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Handball-Oberliga Frauen
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Fehlverhalten der Heim-Fans

Frederic Oetken 29.09.2019 0 Kommentare

Lisa Maus und die anderen Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg wurden von einigen Hollenstedter Fans permanent beleidigt.
Lisa Maus und die anderen Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg wurden von einigen Hollenstedter Fans permanent beleidigt. (Janina Rahn)

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben eine 30:32 (15:18)-Niederlage beim TuS Jahn Hollenstedt hinnehmen müssen. Doch diese Pleite war letztlich nur Nebensache, da die Partie vom Fehlverhalten einiger Hollenstedter Fans überschattet wurde. „Das habe ich in meiner gesamten Handball-Laufbahn noch nie erlebt, obwohl ich selbst schon in vielen hitzigen Hallen unterwegs war“, zeigte sich HSG-Trainer Lars Osterloh nach dem Spiel geschockt.

Fassungslos schilderte Osterloh die Vorkommnisse in der Hollenstedter Halle: „Bereits vor dem Spiel wurden wir vom Betreuer aus Hollenstedt darauf aufmerksam gemacht, dass es aufgrund des Herbstmarktes eventuell zu einigen Kommentaren von der Tribüne kommen wird. Doch dass bereits nach zwei Minuten bei beinahe jeder Aktion persönliche Beleidigungen und Beschimpfungen jeglicher Art und Weise von der Tribüne in Richtung unserer Spielerinnen gerufen wurden, war schockierend“, echauffierte sich Osterloh.

So zeigten sich seine Schützlinge von Beginn an sehr verunsichert und produzierten daher etliche technische Fehler und Fehlwürfe, sodass Hollenstedt nach einer guten Viertelstunde mit 12:6 in Führung ging. Doch eine doppelte Überzahlsituation ermöglichte es der HSG, kurz vor der Halbzeit wieder auf einen Treffer zu verkürzen. Nach dem Seitenwechsel war es dann ein Kräftemessen auf Augenhöhe, doch Hollenstedt hatte die Nase meist leicht vorne.

Mit Bier bespritzt

In der 55. Minute markierte Lena Faske den Ausgleichstreffer zum 27:27 und zwang die Gastgeberinnen zu einer Auszeit. In dieser ereignete sich dann der negative Höhepunkt des Abends. „Während dieser Auszeit wurden wir von der Tribüne mit Bier bespritzt“, berichtete Osterloh. Sein ohnehin schon verunsichertes Team war nun komplett von der Rolle und musste sich letztlich geschlagen geben.

„Ich mache meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Sie war zu Recht total verunsichert, wenn man von Beginn an persönliche Beleidigungen übelster Art zu hören bekommt. So konnten die Mädels mit dem Kopf auch nicht zu hundert Prozent bei der Sache sein. Selbst die Schiedsrichter waren total verunsichert und teilweise eingeschüchtert“, bilanzierte Osterloh.

Der Coach verwies außerdem darauf, dass seitens der HSG ein Sonderbericht folgen wird. „Da werden wir definitiv einen aufsetzen. Denn das kann man einfach nicht so stehen lassen.“


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Leserkommentare
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...
oharena am 23.10.2019 09:04
wen soll man jetzt mehr "lieben" - die Polizei, de Anschläge verhindert hat - oder die "lieben" Terroristen, die keine Anschläge verübt haben?