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Fußball-Landesliga Bremen
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270-minütiges Saisonfinale

Jens Pillnick 10.05.2019 0 Kommentare

Ein Bild mit Symbolcharakter: Vereint will der SV Grohn den Landesliga-Klassenerhalt schaffen.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Vereint will der SV Grohn den Landesliga-Klassenerhalt schaffen. (Jens Pillnick)

Bremen-Nord. Jan-Philipp Heine gibt auf Nachfrage ganz freimütig zu: „Ja, ich schaue mir das Restprogramm und die Tabelle immer wieder an.“ Verständlich, denn für den Spielertrainer des Fußball-Landesligisten SV Grohn geht es in den drei ausstehenden Spielen um die Zukunft der „Husaren“. Die liegt entweder weiterhin in der Landesliga oder in der Bezirksliga? Die Nordbremer befinden sich diesbezüglich weiter zwischen Hoffen und Bangen. Nur ums Prestige geht es hingegen im Derby zwischen DJK Blumenthal und dem SV Lemwerder.


SV Grohn – Tura Bremen: Der Blick auf das Restprogramm und die Tabelle sorgen bei Heine durchaus für Zuversicht: „Wenn ich mir nur den Tabellenstand und die Tabellenpositionen der Gegner anschaue, dann müssten wir es schaffen.“ Auch wenn die SG Findorff bei sechs Punkten Vorsprung noch nicht ganz in Sicherheit ist, kann man von einem Zweikampf sprechen, in dem sich die „Husaren“ befinden. Alles deutet darauf hin, dass der SV Grohn und der TV Bremen Walle 1875 den zweiten Abstiegsrang neben dem TSV Lesum-Burgdamm unter sich ausmachen. Derzeit haben die Waller bei Punktgleichheit die Tordifferenz auf ihrer Seite. Aber die „Husaren“ haben, wie bereits angedeutet, das auf dem Papier günstiger erscheinende Restprogramm. An diesem Sonntag treffen sie zunächst auf den Tabellensechsten Tura Bremen, dann auf das abgeschlagene Schlusslicht Lesum und zuletzt auf den unter zunehmender Personalnot leidenden SV Lemwerder. Der TV Bremen Walle 1875 muss sich noch mit dem TuS Huchting (8.), Tabellenführer SV Hemelingen und abschließend DJK Blumenthal messen. Somit sind alle vier Mannschaften aus dem Kreis Bremen-Nord noch ein Stück weit im Abstiegskampf involviert.

Ob Spiele gegen einen Lokalrivalen ein Vor- oder Nachteil sind, darüber will Jan-Philipp Heine gar nicht spekulieren: „Wir gucken nur auf uns.“ Und das, was die Grohner bei der Rückbetrachtung der vergangenen Wochen geleistet haben, konnte sich durchaus sehen lassen. Zwar gab es auch mal „Aussetzer“ (Heine), aber insgesamt spielen die „Husaren“ seit der Amtsübernahme von Heine stabil, diszipliniert und taktisch sehr ambitioniert, zudem demonstrieren sie einen neuen Zusammenhalt. Der jüngst am spielfreien Wochenende mit einem gemeinsamen Essen nochmals gefestigt wurde. „Wir müssen 270 Minuten alles reinlegen“, fordert Heine für die letzten drei Spiele und hat dafür mit dem jüngsten Auftritt in Woltmershausen ein Paradebeispiel zur Hand. Dort gingen die „Husaren“ an ihre Grenzen und wurden mit einem 2:1-Sieg belohnt. Und schon in Pusdorf schwor Heine seine Schützlinge nach dem Abpfiff darauf ein, dass er möglichst alle restlichen zu vergebenen neun Zähler holen wolle. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich nun an diesem Sonntag gegen Tura Bremen.

Sonntag, 15 Uhr, Oeversberg


DJK Blumenthal - SV Lemwerder: Im Herbst vergangenen Jahres hat DJK die über mehr als eine ganze Saison gehende Siegesserie des SVL in den Nordderbys mit einem 2:2 beendet. Und auch jetzt, nachdem am vergangenen Wochenende erreichten Klassenerhalt, will DJK den um einen Platz und fünf Punkte besser dastehenden Konkurrenten wieder ärgern. „Derby sind immer heiße Spiele. Wir wollen aus den verbleibenden drei Spielen noch sieben Zähler holen“, will DJK-Trainer Aydin Pekyalcin von einem Schongang zum Saisonende hin nichts wissen. Geschont wird aber wohl der eine oder andere Stammspieler, denn jetzt sollen auch die zum Zuge kommen, die zuletzt weniger gespielt haben.

Einen derartigen Luxus gibt es beim SVL nicht. Zuletzt stand nur noch der Trainer- und Betreuerstab als Wechselspieler zur Verfügung, dieses Wochenende scheint es nicht anders zu sein. „Wir haben fünf, sechs Langzeitverletzte, einige Angeschlagene und jetzt auch noch den gesperrten Fabio Forstmann. Ich muss sehen, dass wir überhaupt eine vernünftige Startelf zusammenbekommen“, berichtet SVL-Trainer Norman Stamer. Auch wenn insgesamt die Luft raus sei, wolle er mit dem SVL aber gerne die beste Nordelf werden.

Sonntag, 15 Uhr, Burgwall


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...