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A-Junioren Fußball-Bezirksliga
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Matchball vergeben

Ralf Kilian 20.05.2019 0 Kommentare

Top-Torjäger Jan-Luca Rustler (hier im Pokal gegen Hansa Frisoythe) erzielte diese Saison bereits 28 Treffer, beim GVO konnte er jedoch kaum Akzente setzen.
Top-Torjäger Jan-Luca Rustler (hier im Pokal gegen Hansa Frisoythe) erzielte diese Saison bereits 28 Treffer, beim GVO konnte er jedoch kaum Akzente setzen. (INGO MÖLLERS)

Oldenburg. Es war das Gipfeltreffen in der Fußball-Bezirksliga der A-Junioren – und der VfL Stenum wollte eine Vorentscheidung im Titelrennen erzwingen. Doch es kam anders. Der Spitzenreiter unterlag bei GVO Oldenburg verdient mit 2:3 (1:3) und liegt jetzt nur noch einen Punkt (und 15 Tore) vor seinem unmittelbaren Verfolger. „Ich bin trotzdem optimistisch. Wir müssen einfach in den letzten vier Spielen unsere Hausaufgaben machen“, fasste VfL-Trainer Frank Radzanowski nach der ersten Saisonniederlage schnell wieder Mut.

Das mit den Hausaufgaben ist wörtlich zu nehmen, denn alle vier Partien trägt der VfL am heimischen Kirchweg aus. Sechs Punkte in den nächsten beiden Duellen am Freitag gegen Absteiger BV Garrel und am folgenden Montag gegen den Zehnten TuS Eversten sind Pflicht. Doch die abschließenden Hürden gegen die JSG Emstek/Höltinghausen (Position drei) und zum Saisonfinale gegen den TuS Heidkrug (Platz vier) sind hoch, besonders wenn man die nervliche Anspannung mit einbezieht. „Wir dürfen uns nicht auf unserem Polster ausruhen“, warnte Radzanowski. Seine Mannschaft ließ sich zu schnell den Schneid von den griffigen Oldenburgern abkaufen. Vor knapp 100 Zuschauern – unter ihnen auch Atlas-Legende Hakan Cengiz, dessen Sohn Mika die GVO-Abwehr zusammenhielt – begannen die Gastgeber druckvoll. Stenum verzeichnete erst nach zehn Minuten mehr Spielanteile und durch einen Volleyschuss von Fynn Brenneiser die erste Torannäherung. Vermutlich wäre die Partie anders verlaufen, wenn Torjäger Jan-Luca Rustler nicht in der 14. Minute großes Pech gehabt hätte. Nach einer Flanke von Crispin Mintert tauchte er frei vor GVO-Keeper Paul Nagel auf, schoss ihn an und versenkte den Abpraller im Tor. Allerdings war ihm der Ball zuvor an die Hand gesprungen, deshalb fand der Treffer keine Anerkennung.

Abdoulie Sillha nicht zu bremsen

Das war ärgerlich, und dazu gesellte sich noch eine Unaufmerksamkeit in der Defensive. Nach einem weiten Eckball übersprang Abdoulie Sillah sämtliche VfL-Verteidiger und köpfte zum 1:0 ein (17.). „Hohe Bälle nach Standards wollten wir eigentlich vermeiden. Und der war so hoch, da lag schon Schnee drauf“, ärgerte sich Radzanowski. Wobei Schnee bei 30 Grad in der Sonne eher nicht vorzufinden war. Das 2:0 entsprang ebenfalls einem langen, hohen Schlag, bei dem sich Mike Oliver Hartwig und Torwart Marcel Rüdebusch gegenseitig irritierten, sodass Calvin Asare nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (21.). Der VfL war geschockt, wurde aber von Felix Oetjen wieder zurückgeholt. Schon bei seinem ersten Durchbruch wurde er elfmeterreif gestoppt (27.), drei Minuten später zeigte Schiedsrichter Niklas Grönitz aus Edewecht nach rüdem Einsatz von Tom Metzkat dann tatsächlich auf den Punkt. Tom Geerken nutzte den Strafstoß für sein 22. Saisontor – das 2:1 (30.).

Doch keine 60 Sekunden später folgte der nächste Schock: Der VfL verteidigte einen Pass in die Schnittstelle erneut unzureichend, sodass Sillah mit Hilfe des Innenpfostens das 3:1 gelang. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können, wenn Sillah nicht in Minute 43 am Lattenkreuz gescheitert wäre. „Wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugriff bekommen“, musste Radzanowski erkennen.

Das wurde nach dem Seitenwechsel besser, und die vielen VfL-Fans hatten gehofft, dass der Lattenkracher von Oetjen (60./20-Meter-Freistoß) ein endgültiger Weckruf war. Doch die ansonsten so quirlige Stenumer Offensive hatte abgesehen von Oetjen nicht ihren besten Tag erwischt. Der GVO konterte jetzt verstärkt und kam zu klaren Möglichkeiten – Awrdekhan Kheder (71.) und Hannes Lange (76.) hätten das Spiel entscheiden müssen. So wurde es noch einmal eng, als Oetjen den Ball eroberte und Silas Dohrmann das 3:2 erzielte (89.). Es war das 99. Saisontor der Stenumer, Treffer Nummer 100 wollte jedoch nicht mehr gelingen.

„Irgendwann musste es uns ja mal erwischen, aber das wirft uns nicht um“, gab sich Radzanowski sofort wieder kämpferisch.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...