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Fußball-Regionalliga der B-Junioren
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Auftakt gegen den KSV Holstein Kiel

Klaus Grunewald 10.07.2019 0 Kommentare

Linus Schäfer (rechts, mit Borgfeld gegen Dresden) kehrt zum Regionalliga-Aufsteiger JFV Bremen zurück. In der vergangenen Saison spielte er für den Bundesliga-Absteiger SC Borgfeld. Nun wird er mit JFV Bremen auf den SC Borgfeld treffen. Die
Linus Schäfer (rechts, mit Borgfeld gegen Dresden) kehrt zum Regionalliga-Aufsteiger JFV Bremen zurück. In der vergangenen Saison spielte er für den Bundesliga-Absteiger SC Borgfeld. Nun wird er mit JFV Bremen auf den SC Borgfeld treffen. Die weiteren Lokalrivalen sind Werder Bremen II und JFV Nordwest.  (Christian Kosak)

Vegesack. Am 24. August beginnt für den Jugend-Förder-Verein (JFV) Bremen eine neue Zeitrechnung. Zum ersten Mal nach seiner Gründung vor vier Jahren tritt mit den B-Junioren eine JFV-Mannschaft in der Regionalliga an. Im Auftaktspiel stellt sich mit dem KSV Holstein Kiel auf dem Lesumer Heidberg gleich ein Schwergewicht vor. Die „Störche“ gehören als Bundesliga-Absteiger zu den Meisterschaftsfavoriten. Sören Seidel, Chefcoach der Nordbremer B-Junioren, spricht von einer schwierigen, aber nicht unlösbaren Aufgabe.

Seine Mannschaft hatte, wie berichtet, am 22. Juni das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga Nord nach einem 0:1-Rückstand zur Halbzeit noch mit 3:2 gegen den TuS Komet Arsten gewonnen. Und dabei in den zweiten 40 Minuten Willens- und Kampfstärke gezeigt. Tugenden, die auch in der Regionalliga in die Waagschale geworfen werden sollen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Wobei Sören Seidel ihn nicht einmal als vorrangiges Ziel einstuft. Noch wichtiger ist ihm die Entwicklung jedes einzelnen Spielers seines Teams. Sie sei ausschlaggebend auf dem Weg zu einem fußballerisch und charakterlich erfolgreichen Herrenspieler, sagt der ehemaligen Bundesligaakteur, der auch anderthalb Jahre im Kader des SV Werder Bremen stand und in der Saison 2010/11 noch einmal für seinen Heimatverein Blumenthaler SV in der Bremen-Liga auflief.

Inzwischen trainiert der ehemalige Bundesliga-Profi mit der U17 das Aushängeschild des erst vor vier Jahren unter Federführung des Sportlichen Leiters Andreas Petersen gegründeten Jugend-Förder-Vereins. Und der Aufstieg in die Regionalliga hat natürlich weit über Bremens Grenzen hinaus aufhorchen lassen. So sehr, dass Seidel Anfragen von rund 20 neuen Spielern erhielt, die in den kommenden Regionalliga-Saison das Trikot des Nordbremer Jugend-Förder-Vereins überstreifen wollten. Zweimal lud Seidel zu einem Sichtungstraining ein. Von den 20 Bewerbern bestand nur einer den strengen Aufnahmetest. Hauptgrund: Seidel und sein Trainerteam, zu dem Giancarlo Cristescu sowie Carl Jäger gehören, der in der vergangenen Saison noch die U17 des BSC Hastedt coachte, wollen allen Spielern, die den Aufstieg in die Regionalliga realisiert haben, die Chance geben, sich auch dort zu behaupten. Zudem legt Seidel großen Wert auf Spieler, die sich mit dem JFV identifizieren und nicht ständig zu den vermeintlich stärksten und attraktivsten Vereinen wechseln. Mit anderen Worten: Der erfolgreiche 2003er-Jahrgang bildet die Basis, um die Herausforderung in der Regionalliga zu bestehen.

Doch darauf allein wollen sich die Verantwortlichen des JFV Bremen nicht verlassen. Sie haben ihre Fühler ausgestreckt und gezielt nach „punktuellen Verstärkungen" Ausschau gehalten, wie Seidel es formuliert. Verpflichtet wurden fünf ehemalige Bremer Verbandsligaspieler: Fabio Leschinsky-Rosales und Luis Kremming vom BSC Hastedt, Curtis Opoku-Ware und Ishan Sataew vom TuS Komet Arsten sowie Cem Kestin vom TuS Schwachhausen. Darüber hinaus ist Linus Schäfer zum JFV Bremen zurückgekehrt. Schäfer hatte in der vergangenen Saison für den SC Borgfeld gespielt, der als Tabellenletzter aus der Bundesliga abgestiegen ist und nun neben dem JFV und dem SV Werder II zu den drei bremischen Teams in der Regionalliga Nord gehört. Um den Kader zu komplettieren, aus dem sich lediglich Paul Knoch zurückgezogen hat, hält Sören Seidel noch nach einem dritten Torwart Ausschau.

Nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nord ist die B-Jugend natürlich das Aushängeschild des JFV Bremen. Und es soll nicht nur glänzen, sondern möglichst auch die Klasse halten. Was schwer genug ist, denn von den 14 Mannschaften in der Regionalliga Nord steigen vier ab. Trainiert wird mindestens viermal in der Woche, und zur Vorbereitung auf die neue Saison ist ein Freundschaftsspiel am 3. August um 13 Uhr bei Concordia Hamburg vereinbart worden. Nach dem Heimspiel am Sonnabend, 24. August, um 13 Uhr auf dem Heidbergplatz des TSV Lesum-Burgdamm muss der JFV Bremen zwei Auswärtspartien bestreiten. Am 32. August um 14 Uhr bei der zweiten Mannschaft des Hamburger SV und am Sonnabend, 7. September, um 14.30 Uhr beim TSV Kronshagen im  Kreis Rendsburg/Eckernförde.

Der B-Junioren-Regionalliga Nord gehören folgende 14 Mannschaften an: JFV Bremen, Holstein Kiel, SV Werder Bremen II, Hannover 96 II, VfL Osnabrück, JFV Nordwest, FC St. Pauli II, VfL Wolfsburg II, TSV Kronshagen, Hamburger SV II, SV Nettelnburg-Allermöhe, Eimsbütteler TV, SC Borgfeld, JLZ Emsland im SV Meppen.

Der aktuelle Kader des JFV Bremen: Meißner, Celik; Spengemann, Stute, Emos, Leonardo Cristescu, Doye, Xhavit, Beller, Okanovic, Richter, Schmitz, Luis-Paul Seidel, Ukachukwa, Schlätzer, Durmesi, Schultz, Leschinsky-Rosales, Kremming, Opoku-Ware, Sataew, Cestin, Schäfer.


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...