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VfL Stenum ist trotz Traumtor chancenlos

Ralf Kilian 01.05.2019 0 Kommentare

Stenums Trainer Thomas Baake bekommt kaum noch elf Akteure zusammen. Seine Notelf unterlag daheim mit 2:5 gegen GVO Oldenburg.
Stenums Trainer Thomas Baake bekommt kaum noch elf Akteure zusammen. Seine Notelf unterlag daheim mit 2:5 gegen GVO Oldenburg. (INGO MÖLLERS)

VfL-Trainer Thomas Baake sehnt das Saisonende herbei: „Wir müssen jetzt noch fünf Spiele lang die Zähne zusammenbeißen“, blickte Stenums Coach auf das Restprogramm. Seine Notelf hatte soeben mit 2:5 (0:3) gegen den Tabellendritten GVO Oldenburg verloren, zudem verletzte sich mit Paul Fuhrken ein weiterer Spieler. Aus dem 22-Mann-Kader hatte Baake nur neun Akteure zur Verfügung, ergänzt durch drei Mann aus der Reserve, darunter Torwart Marc Landwehr, der nach anfänglichen Unsicherheiten in Halbzeit zwei eine höhere Niederlage verhinderte.

Das Dilemma auf der Torwartposition steht sinnbildlich für die Stenumer Personalsituation. Maik Panzram fehlte rotgesperrt, Marco Scheffler verletzte sich im Training und Thorben Riechers musste arbeiten. Dazu kommt der Beschluss der Vereinsführung, die A-Junioren nicht mehr einzusetzen, damit sie sich nicht verletzen und den Landesligaaufstieg gefährden. Das hat Baake zähneknirschend akzeptiert. „Ich mache diese Puzzelei schon die ganze Saison, da kommt es auf fünf Spiele auch nicht mehr an. Aber nächste Saison werden wir auf jeden Fall einen Kader von 25 bis 27 Mann haben“, sagte er.

Gegen einen starken Gegner wie GVO hätte nur eine Top-Leistung gereicht. „Ich hatte vorher vor Lasse Dworczak gewarnt, der durch seine Schnelligkeit brilliert. Und dann macht der gleich das 0:1“, berichtete der VfL-Trainer. Stenums linke Seite offenbarte häufig Abstimmungsschwierigkeiten, so konnte Dworczak fast von der Mittellinie durchlaufen und zum 0:1 einschieben (5.). GVO begann eiskalt und machte mit der zweiten Chance das 0:2 (20.), wobei Keeper Marc Landwehr den Schuss von Tilko Trebesch gegen seine Laufrichtung über die Hände rutschen ließ.

Es folgte die beste Stenumer Phase. Kapitän Maximilian Klatte rannte nach einer missglückten Kopfballrückgabe frei auf GVO-Schlussmann Lukas Oltmanns zu, scheiterte aber mit seinem Lupfer (22.). Kurz darauf war er schon an Oltmanns vorbei, doch sein Schuss wurde noch von der Linie gekratzt (23.). Und auch der Kopfball von Fynn Dohrmann strich nur knapp über die Latte (28.). Der Anschluss lag in der Luft, stattdessen nahm Dworczak einen langen Ball klasse mit und verpasste Stenum mit dem 0:3 (43.) den „Knockout“, wie Baake später sagte.

In der Pause appellierte der Coach an die Führungsspieler: „Ich habe sie ins Gebet genommen, dass sie den jungen Spielern helfen sollen und wir uns nicht abschießen lassen.“ Die aufbauenden Worte halfen besonders Landwehr, der in Halbzeit zwei einige herausragende Paraden zeigte. Schon beim 0:4 (58.) verhinderte Stenums Keeper Nummer vier ein Eigentor von Julian Dienstmaier, den Nachschuss versenkte jedoch Andre Geiken. Zehn Minuten später wurden die Gastgeber erstmals für ihren Aufwand belohnt, Dohrmann gelang nach energischer Balleroberung per Flachschuss das 1:4 (68.). Auf der Gegenseite sorgte Landwehr für Begeisterung, als er einen knallharten 18-Meter-Schuss von Patrick Janzen per Seitfallzieher entschärfte und zuvor schon Dworczak im Eins-gegen-eins den Zahn zog. Gegen Geikens Konter zum 1:5 (75.) war er machtlos.

Das Highlight des Abends setzte dann Dohrmann mit dem 2:5. Den Anstoß nach dem fünften Gegentor legte Klatte zurück auf Stenums Nummer zehn, der ihn aus 55 Metern über GVO-Torwart Oltmanns hinweg ins Tor schoss. „Immerhin haben wir das schönste Tor geschossen“, freute sich Baake. Wenn kurz darauf Alexander Ruge das mögliche 3:5 erzielt hätte, wäre es womöglich noch einmal spannend geworden (79.). Nur eine Zeigerumdrehung später wälzte Patrick Janzen sich zunächst am Boden, sprang dann auf, drang in den Stenumer Sechzehner ein und holte einen Foulelfmeter heraus. Den knallte Dworczak jedoch übers Tor, ansonsten hätte sich Baake noch mehr aufgeregt. „So etwas macht man nicht, erst recht nicht, wenn man 5:2 führt. Insgesamt hat GVO natürlich verdient gewonnen“, fasste er zusammen.


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Leserkommentare
peteris am 23.10.2019 11:44
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suziwolf am 23.10.2019 11:40
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