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Vorentscheidung im Titelkampf?

Michael Kerzel 03.05.2019 0 Kommentare

Innenverteidiger Marius Krumland (Mitte) köpfte für den VfL Wildeshausen zuletzt zwei Treffer gegen den SV Tur Abdin.
Innenverteidiger Marius Krumland (Mitte) köpfte für den VfL Wildeshausen zuletzt zwei Treffer gegen den SV Tur Abdin. (INGO MÖLLERS)

Ein Sieg im Spitzenspiel und der VfL Wildeshausen steigt als Meister der Bezirksliga Weser-Ems in die Landesliga auf. Das ist keine allzu gewagte These, denn mit einem Dreier beim TuS Obenstrohe würde der Vorsprung der Krandelkicker auf elf Punkte anwachsen. Bei dann noch vier bevorstehenden Partien müsste es schon mit dem Teufel zugehen, damit der TuS den VfL noch abfängt. Weitere Konkurrenten im Aufstiegskampf gibt es nicht. Selbst ein Unentschieden dürfte wohl zu wenig sein aus Obenstroher Sicht. Doch ein Heimsieg gegen die Elf von Trainer Marcel Bragula könnte noch einmal Kräfte freisetzen und im Krandel für Nervosität sorgen. So oder so ist klar, dass die beiden besten Mannschaften dieser Spielzeit aufeinandertreffen, auch wenn die Obenstroher zuletzt schwächelten.

Konstantes Wildeshausen

In der Rückrundentabelle thront der SV Wilhelmshaven an der Spitze. Er hat einen Punkt mehr als Wildeshausen geholt. Durch die schwache Hinrundenleistung spielt der SVW im Aufstiegskampf jedoch keine Rolle. Obenstrohe agiert in der Rückrunde unkonstant, zuletzt schien dem TuS die Puste auszugehen. Sechs Punkte weniger als die Bragula-Elf fuhr das Team des Trainerduos Rainer Kocks/Marc Bury nach der Winterpause daher ein. Der TuS mühte sich zuletzt nur dank eines umstrittenen Elfmeters zu einem 1:0 gegen den FC Hude, davor setzte sich das Team gerade so mit 2:1 beim abgeschlagenen Absteiger Eintracht Wiefelstede durch. Aus den wiederum drei davor liegenden Begegnungen gegen Frisia und SV Wilhelmshaven sowie gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst brachte Obenstrohe keinen Punkt mit, kassierte zehn Gegentreffer und war zumindest gegen Abdin und den SVW chancenlos.

Der VfL Wildeshausen hingegen streut zwar ab und an ein unnötiges Unentschieden ein, doch die Mannschaft besticht durch ihre Konstanz. Kantersiege sind zwar selten, die Bragula-Elf verliert allerdings fast nie. Die letzte Niederlage stammt aus dem November, nach der Winterpause gewann die Krandelelf sechsmal und teilte zweimal die Punkte. Die einzigen Niederlagen stammen aus der Partie beim Drittletzten, dem TuS Eversten, und der Wildeshauser Standard-Niederlage auf dem Teppich des TSV Abbehausen. Grundlage für den VfL-Erfolg bildet in aller Regel die sattelfeste Abwehr. Lediglich 23 Tore kassierte die Bragula-Elf in 25 Spielen, Obenstrohe stellt mit 37 Gegentore die drittbeste der Liga. Zuletzt erzielte der SV Tur Abdin jedoch drei Tore in Wildeshausen. Die Geschwindigkeit der Delmenhorster setzte der Viererkette schwer zu. Und auch Obenstrohes herausragender Akteur, Janis Theesfeld, kommt über das Tempo. Dazu ist er sehr schwer vom Ball zu trennen und bleibt vor dem Tor eiskalt, 17-mal netzte er in dieser Spielzeit bereits. Mit Lars Zwick verfügt Obenstrohe über einen weiteren Torjäger, 14-mal war er erfolgreich.

Wildeshausen kommt hier über das Kollektiv. Mit Maximilian Seidel (elf Treffer), Sascha Görke (zehn), Robin Ramke (acht) und Lennart Feldhus, der in der Rückrunde in sieben Spielen fünfmal traf, hat Bragula viele Gefahrenherde auf dem Platz. Hinzu kommen die gefährlichen Standards von Lukas Schneider und Christoph Stolle, die regelmäßig den Kopf von Innenverteidiger Marius Krumland (fünf Tore) finden. Wenn es der Brechstange bedarf, hat Bragula zudem den Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit, Rene Tramitzke, in der Hinterhand. Im Hinspiel setzte sich Wildeshausen mit 3:2 in einem dramatischen Spiel durch. „Das war ein hart umkämpftes Spiel. So viele Gelbe Karten haben wir wohl noch nie gesehen“, meinte Bragula nach der Partie. Fünfmal verwarnte der Schiedsrichter den VfL, viermal den TuS. Ein ähnlicher Spielverlauf in Obenstrohe wäre nicht verwunderlich.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?