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Die Rückkehr des Olaf Blancke

Michael Kerzel 25.04.2019 0 Kommentare

Atlas-Trainer Olaf Blancke sucht nach Wegen, mit denen sein Team auch aus dem Spiel heraus Torchancen kreiert.
Atlas-Trainer Olaf Blancke sucht nach Wegen, mit denen sein Team auch aus dem Spiel heraus Torchancen kreiert. (INGO MÖLLERS)

Nach dem Pokalrausch ist vor dem Liga-Alltag: Der SV Atlas Delmenhorst hat sich am Ostermontag mit einem Sieg nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Wunstorf für das Finale des Niedersachsenpokals der Amateure qualifiziert und trifft dort am 25. Mai auf den TuS Bersenbrück. Bis dahin wollen die Blau-Gelben jedoch noch den Klassenerhalt sichern. Können sie die Euphorie mitnehmen und in der Liga nachlegen? Oder fällt die Spannung ab? „Ich sehe es positiv. Jeder muss sich jetzt noch mal zusammenreißen. Jeder will am Ende beim Pokal dabei sein, keiner kann sich gehen lassen. Das habe ich der Mannschaft auch so gesagt. Da ist eine vernünftige Spannung drin“, sagt Trainer Olaf Blancke.

Für ihn ist es ein besonderes Spiel: Er stand in der Hinserie an der Seitenlinie der Cloppenburger und wechselte in der Winterpause zum SV Atlas. „Das habe ich auch noch nicht gehabt, dass ich gegen eine Mannschaft spiele, die ich in der gleichen Saison trainiert habe. Ich kenne die Spieler gut, die Verantwortlichen und Zuschauer auch. Aber jetzt bin ich bei Atlas und wir wollen das Spiel gewinnen, um wichtige Punkte gegen den Abstieg zu holen. Ein Selbstgänger wird es aber nicht“, sagt Blancke. Die Chancen auf den Klassenerhalt stehen gut. Ein Auswärtssieg beim Tabellenletzten BV Cloppenburg – Anpfiff an diesem Freitag um 19.30 Uhr im Cloppenburger Sportpark – würde aller Voraussicht nach schon genügen, um auch in der kommenden Spielzeit in der Oberliga antreten zu dürfen. Aktuell steht Atlas fünf Plätze und sechs Punkte vor dem MTV Gifhorn, der den ersten Abstiegsrang bekleidet. Doch eine Niederlagenserie können sich die Delmestädter nicht erlauben.

Für den BV Cloppenburg ist es die letzte Chance, doch noch das Wunder Klassenerhalt zu schaffen. Mit 19 Zählern sind es neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, und das bei nur noch fünf ausstehenden Partien. Blanckes Nachfolgerin Imke Wübbenhorst hat noch keinen Sieg eingefahren. Drei Unentschieden und vier Niederlagen gab es in ihrer Amtszeit, die mit der Saison endet. Blancke erwartet den BVC defensiv. „Wir werden das Spiel machen müssen. Und da muss man ehrlich sein: Das liegt uns nicht. Wir müssen uns da was einfallen lassen. Nicht nur für das Spiel gegen Cloppenburg, sondern generell. Wir spielen zu wenig Tore heraus. Man kann da an Stellschrauben auf den einzelnen Positionen drehen, auch ein anderes System ist möglich“, meint Blancke.

Die Delmenhorster standen zuletzt nicht gerade für Spektakel, dennoch sind sie seit drei Ligaspielen unbesiegt, hinzu kommt der Pokal. Im April gab es damit noch keine Niederlage. Die Atlas-Fans sahen allerdings sowohl gegen Wunstorf als auch gegen den Abstiegskandidaten VfL Oythe keine Tore in 90 Minuten. Atlas gelingt es derzeit kaum, Chancen aus dem Spiel heraus zu kreieren, dafür steht die Truppe defensiv recht sicher. Ligaweit haben lediglich zwei Teams weniger Gegentore kassiert.

Zu Hause sind die Cloppenburger noch erfolgloser als auswärts. In der Rückserie traten sie zweimal daheim an und verloren mit 0:1 gegen den 1. FC Wunstorf und mit 0:5 gegen Arminia Hannover. Auch vor der Winterpause war die Heimbilanz miserabel. Der letzte Sieg datiert von Mitte Oktober, das letzte Tor erzielten die Cloppenburger ebenfalls im Oktober. Immerhin gab es noch ein 0:0 gegen Eintracht Northeim Mitte November. Aus den jüngsten sechs Heimspielen holte der BVC damit einen Punkt bei 1:15 Toren.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?