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Fest der Pferde
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Top-Reiter, Top-Pferde, Top-Kulisse

Nico Nadig 04.07.2019 0 Kommentare

Pech, als eine Stange fiel: Nach einem Fehler in der S***-Prüfung mussten sich Laura Voigt vom RV Ganderkesee und ihr Cracker by Jet mit Rang 17 begnügen.
Pech, als eine Stange fiel: Nach einem Fehler in der S***-Prüfung mussten sich Laura Voigt vom RV Ganderkesee und ihr Cracker by Jet mit Rang 17 begnügen. (Janina Rahn)

Winkelsett-Wohlde. Sören Pedersen klang zufrieden, aber durchaus auch erschöpft. Verständlich. Was er gemeinsam mit seiner Familie und etlichen Helfern auf seinem Hof in Winkelsett-Wohlde auf die Beine gestellt hatte, erforderte offensichtlich viel Organisation und vor allem Arbeit: Von Dienstag bis Mittwoch richtete der dänische Reiter sein Springturnier aus. Und erneut hat sich bewiesen, dass die Familie mit dem Veranstaltungstitel „Fest der Pferde“ absolut richtig lag. Denn wieder folgten etliche international erfolgreiche Reiter der Einladung und sorgten sowohl mit ihren Nachwuchs- als auch Toppferden für Sport der Extraklasse. „Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Wir haben tollen Sport gesehen. Letztlich ist für mich aber am wichtigsten, dass alle gesund durchgekommen sind“, freute sich Sören Pedersen und schickte noch ein „dickes Dankeschön“ an Helfer und Unterstützer hinterher.

Mittlerweile kann man wohl getrost sagen, dass sich das Turnier etabliert hat. Zum nunmehr dritten Mal richtete die Familie die Veranstaltung auf ihrem Rasenplatz aus und lockte damit neben etlichen Topreitern auch reichlich Zuschauer an. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass das Ganze recht gut angenommen werden würde. Aber so einen guten Zuspruch haben wir nicht erwartet“, sagte Sören Pedersens Sohn Nicolas, der in die Organisation involviert ist. Deshalb gibt es laut Nicolas Pedersen auch erste Überlegungen, das Turnier im kommenden Jahr etwas zu vergrößern. Was dem Nachwuchsreiter genau vorschwebt? Der Mitorganisator erklärte: „Vielleicht vergrößern wir uns ein bisschen und richten internationale Prüfungen aus. Aber das sind nur erste Gedankenspiele.“

Klar ist allerdings, dass der Termin bestehen bleiben wird. Schließlich hat sich die Familie Pedersen bewusst für ihn entschieden und spricht damit auch die Reiter an. Denn viele von den Sportlern nutzen die Veranstaltung, um sich auf das berühmte CHIO in Aachen vorzubereiten. Nicht nur der Termin etwas mehr als eine Woche vor Beginn ist dabei optimal, sondern eben auch die Bedingungen mit einem Rasenplatz. So diente das Turnier beispielsweise für die Pferde von Hendrik Sosath als finale Formüberprüfung vor dem CHIO, der bekanntlich ebenfalls auf dem Grün ausgerichtet wird. „Ich komme wirklich gerne hierher. Das ist einfach ein superschöner Grasplatz. Und es ist gut organisiert. Dienstag sind die älteren Pferde dran, Mittwoch die jüngeren“, lobte der Reiter aus Lemwerder die Veranstalter. Übrigens: Er kennt Sören Pedersen schon ziemlich lange. Früher habe man viel zusammengearbeitet. „Das war vor 15, 16 Jahren so, als ich kleiner war. Die guten Pferde waren damals bei Sören im Beritt“, erinnerte sich Sosath.

Spannung bei der Großen Tour

Am ersten Turniertag stand unter anderem die Große Tour auf dem Programm. Beim ersten Durchgang, ein S**-Springen, setzte sich Jasper Kools (RV Oldenburger Münsterland) auf Chatto gegen etliche Topreiter durch. Um nur zwei davon zu nennen: Auf Platz sieben landete der letztjährige Deutsche Meister Mario Stevens (RUFV Lastrup). Mit Laura Klaphake (RV Oldenburger Münsterland) reihte sich auf Platz zehn eine Reiterin ein, die im vergangenen Jahr den Nationenpreis in Aachen gewann und sich 2017 zur Deutschen Meisterin kürte. Gastgeber Sören Pedersen verpasste dagegen eine Platzierung. Der zweite Durchgang wurde unterdessen als Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S*** ausgetragen. Hier setzte sich Tobias Meyer vom RuFG Falkenberg durch. Auf dem Hengst Samurai gelang ihm in der zweiten Phase eine Fabelrunde: Er war fast zwei Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Stevens. Dieser Sieg bescherte Meyer zudem den Gewinn in der Gesamtwertung der Großen Tour, nachdem er beim ersten Wertungsdurchlauf auf dem neunten Platz gelandet war.

Im zweiten Durchgang startete mit Laura Voigt auch eine Reiterin des RV Ganderkesee. Auf Cracker By Jet verpasste sie als 17. eine Platzierung. In der ersten Phase hatte das Duo eine Stange gerissen.

Bei der kleinen Tour sah es derweil vor der finalen Prüfung danach aus, dass sich ein Lokalmatador den Sieg sichern könnte: Frederik Geue vom RC Hude hatte die M*-Prüfung zuvor auf Confiance gewonnen. Der Ganderkeseer Marius Horstmann hatte als Zweitplatzierter in der ersten Wertung ebenfalls gute Chancen auf den Gesamtsieg. Allerdings blieben beide Reiter beim entscheidenden S*-Springen nicht fehlerfrei. Mit zwölf Strafpunkten verpasste Horstmann auf Cedric K eine Platzierung deutlich. Für Geue reichte es trotz vier Fehlerpunkte immerhin noch zum fünften Rang.

Chancen auf den Gesamtsieg hatte er damit allerdings nicht mehr. Diesen holte sich Janne Sosath-Hahn, Hendrik Sosaths Schwester, auf Cadora. Das Duo gewann die S*-Prüfung und hatte sich zuvor bei dem M*-Springen auf Rang acht platziert.

An Tag zwei stand zum Abschluss des Turniers die Youngster-Tour an. Bei der Springprüfung der Klasse M** feierte Sören Pedersen als Gastgeber auf seinem Wallach Araconti den Sieg. Die abschließende S**-Prüfung gewann ebenfalls ein Lokalmatador – also zumindest eine Art Lokalmatador. Der Däne Thomas Kolborg Johansen hat auf dem Hof der Familie Pedersen gelernt, ehe er auf einem anderen Betrieb tätig wurde und nun nach Dänemark zurückkehrt. „Das ist natürlich Extraschön“, freute sich Kolborg und fügte grinsend hinzu: „Vielleicht hatte ich so was wie einen kleinen Heimvorteil.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?