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Fußball-Oberliga
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Janssens fulminante Premiere

Justus Seebade 22.09.2019 0 Kommentare

Marek Janssen (Mitte) hatte allen Grund zum Jubeln. Bei seiner Oberliga-Premiere für Atlas gelang ihm ein Dreierpack.
Marek Janssen (Mitte) hatte allen Grund zum Jubeln. Bei seiner Oberliga-Premiere für Atlas gelang ihm ein Dreierpack. (FOTOS: INGO MÖLLERS)

Delmenhorst. Marek Janssen war glücklich. Natürlich war er das. Der Stürmer, der vor der laufenden Saison vom SC BW Papenburg zum SV Atlas Delmenhorst gewechselt war, lief schließlich das erste Mal für seinen neuen Verein in der Fußball-Oberliga auf. Eine Oberschenkel-Verletzung, die er sich Ende Juli im Niedersachsenpokal-Spiel gegen den SC Spelle-Venhaus zugezogen hatte, war der Grund dafür, dass er seitdem nicht für die Blau-Gelben auf dem Platz stand. Nun folgte also seine Premiere – und die hätte kaum besser verlaufen können. Janssen markierte beim deutlichen 5:1 (3:1)-Erfolg seines Teams gleich drei Treffer und hatte somit maßgeblichen Anteil am verdienten Sieg, durch den Atlas in der Tabelle auf Rang drei geklettert ist.

„Das hätte ich mir nicht träumen lassen, in meinem ersten Oberliga-Spiel drei Tore zu machen“, sagte der wiedergenesene Neuzugang nach der Partie. „Es war eine harte Zeit“, meinte er mit Blick auf die vergangenen Wochen, in denen er stets verletzt zusehen musste. Nun konnte er aktiv ins Geschehen eingreifen – und das dann direkt auf eine beeindruckende Art und Weise. Allerdings überzeugte nicht nur Janssen persönlich. Der Auftritt der gesamten Atlas-Mannschaft war ein ausgesprochen souveräner. Eigentlich hatte man zu keiner Zeit das Gefühl, dass der Gegner die Partie für sich entscheiden könnte. Auch nicht nach dem zwischenzeitlichen 1:1, das Mitte der ersten Hälfte fiel. Wolfenbüttel bot einfach eine maue Vorstellung, sodass die Gastgeber noch nicht mal 100 Prozent geben mussten, um den Heimsieg sicherzustellen. „Das ist eine schöne Sache, aber man sollte jetzt nicht abheben. Wir wissen das richtig einzuschätzen“, relativierte Janssen.

Auch SVA-Coach Key Riebau verwies in seiner Analyse auf einen Kontrahenten, der einfach schwach gewesen sei. Dennoch sei die Aufgabe keine leichte gewesen. „Wir wussten, dass Wolfenbüttel in einer kleinen Krise ist. Deshalb war es wichtig, Eigenmotivation zu finden und gut ins Spiel zu kommen“, sagte Riebau. Das gelang seinen Schützlingen zweifellos. Atlas war von Anfang an wesentlich aktiver als die Gäste, die nicht wirklich in die Begegnung fanden. Die erste gute Möglichkeit für die Delmenhorster hatte Marco Prießner, der nach einer Hereingabe von Janssen im Strafraum zwar einen Gegenspieler aussteigen ließ, es damit aber wohl zu kompliziert machte, sodass sein nun folgender Schuss abgewehrt wurde (8.).

Schnelle Antwort

Mit der nächsten Gelegenheit gingen die Platzherren aber in Führung. Florian Stütz brachte einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum, wo Janssen am langen Pfosten per Kopf zur Stelle war (16.). Im Anschluss bestimmte Atlas weiterhin das Geschehen, ohne sich die ganz großen Möglichkeiten herauszuspielen. Das tat Wolfenbüttel zwar auch nicht, glich nach einer guten halben Stunde aber trotzdem aus. Ein langer hoher Ball an die Strafraumkante fand Philippe Buschmann, der mit seiner Kopfball-Bogenlampe SVA-Keeper Florian Urbainski überwand (31.).

Atlas ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Nur drei Minuten später hielt Marvin Osei den Ball mit starkem Einsatz an der rechten Seite im Spiel und bediente Tom Schmidt, der in die Mitte des Strafraums querlegte. Dort kam Julian Harings zwar nicht an die Kugel, Janssen allerdings schon – 2:1 für Atlas.

Dass die Zeichen noch vor dem Seitenwechsel endgültig auf Sieg standen, hatten die Blau-Gelben ihrem Kapitän zu verdanken. Nachdem Janssen von rechts in den Fünfmeterraum geflankt hatte, ließ MTV-Torhüter Marvin Hoffmann den Ball nach vorne abklatschen. Nick Köster bedankte sich und staubte zum 3:1 ab (45.+2). Ein Treffer zum richtigen Zeitpunkt, wenngleich man auch bei einem 2:1-Pausenstand nicht das Gefühl gehabt hätte, dass Wolfenbüttel im zweiten Durchgang loslegen würde wie die Feuerwehr.

So tat der Gast das erst recht nicht. Ein Aufbäumen, ein Stemmen gegen die drohende Niederlage war nicht zu erkennen. Atlas erzeugte im Vorwärtsgang zunächst aber auch nicht allzu viel Gefahr, sodass die Zuschauer erst einmal recht unspektakuläre 25 Minuten zu sehen bekamen. Dann hatten sie bei der ersten nennenswerten Gelegenheit der zweiten Hälfte aber gleich Grund zum Jubeln. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite wurde der Versuch des eingewechselten Emiljano Mjeshtri geblockt, Janssen stand wieder richtig und staubte ab (70.). Lediglich vier Minuten später legte Atlas nach. Oliver Rauh tankte sich über rechts durch und konnte im Strafraum nur durch ein Foul von Johannes Patz gestoppt werden. Florian Stütz verwandelte abgezockt vom Punkt.

Dank des dritten Sieges in Folge hat Atlas nach sieben Partien nun 17 Zähler auf dem Konto und ist weiterhin ungeschlagen. Weiter geht es bereits am kommenden Freitag mit einer interessanten Auswärtsaufgabe: Das Riebau-Team gastiert bei Kickers Emden.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.