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Handball-Oberliga
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Dominanter Auftritt

Nico Nadig 17.03.2019 0 Kommentare

Tim Coors (rotes Trikot) setzte sich immer wieder gegen die Defensivspieler der SG Achim/Baden durch und erzielte Tor um Tor.
Tim Coors (rotes Trikot) setzte sich immer wieder gegen die Defensivspieler der SG Achim/Baden durch und erzielte Tor um Tor. (INGO MÖLLERS)

Delmenhorst. Jörg Rademacher hatte sein Team auf eine enge und spannende Partie eingeschworen. Verständlich, dass der Trainer der HSG Delmenhorst davon ausging. Schließlich reiste die SG Achim/Baden nach vier Siegen in Folge mit ordentlich Selbstbewusstsein an. Am Ende war die Partie vieles, außer eben spannend und eng: Die Delmenhorster siegten völlig verdient mit 33:23 (17:10). Die Rademacher-Sieben weist damit nun eine 21:19-Bilanz auf und hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Handball-Oberliga gemacht. „Der Sieg ist auch in der Höhe absolut verdient. Wir wollten von Anfang an griffig sein, viel Druck ausüben und gut ins Spiel kommen. Das ist uns gelungen“, sagte Rademacher im Anschluss. 

Tatsächlich übernahmen die Delmenhorster von Beginn an das Kommando – ansonsten verschlafen sie den Start auch mal gerne. Nach elf Minuten führten sie bereits mit 7:2. Die Rademacher-Sieben kam dabei immer wieder zu schnellen Toren, weil die Gäste das eine ums andere Mal im Block hängen blieben oder HSG-Torhüter Sönke Schröder die Würfe gut parierte. Überhaupt agierte die SG von Anfang an äußerst schwach. Der Auftritt wirkte blutleer. „Delmenhorst hat klasse gespielt, das kann ich von meiner Mannschaft nicht behaupten. Wir haben nicht das abgerufen, was wir eigentlich können“, meinte Achims Coach Tobias Naumann. 

Relativ früh entschied er sich dazu, den HSG-Rückraumschützen Tim Coors kurz decken zu lassen. Der erhoffte Effekt blieb jedoch aus, weil sich dadurch Räume für andere Spieler boten, die diese auch nutzten. „Die Jungs haben das vorne gut gemacht, gerade Torben Sudau. Ich hatte aber auch mehr erwartet. Unser Coach hatte uns auf ein enges Spiel eingestellt“, erzählte Coors. Nach den ersten zehn Minuten habe er bereits ein relativ gutes Gefühl gehabt. 

Zur Pause bereits entschieden

Vor 250 Zuschauern kontrollierten die Delmenhorster das Geschehen nach Belieben. In der Deckung agierten sie stark und ließen nur wenig aussichtsreiche Möglichkeiten zu. Allerdings machte die SG Achim/Baden es der Heimsieben auch nicht sonderlich schwer, ein wirklicher Spielfluss kam bei ihr zu keinem Zeitpunkt zustande. Gleichzeitig präsentierte sich die HSG vor dem SG-Kasten äußerst treffsicher, gerade aus dem Rückraum landete beinahe jeder Wurf im Tor. Beim 17:10-Pausenstand war die Partie bereits entschieden. Eine Aufholjagd der Achimer erschien angesichts des lethargischen Auftrittes in Durchgang eins praktisch ausgeschlossen. 

Und schon mal vorweg: Ein episches Comeback der Achimer blieb auch aus. „Das war von Anfang an nichts. Diese Partie müssen wir schnell abhaken“, meinte SG-Coach Naumann. Tatsächlich zog die HSG Delmenhorst im zweiten Durchgang sogar noch weiter davon. Die Deckung der SG Achim/Baden stellte kein großes Problem für die Rademacher-Sieben dar. Auch als die Gäste neben Coors noch einen zweiten HSG-Akteur kurz deckten, kam das Heimteam zu guten Abschlussmöglichkeiten. Nach 40 Minuten leuchtete eine 23:13-Führung für die Gastgeber von der Anzeigetafel der Stadionhalle. 

Diesen hohen Vorsprung nutzte Rademacher, um allen Akteuren Spielzeit zu verschaffen. Trotz seiner Wechsel spielte die HSG aber weiter recht flüssig. „Dass alle gespielt haben, war wichtig, weil wir noch viele Partien haben“, erklärte Rademacher im Anschluss. Selbstverständlich war er über den sehr dominanten Auftritt seiner Sieben hocherfreut, aber „wir haben natürlich trotzdem noch viel zu verbessern“. Das berühmte Haar in der Suppe wollte er dann aber doch nicht suchen. Rademacher: „Heute können wir wirklich zufrieden sein.“ 

An diesem Sonnabend empfangen die Delmenhorster nun ab 19.15 Uhr in der Stadionhalle den TuS Rotenburg zum Nachholspiel. In der Tabelle liegen die Rotenburger aktuell nur knapp hinter der Rademacher-Sieben.


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Leserkommentare
IhrenNamen am 23.10.2019 20:54
Wie viel Papier man wohl sparen würde wenn man den Papieratlas einfach weglassen würde.
Hobbylandwirt am 23.10.2019 20:43
Peteris: "Und beschleunigen damit den von Menschen gemachten Klimawandel!"

Sie haben hoffentlich ein Elektroauto und keinen ...