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Eiche Schönebeck verteidigt seinen Prellball-Schülerinnen-Titel bei den Deutschen Meisterschaften
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MTV-Mädchen eine Klasse für sich

Karsten Hollmann 25.04.2013 0 Kommentare

Die Schülerinnen des MTV Eiche Schönebeck spazierten bei der DM in Berlin zum Titelgewinn. Zur erfolgreichen Mannschafte
Die Schülerinnen des MTV Eiche Schönebeck spazierten bei der DM in Berlin zum Titelgewinn. Zur erfolgreichen Mannschaften gehören (von links): Sina Dentler, Neele Tiedje, Tabea Kluba, Lena Feegel, Vivien Mahler und Melina Husen. (Fr)

Schönebeck. Eine Klasse für sich stellt die Schülerinnen-Formation des MTV Eiche Schönebeck im Prellball dar. Die zwölf und 13-jährigen Hansestädterinnen ergatterten mit sechs klaren Siegen zum zweiten Mal in Folge souverän den Deutschen Meistertitel in Berlin. "Meiner Mannschaft kann einfach keiner das Wasser reichen. Die Trainer der anderen Teams standen nur staunend da und haben mich um meine Spielerinnen beneidet", versicherte Schönebecks Trainerin Inge Mahler.

Die Nordbremerinnen starteten mit einem 47:19-Erfolg über den MTV Wohnste ins Turnier. Es folgte ein noch souveränerer 49:13-Triumph über den TV Rieschweiler. Dieses Ergebnis verbesserte der Titelverteidiger noch mit einem 49:6-Sieg über den SV Diepholzhofen. "Nur sechs Fehler in 20 Minuten sind der Wahnsinn", schwärmte Inge Mahler. Nach einem 46:21-Erfolg über den TV Winterhagen standen die Schönebeckerinnen mit 191:59 Punkten als Erster ihrer Gruppe fest. Dadurch qualifizierten sie sich direkt für das Halbfinale am zweiten Tag. Hier war der TV Hochneukirch beim 51:17-Triumph des MTV hoffnungslos überfordert. "Meine Spielerinnen hatten schon Mitleid mit ihren Gegnerinnen. Sie haben sich teilweise gar nicht getraut, richtig durchzuziehen", betonte Mahler.

Dominanz auch im Finale

Auch im Finale änderte sich nichts an der enormen Dominanz des MTV Eiche Schönebeck. Sina Dentler, Vivian Mahler, Tabea Kluba, Melina Husen, Lena Feegel sowie Neele Tietje besiegten auch den TV Sottrum deutlich mit 48:21. "Meine Spielerinnen haben sich so gut ergänzt. Sie standen wie eine Mauer. Da gab es für die Gegnerinnen kein Durchkommen", berichtete Inge Mahler. Ihre Schützlinge hätten in kürzester Zeit sämtliche Lücken bei den Kontrahentinnen aufgedeckt. "Welch Auge meine Spielerinnen bewiesen haben, ist nicht mehr normal", so Mahler.

Die Schüler des MTV Eiche Schönebeck boten mit Janik Mahler, Philipp Werner, Saymon Beyran sowie Florian Feegel gleich vier Youngster auf, die ihre Premiere bei den nationalen Titelkämpfen feierten. Ergänzt wurde das Quartett von den Routiniers Fabian Severin und Pascal Knoop. "Es war schon toll, wie vor allem Fabian das Team aufgebaut hat", lobte Inge Mahler Fabian Severin. Die Nordbremer hatten zu Beginn aber mit großer Nervosität zu kämpfen. Auch deshalb gingen die Partien gegen den TuS Aschenstrang sowie gegen den Kölner TB mit 21:47 beziehungsweise mit 25:32 verloren. Doch dank eines 43:28-Erfolges über den SV Weiler sowie eines 43:39-Sieges über den TV Reutin qualifizierten sich die Schönebecker doch noch für die Endrunde der besten sechs Mannschaften.

Nach einer 30:43-Schlappe am Finaltag gegen den TV Berkenbaum lief Schönebeck im Spiel um Platz fünf eneut gegen den Kölner TB auf. Bis zwei Minuten vor dem Ende lag noch ein Sieg im Bereich des Möglichen. "Dann lagen aber die Nerven blank", informierte Mahler. Deshalb zogen die Kölner noch auf 38:31 davon. "Meine Jungs haben aber toll gekämpft", teilte Mahler mit. Den Deutschen Meistertitel sicherte sich der TV Kierdorf.

Die weibliche Jugend trat wegen des Ausfalls von Mayra Werner und Pia Müller nur zu dritt an. Ersatzfrau Jantje Scheller fügte sich gut ins Team ein. MTV-Spielmacherin Mara Tan legte eine fabelhafte Form an den Tag und erleichterte ihr den Einstieg. Sie spielten an der Seite von Macy von Schlieben. Mit einer hervorragenden Vorstellung trotzte Schönbeck Concordia Hülsede ein 33:33-Remis ab. Das Match gegen den VfL Weiblingen endete ebenfalls remis (31:31). In der Partie gegen den SV Weiler führten die Hanseatinnen zeitweise mit sieben Punkten. Der Kräftverschleiß führte aber noch zu einer 29:32-Schlappe gegen den späteren Gruppenersten. Auch gegen den TV Winterhagen blickte der MTV auf einen Vorsprung von sechs Punkten. Doch wieder machte sich das aufwendige Spiel zu dritt negativ bemerkbar. Die Folge war eine knappe 31:32-Niederlage, nachdem eine Angabe knapp ins Aus geflogen war.

In der Finalrunde um die Plätze sieben bis zehn besiegte Schönebeck den TV Frisch auf Altenbochum mit 34:26. Anschließend klappte mit einem 31:29 auch die Revanche gegen Winterhagen im Match um Rang sieben. Meister wurde der TV Sottrum. "Wenn wir in der Vorrunde gegen Winterhagen gewonnen hätten, wären wir auf dem Podest gelandet", war Inge Mahler hinterher überzeugt.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.