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Houssein Hazimeh zerlegt RW Hürriyet

Michael Kerzel 16.10.2017 0 Kommentare

Fußball
Viermal musste RW Hürriyets Schlussmann Maximilian Machoczek gegen den TuS Hasbergen hinter sich greifen. (INGO MOELLERS)

Die Frage nach dem Matchwinner lässt sich bei der Partie zwischen dem Tabellenführer der 1. Fußball-Kreisklasse und seinem direkten Verfolger schnell beantworten: Houssein Hazimeh netzt beim 4:2 (1:0)-Heimerfolg viermal für den TuS Hasbergen gegen RW Hürriyet Delmenhorst ein. Über weite Strecken der Partie gingen die Platzherren robuster zu Werke und siegten dadurch verdient. Darin stimmten Hürriyet-Trainer Mete Doener und sein Gegenüber Tim Müller, der mit Andreas Lersch gemeinsam den TuS Hasbergen betreut, überein „Wir können dem Gegner nur gratulieren. Er war schlicht besser. Hasbergen wollte mehr gewinnen als wir und ist auch mehr gelaufen“, nannte Doener Gründe für die Pleite seiner Mannen.

Müller machte Details dafür verantwortlich, dass die drei Punkte beim TuS blieben. „Vier Tore im Spitzenspiel sind eine schöne Sache. Es haben Kleinigkeiten entschieden. Wir wollten nicht stehen bleiben nach Pfiffen, schnell wieder auf die Positionen beziehungsweise wieder hinter den Ball kommen“, erklärte Müller. Und das beherzigten seine Schützlinge auch, während sich ein Großteil der Gästeakteure nach Schiedsrichterentscheidungen nahezu von der ersten Minute an mit meckern und hadern beschäftigte. Sinnbildlich dafür war der zweite Hasbergen-Treffer, aber der Reihe nach.

Niederlagenfrei gegen niederlagenfrei

Der TuS ging mit einer Bilanz von acht Siegen aus acht Partien in die Begegnung, die Wertung der Begegnung mit dem KSV Hicretspor (Spielabbruch beim Stand von 3:2 für Hicretspor nach rund 96 Spielminuten) steht noch aus. Auch Hürriyet hatte noch kein Spiel verloren, zweimal bei neun Auftritten die Punkte geteilt. Damit stand die Elf von Mete Döner auf dem zweiten Tabellenrang. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, viele kleine Fouls verhinderten einen echten Spielfluss. Dazu rutschen die Akteure auf dem nassen Rasen immer wieder weg. Bis zur 18. Minute dauerte es, bis es erstmals gefährlich wurde, als Mahmut Ekici eine verunglückte Kopfballabwehr volley nahm und über den Kasten von Lennart Bonk setzte.

Die Begegnung wurde in der Folge etwas temporeicher. Höhepunkte gab es in den ersten 45 Minuten jedoch wenige, lediglich nach Ecken entstand Torgefahr durch einen Kopfball von Ibrahim Ekici (23.) auf Hürriyet-Seite sowie einen Kopfball von TuS-Stürmer Hazimeh, den Keeper Maximilian Machoczek entschärfte (36.). Die erste wirkliche Torchance im Anschluss an eine Kombination schloss Hazimeh in Minute 40 zum 1:0 ab. Nach einem Konter lief Cedric Pascual-Fernandez alleine auf das Hürriyet-Tor zu und legte uneigenützig quer. Hazimeh traf mit Hilfe der Unterkante der Latte. Auf der Gegenseite konnte sich Bonk nach einem Freistoß mit einer Parade auszeichnen. Zwar landete der Ball mit dem Nachschuss im Netz, doch das Schiedsrichtergespann um Dominik Wilfang hatte zuvor auf Abseits entschieden.

Nach Wiederanpfiff kamen Hasbergens Pascual-Fernandez (47.) und Hürriyets Enes Ali Külünk (48.) zu ersten gefährlichen Situationen, ehe Berat Uyar einen Schuss an den Außenpfosten setzte (55.). Bis dahin war es eine ausgeglichene Partie, die mit dem 2:0 durch Hazimeh in Minute 63 vorentschieden wurde. Während Hürriyet nach einem Freistoßpfiff unsortiert war und lamentierte, schob Patrick Nowag den Ball flach um die Mauer herum. Der Ball kam so zu Hazimeh, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschoss.

Kurz zuvor hatte Uyar nach einem taktischen Foul Glück, nicht die Gelb-Rote Karte zu kassieren. Wiltfang beließ es auch bei Ibrahim Ekici wenige Minuten später bei einer letzten Ermahnung – sehr zum Missfallen des Hasberger Trainerduos. Jedoch konnten Lersch und Müller bereits in der 69. Minute erneut jubeln. Hazimeh nutzte eine missglückte Abseitsfalle, lief alleine auf Machoczek zu und vollendete sicher zum 3:0. Dass die Partie dennoch nicht komplett entscheiden war, lag an einer Einzelaktion von Cihad Bayraktaroglu. Im Hasberger Strafraum nahm er einen hohen Ball perfekt an, schüttelte mit zwei Haken zwei Hasberger ab und schoss den Ball an den Innenpfosten, von wo aus er ins Netz trudelte. Die endgültige Entscheidung ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Hazimeh setzte einen Querpass von Jonas Müller mit einem trockenen Flachschuss ins Netz.

Der schönste Treffer des Tages blieb den Gästen vorbehalten: In der 90. Minute zirkelte Mahmut Ekici einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar über die Mauer in den Winkel. Zwar lief Hürriyet danach weiter an, mehr als eine Chance für Uyar, die Bonk mit einer Fußabwehr parierte, kam jedoch nicht mehr zustande.


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

Das britische £ - Sterling -
europaweit jetzt ...
suziwolf am 21.10.2019 12:01
Warum dieser einfache Hinweis
auf www.spiegel.de
[ ,auf Erweiterung der Information‘ ]
mit „👎“ bewertet wird,
erklärt sich ...