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MTV: Vier Teams, vier Medaillen

Sabine Lange 10.03.2016 0 Kommentare

Die Prellball-Teams des MTV Eiche Schönebeck wurden bei den norddeutschen Prellballmeisterschaften der Jugend ihrer Favoritenrolle gerecht. Alle vier in Dassel gestarteten Mannschaften qualifizierten sich für die nationalen Titelkämpfe, die am 9. April in Waiblingen stattfinden werden. Zwei Goldmedaillen, ein Vizetitel und ein dritter Platz waren die Ausbeute. Ohne sportliche Erfolgserlebnisse blieben die Schüler und Schülerinnen der SG Aumund-Vegesack. Sie sammelten in ihrer erst kurzen Prellball-Karriere jedoch wichtige Erfahrungen und dehnten die Reise nach Süd-Niedersachsen zum Drei-Tagesausflug aus.

„Das war ein ganz starker Auftritt. Ich bin total zufrieden mit den Leistungen meiner Teams“, begeisterte sich die Schönebeckerin Trainerin Inge Mahler nach den Titelkämpfen. Dass sich wie im Vorjahr alle vier MTV-Mannschaften weiterqualifizieren würden, hatte sie vermutet und schon Unterkünfte für die Reise nach Waiblingen vorreserviert. Nun kann die Buchung bestätigt werden und der MTV mit einer großen Gruppe auf Tour gehen. „Das wird der sportliche Höhepunkt einer erfolgreichen Saison. Einen Bus für 50 Personen habe ich auch schon. In dem ist noch Platz für Fans“, berichtete die MTV-Trainerin.

Die Schönebecker Schüler und die weibliche Jugend verteidigten ihre Vorjahrestitel mit Bravour. Die bei Meisterschaften bislang ungeschlagenen MTV-Mädchen wurden nur selten sportlich gefordert. „Die Mannschaft wurde in der Halle als Selbstläufer bezeichnet“, erklärte Inge Mahler. Und das war sie größtenteils auch. „Die Mädels haben viel ausprobiert, sich selbst gecoacht und selbst eingewechselt“, berichtete Mahler. Nur bei zwei Partien habe sie als Unterstützung hinter dem Feld gestanden. So bei der Begegnung gegen den späteren Vizemeister TV Sottrum. Der erwies sich zumindest über eineinhalb Spielhälften als annähernd gleichwertiger Gegner. Zum Schluss gewann die Schönebecker Bundesliga-Crew aber noch sicher mit 36:28.

An Selbstbewusstsein mangelte es den Schönebecker Schülern in Dassel nicht. Schon vor den Titelkämpfen hatten sie ihrer Trainerin prophezeit, dass sie Meister werden würden. Nach einer perfekten Vorrunde mit drei hohen Siegen setzten sie sich auch im Kreuzspiel gegen Gastgeber MTV Markoldendorf souverän mit 39:26 durch. Im Finale sprang gar ein 54:13-Erfolg gegen den TV Sottrum heraus. Der hatte angesichts der sowieso drohenden Niederlage seine Ersatzspieler gegen den hohen Favoriten ins Rennen geschickt. Das schmälerte jedoch nicht die Leistung des MTV-Teams. „Die Jungs sind als Mannschaft so toll zusammengewachsen. Und als neues Mitglied hat sich Emre Yet hervorragend eingebunden“, lobte Inge Mahler die jungen Prellballer.

Nachdem es mit dem Klassenerhalt in der Bundesliga nicht geklappt hatte, wollte auch die männliche Jugend des MTV Gold bei den „Norddeutschen“. Doch am Ende mussten sich die ehrgeizigen Schönebecker mit Silber zufriedengeben. „Da waren sie enttäuscht“, verriet Trainerin Mahler. Über das ganze Turnier zeigte ihre Mannschaft eine super Leistung. „Die Annahme stand. Der Schlag war gut. Sie waren von Anfang an voll konzentriert“, begeisterte sie sich. Doch ausgerechnet in der letzten Begegnung, als die Schönebecker dem ebenfalls noch ungeschlagenen TV Sottrum gegenüber standen, fanden sie nicht ins Spiel. So kurz vor dem Ziel sei der Druck wohl zu groß gewesen, vermutete Inge Mahler. Erst in der zweiten Halbzeit lief es wieder rund im MTV-Team, doch da ließ sich der TV Sottrum die Zügel nicht mehr aus der Hand nehmen. Die Zuschauer freuten sich über ein sehr kampfbetontes Match mit vielen schönen Spielzügen, bei dem die Schönebecker mit 28:32 unterlagen.

Bronzemedaillen brachten die Schülerinnen nach zwei Niederlage und zwei Siegen mit nach Hause. Sie präsentierten sich anfangs recht unsicher, steigerten sich aber im Laufe des Turniers.

Mit sportlichen Erfolgen konnten die beiden SAV-Teams bei den norddeutschen Meisterschaften nicht punkten. Dafür überzeugten sie aber mit motivierten Auftritten. „Die kämpferische Einstellung stimmte“, fand Trainer Rolf Honisch. Seine Jungs hätten gegen Marienfelde vielleicht so gar gewinnen können. Doch habe die Mannschaft nervös und übermotiviert agiert. Abgeklärter traten die Mädchen auf, in denen der SAV-Coach viel Potenzial sieht.


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Leserkommentare
Bunker-F76 am 20.10.2019 11:04
Ich habe in diesem Artikel ganze achtmal des Wort Rechtsextrem(ismus) registriert.
Linksextrem(ismus) kein einziges mal.
Dabei sollte ...
Opferanode am 20.10.2019 10:48
"Endlich mal ein Angebot, wo Bremen offenbar einen Spitzenplatz hält, und interessierte Menschen die Qual der Wahl haben."
Das kann ja wohl ...