard Klesmann (424 Ringe, Bogensport Nürtingen), Peer-Thorsten Prues (410 Ringe, Schützenkorps Stelle) und Michael Kihm (393 Ringe, Bogensportschule Saar) fuhren noch bessere Ergebnisse ein. Geglänzt hat zudem Ahlhorns Vereinskollege Jens Siebert. In der Klasse Master landete der Schütze mit 419 Ringen auf dem dritten Rang. Erster wurde Andreas Staszewski vom SV Nienhagen (430 Ringe), Platz zwei beanspruchte Hans-Peter Vaith von Bogensport Vaterstetten (419 Ringe) für sich. Für alle Bogenschützen herrschten auf dem Gelände die gleichen Bedingungen, da eigens für die 3D-Meisterschaft ein Parcours aufgebaut wurde und ein Begehen zuvor nicht möglich war. Ausgetragen wurden die Wettbewerbe am Wochenende an beiden Tagen. Am Sonnabend fielen die Entscheidungen mit dem Recurve-, Blank- und Langbogen, am Sonntag folgten dann die Compound- und Instinktiv-Bogenschützen.

Die Deutsche 3D-Meisterschaft ist zum insgesamt dritten Mal ausgerichtet worden. An den Start gingen auch einige Titelverteidiger wie Volker Kindermann (BS Nürtingen, Recurve Herren), Sascha Pflug (SV Querum, Compound Herren) oder Andrea Flöck-Schmitt (BSC Bad Kreuznach, Compound Damen) – die beiden Letzteren siegten erneut. Mit 492 geschossenen Ringen landete Pflug vor Tobias Heeg vom SV Windesheim (491 Ringe). Flöck-Schmitt (464 Ringe) ließ Christina Rüter (454 Ringe, Rovers BS Hiltrup) hinter sich.

Nicht dabei waren dagegen laut des DSB die WM-Teilnehmer Jens Asbach und Michael Feuring, die zuletzt an den Titelkämpfen im kanadischen Lac la Biche teilnahmen.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...