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Fußball-Kreisliga
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VfL Stenums Reserve im Lattenpech

Ralf Kilian 03.10.2019 0 Kommentare

TSV Ganderkesees Keeper Christian Klattenhoff hatte großen Anteil daran, dass sein Team beim 0:0 gegen den VfL Stenum einen Punkt holte.
TSV Ganderkesees Keeper Christian Klattenhoff hatte großen Anteil daran, dass sein Team beim 0:0 gegen den VfL Stenum einen Punkt holte. (INGO MÖLLERS)

Ganderkesee. Der Aufsteiger VfL Stenum II ist mittlerweile angekommen in der Fußball-Kreisliga. Nach zwei Siegen in Folge gegen den TV Munderloh und gegen den TV Falkenburg langte es beim TSV Ganderkesee am Mittwochabend zu einem 0:0. Ein Ergebnis, über das sich Trainer Frank Radzanowski vor zwei Wochen wohl noch uneingeschränkt gefreut hätte. Doch mit den Erfolgen steigt auch das Selbstvertrauen und Radzanowski konnte zu Recht behaupten: „Das Spiel hatten wir voll im Griff und wir hatten deutlich mehr Chancen.“ Wohl wahr, denn neben zwei Lattentreffern meldeten die Gäste noch vier weitere dicke Möglichkeiten.

„Trotzdem sehe ich das nicht so, dass wir zwei Punkte verloren haben. Ich bin stolz darauf, wieviel Einsatz die Jungs gezeigt haben“, führte Radzanowski weiter aus. In der Tat ging es bei sehr herbstlichen Bedingungen – sieben Grad, Dauerregen und böiger Wind – zunächst mal nur über Kampf und Einsatz. „Insgesamt war das viel Kampf und Krampf“, erklärte Ganderkesees Co-Trainer Timo Obal. „Besonders in der ersten Halbzeit wollte es Stenum mehr.“ Obal hatte diesmal die Verantwortung anstelle des urlaubenden Cheftrainers Stephan Schüttel. Den Rückenwind vom überraschenden 3:2 am vergangenen Sonnabend gegen den Harpstedter TB konnte der TSV allerdings nicht mitnehmen, zumal Siegtorschütze Byron Garcia am Mittwoch fehlte.

Stenums Reserve hatte sich dafür Fynn Dohrmann aus dem Bezirksligakader ausgeliehen und kam viel besser in die Partie. Trotz der Regengüsse präsentierte sich der Hauptplatz am Immerweg in sehr gutem Zustand, Stenum II nutzte das zu schnell vorgetragenen Angriffen. Bereits in der siebten Minute wackelte erstmals die Latte des Kastens von TSV-Keeper Christian Klattenhoff. Lucas Weigelt hatte aus 22 Metern zum Schlenzer angesetzt. Dafür erwischte Klattenhoff eine Hereingabe knapp vor Stenums Zehner Kevin Sass (8.), hatte dann aber Glück beim Versuch vom freistehenden Björn Eggeling (11.). „Jetzt wacht endlich auf“, forderte Obal von der Seitenlinie auf.

Doch der Weckruf fruchtete zunächst nur halbwegs. Wenn Stenums Timm Strodthoff sein strammes Tempo einbrachte, kam das gesamte Ganderkeseer Gefüge stets ins Schwimmen. So auch in der 17. Minute als Strodthoff nach langem Sprint Sass einsetzte, der völlig blank auf Klattenhoff zulief. Allerdings überlegte Sass offenbar zu lange und wurde noch von Sascha Reepel abgelaufen. Dessen Vorderleute hatten nur eine gute Möglichkeit, als Stenums sonst beschäftigungsloser Schlussmann Marc Landwehr den Ball vor die Füße von Benny Latwesen fallen ließ. Ganderkesees Angreifer war davon scheinbar selbst überrascht und schoss Landwehr den Abpraller in die diesmal fangbereiten Arme (28.). „In der ersten Halbzeit haben wir richtig stark gespielt“, zog Radzanowski ein zufriedenes Zwischenfazit.

Zwar hatten die Gastgeber schon ab Mitte der ersten Hälfte ein Gleichgewicht hergestellt, Möglichkeiten hatten aber auch nach dem Seitenwechsel nur die Stenumer. Kevin Sass stand ein zweites Mal völlig frei vor dem Führungstor. Björn Eggeling hatte stark vorbereitet, doch noch besser war Klattenhoffs Fußabwehr gegen den Schuss von Sass (55.). Nachdem Strodthoffs Flanke von einer Windböe aufs Tor geweht wurde (58.), beendete der immer stärkere Regen vorübergehend jegliche Spielkunst. Zweikämpfe dominierten die Partie und Schiedsrichter Jan-Marvin Schelenz musste schon sehr genau hinsehen. Beim Einsteigen von Bjarne Walkenhorst gegen Eggeling hätte es auch Strafstoß für Stenum II geben können (76.), kurz zuvor hatte Keeper Landwehr gegen den eingewechselten Torben Findeisen gerettet.

Als nicht mehr viel ging, fasste sich Stenums Innenverteidiger Jonas Bühling ein Herz und knallte den Ball aus gut 35 Metern an den Querbalken (81.). Danach hatte der TSV noch zwei vielversprechende Annäherungen durch Walkenhorst (87., abgelaufen von Bühling) und in letzter Sekunde durch Luca Linnemann (90.+3). „Am Ende ging das 0:0 in Ordnung. Starke Gegner wie Harpstedt liegen uns wohl mehr“, musste sich Obal mit einem Punkt zufriedengeben.


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...