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Doch Prellball-Bundesligist in der Endabrechnung nur auf Platz vier / Mit drei Siegen ins Saisonfinale gestartet
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Schönebeck schlägt den Deutschen Meister

Sabine Lange 26.02.2014 0 Kommentare

Prellball MTV Eiche Schönebeck
Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2013/14 feierte Janine Schröder mit dem MTV Eiche Schönebeck drei Siege in Ludwigshafen. Ihre Mannschaft verpasste die Medaillenplätze hauchdünn. (Christian Kosak)

Bis zum Abpfiff der letzten Begegnung in der Bundesliga-Prellballsaison 2013/14 ging es in Ludwigshafen hoch her. Es wurde gekämpft, angefeuert, geflucht, geweint und gejubelt. Weil sich die Damenteams auch im Saisonfinale nichts schenkten, blieb das Rennen um die Medaillen bis zum Schluss spannend. Leer ging der MTV Eiche Schönebeck aus, der mit 32:12 Punkten auf Platz vier landete.

Ein bisschen traurig waren die Schönebeckerinnen schon, dass es nicht für einen Medaillenrang reichte. Doch die Freude über die erbrachte sportliche Leistung überwog am Ende. „Wir haben immerhin den Deutschen Meister geschlagen. Jedes unserer Spiele war hart umkämpft, die Mannschaft hat besser gespielt als jemals zuvor,“ begeisterte sich Trainerin Inge Mahler. Sie bescheinigte ihren Schützlingen Melanie Guse, Kim Korte, Janine Schröder und Lena Büntemeyer eine starke Teamleistung, Kampfgeist, Beweglichkeit und eine hervorragende Spieltaktik.

Bis zum vierten Match des Tages waren die Schönebeckerinnen im Siegesrausch. Nach einer mehr als sechsstündigen Anfahrt lief das MTV-Quartett zunächst gegen den TV Edingen auf und übernahm sofort das Zepter. Bis auf einen Durchhänger kurz vor der Halbzeit (17:16) präsentierten sich die Schönebeckerinnen von ihrer besten Seite und starteten mit einem 36:30-Erfolg in den Spieltag.

Prellball vom Allerfeinsten stand im Anschluss auf dem Programm. Vor dem Deutschen Meister TV FA Altenbochum wollten sich die Nordbremerinnen nicht verstecken. Und das gelang in einer äußerst kampfbetonten Partie hervorragend. Zur Taktik des MTV gehörte es, die schwache Linksaußenspielerin des Gegners auszutricksen. Das führte zu Unsicherheit in Reihen des hohen Favoriten. 14:14 hatte es zur Halbzeit gestanden, und drei Minuten vor dem Abpfiff waren die Teams noch immer gleichauf. In der Schlussphase aber agierte das Team aus Bremen-Nord geschickter als sein Gegner und gewann mit 29:25. Danach war die Freude riesengroß. „Da haben sich die Mädchen in den Armen gelegen“, berichtete Inge Mahler.

Nachdem die Mahler-Crew viel Selbstbewusstsein getankt hatte, stand sie dem TSV Burgdorf gegenüber. Ein unbequemer Gegner für die Bremerinnen. „Es ist uns schon immer schwer gefallen, gegen Burgdorf zu gewinnen. Die Spielerinnen beider Mannschaften kennen sich ganz genau,“ verriet Inge Mahler. Ihre Damen wollten nun „eine Spitze auf die Spitze setzten“ (Mahler) und verausgabten sich. Gleiches taten die Burgdorferinnen.

Wechselnde Führungen machten die Partie spannend. Bis sechs Minuten vor Schluss. Da hatten die Schönebeckerinnen den Trick gefunden, punktgenau in die Diagonale zwischen Außen- und Mittelfrau des Burgdorfer Trios zu schmettern. Schloss der TSV die Lücke, visierten die Mahler-Schützlinge die Ecken des Burgdorfer Spielfeldes an. So baute sich der MTV eine komfortable Führung auf, die auch nicht in Gefahr geriet, als Kim Korte wegen eines Muskelkrampfes vom Feld musste. Die Schönebeckerinnen gewannen sehr deutlich mit 31:23.

Serie reißt gegen TV Sottrum

Eine Medaille lag nun in Reichweite. Doch im Match gegen den TV Sottrum platzte der Traum. Das umkämpfte Geschehen schaukelte sich hoch. Die Partie wurde immer aggressiver geführt, denn keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Nach Unstimmigkeiten im Kampfgericht wurde der Schiedsrichter immer unsicherer. „Er war nicht parteiisch, sondern einfach überfordert“, stellte Mahler fest, deren Team sich durch einen Annahmefehler in der letzten Sekunde des Spiels hauchdünn mit 27:28 geschlagen geben musste. Nach diesem nervenzerfetzenden Kräftemessen war beim MTV die Luft raus. Er unterlag auch noch dem späteren Vizemeister TV Berkenbaum mit 27:34.

Begeistert und voll des Lobes war Inge Mahler trotzdem. „Für uns ein toller Abschluss in der eingleisigen Bundesliga. Ich habe vor Ort schon die Anmeldeformulare für die nächste Saison ausgefüllt und abgegeben. Dann wird es eine dreigleisige Bundesliga mit einer anschließenden Endrunde um die Deutsche Meisterschaft geben“, berichtet sie. Zum Saisonabschluss beim Deutschen Masters in Sottrum (29./30. März) will der MTV Schönebeck noch einmal vollen Einsatz zeigen, um die jetzt verpasste Medaille zu ergattern.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
kkahle am 21.10.2019 15:04
Achtung, Achtung!
Der kleine Jan hat sich im Internet verlaufen und sucht jetzt seine Mutti.
Wer ihm begegnet, möge ihm den Weg nach ...
suziwolf am 21.10.2019 15:04
Weit weg ... @Jubi ... ist Erdogan.

Nicht nur geografisch, sondern auch
,Ihrer Vorfreude entsprechend‘ 🙀 !

Und, wenn ...