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Fußball-Kreisliga
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Entscheidung in der Fußball-Kreisliga?

Michael Kerzel 23.05.2019 0 Kommentare

Ein Sieg fehlt dem TuS Heidkrug um Trainer Selim Karaca noch, um den Kreisligatitel zu gewinnen und aufzusteigen.
Ein Sieg fehlt dem TuS Heidkrug um Trainer Selim Karaca noch, um den Kreisligatitel zu gewinnen und aufzusteigen. (INGO MÖLLERS)

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Die Saison in der Fußball-Kreisliga biegt auf die Zielgerade ein. Am vorletzten Spieltag können die Entscheidungen im Titelrennen und im Kampf um den Klassenerhalt fallen. Je nach Verlauf ist ein letzter hoch spannender Spieltag möglich. Das war in den zurückliegenden Jahren nicht immer so. Regelmäßig marschierte ein Team vorne weg wie in den letzten beiden Jahren der SV Baris Delmenhorst (2016/17) und der FC Hude (2017/18). Doch in diesem Jahr geht es enger zu. Der TuS Heidkrug hat die besten Karten, doch auch der Ahlhorner SV und sogar der Harpstedter TB könnten den Sprung an die Spitze noch schaffen.

Im Tabellenkeller sieht es sehr düster für den Delmenhorster TB aus. Gewinnt die Elf des scheidenden Trainers André Tiedemann nicht beim TSV Ganderkesee, steht die Rückkehr in die 1. Kreisklasse fest. Zudem ist der Turnerbund auf Schützenhilfe angewiesen, um den TV Falkenburg und den SV Achternmeer noch zu überholen. Von diesen drei Teams steigen zwei ab.

Heidkrug braucht noch drei Punkte

Der Ahlhorner SV hat den vorletzten Spieltag beim TV Munderloh spektakulär mit einem 5:4 beim TV Munderloh eingeläutet (Artikel siehe unten). Damit zog der ASV nach Punkten mit dem TuS Heidkrug gleich. Dieser tritt an diesem Freitagabend, 20 Uhr, beim Harpstedter TB an. Der HTB hat aktuell vier Punkte Rückstand auf die Delmenhorster, könnte mit einem Heimsieg also auf einen Punkt heranrücken und am letzten Spieltag um den Aufstieg kämpfen. Sowohl Ahlhorn als auch Heidkrug steht im Anschluss noch ein Derby bevor (gegen RW Hürriyet und TSV Großenkneten). Harpstedt legt bereits am Freitagabend, 31. Mai, beim SV Atlas Delmenhorst II vor und könnte den Druck auf die Kontrahenten hochschrauben. Doch das ist Zukunftsmusik. Denn schon mit einem Unentschieden gegen Heidkrug wäre Harpstedt aus der Verlosung raus. Mit einem Dreier würde der TuS seinerseits den Titel zu 99,9 Prozent sicher haben, da er das bessere Torverhältnis gegenüber Ahlhorn aufweist (+16). Nach menschlichem Ermessen ist das am finalen Spieltag nicht mehr möglich. „Ich gehe davon aus, dass uns ein Sieg aus zwei Spielen zum Meistertitel und Aufstieg reicht“, blickt Heidkrug-Coach Selim Karaca voraus.

Er freut sich auf die Partie in Harpstedt und hat für den Gegner viel Lob über. „Harpstedt setzt seit einigen Saisons auf die eigene Jugend. Es ist schön zu sehen, dass diese ehrliche Arbeit belohnt wird. Es ist ähnlich wie bei uns. Das sind keine Mannschaften, die mal eben zusammengebaut wurden, um aufzusteigen“, meint er. Er sieht weitere Ähnlichkeiten zwischen dem TuS und dem HTB: „Die Teams kommen über das Zusammengehörigkeitsgefühl. Auf dem Papier sind sie gleichwertig.“

Starkes Harpstedter Trio

Den Schlüssel für einen Sieg in Harpstedt sieht er darin, das starke Harpstädter Offensivtrio in den Griff zu bekommen. Niklas Fortmann, Jonas Pleus und Nils Klaassen erzielten zusammen 58 Tore. „Aber wir haben die beste Defensive der Liga und sind vorne immer für ein Tor gut“, sagt Karaca. Im Hinspiel siegte der TuS mit 5:1, darunter drei Tore ab der 88. Minute. Im ersten Durchgang war Harpstedt sogar klar überlegen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen.

Druck sieht er bei seiner Elf nicht. „Wenn wir nicht aufsteigen sollten, dann ist das auch kein Beinbruch. Wir haben eine tolle Saison gespielt, in der Liga und im Kreispokal (Heidkrug steht im Finale gegen den TSV Ganderkesee, Anmerkung der Redaktion) viel gerissen“, meint er. Seinen Mannen sei auch nicht bange. „Ich kenne meine Jungs seit vielen Jahren. Die sind nicht nervös, auf keinen Fall“, sagt er. Das Unentschieden vergangene Woche beim VfR Wardenburg sei weder ein Ausrutscher noch ein Indiz für Nervosität gewesen. „Der Platz dort ist riesig, Harpstedt hat da mit 0:4 verloren und Wardenburg ist nicht irgendwer. Das war für uns eher ein Punktgewinn“, blickt Karaca zurück.

Viele Punkte hat der Delmenhorster TB derweil nicht auf dem Konto. Zwölf sind es genau. Und das ist auch grob die Zahl der Spieler, die Trainer Tiedemann Woche für Woche zusammenbekommt. „Anfang der Woche fange ich an, Leute zusammenzusuchen. Aktuell sieht es katastrophal aus. Ich bin bei knapp elf Mann, aus der eigentlichen Ersten sind noch sechs oder sieben Mann dabei“, berichtet er. Er will unbedingt verhindern, dass der DTB – wie bereits beim TSV Großenkneten vor rund zwei Wochen – aus Personalmangel nicht beim TSV Ganderkesee (Sonnabend, 14 Uhr) antreten kann. „Ich bin Sportsmann und will gewinnen. Wir versuchen das Möglichste“, sagt er. Klar ist, dass die Turnerbündler in Ganderkesee und am finalen Spieltag gegen den TV Jahn Delmenhorst gewinnen müssen, um überhaupt noch eine Chance zu haben. 18 Punkte hätten die Grün-Weißen dann auf den Konto. Der TV Falkenburg, der einen Platz über dem Strich steht, kommt aktuell auf 17 und tritt Sonntag ab 15 Uhr beim FC Huntlosen an. Falken-Verfolger SV Achternmeer (15 Zähler) trifft am Sonntagmorgen, 11 Uhr, auf den TuS Hasbergen und will dann mit einem Dreier am TVF vorbeiziehen, um Druck aufzubauen.


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Leserkommentare
Wesersteel am 19.10.2019 12:05
Da hat man sich genau den Richtigen zum Gespräch rausgesucht,denn der Hering ist ein Arbeitgeber-Betriebsrat !
Bremen99 am 19.10.2019 12:01
Na das passt ja hervorragend: 70 Jahre SPD-Regierung in Bremerhaven steht dann für "Ruinen schaffen ohne Waffen".

Wenn Bremerhaven die ...