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Baustelle auf der Lesum-Brücke kostet Schlaf

Karsten Hollmann 12.02.2019 0 Kommentare

Eric Möller
Eric Möller (WK)

Mittwoch, 6. Februar: Normalerweise würde ich ins dritte Semester starten. Aber da der Jahrgang vor mir diese Woche die Abschlussprüfungen schreibt, hat meine Klasse für die ganze Woche freibekommen. Deswegen beginnt der Tag gemütlich mit Ausschlafen und einem guten Frühstück. Da ich das Pokalspiel von Werder Bremen bei Borussia Dortmund am Dienstagabend leider verpasst habe, lese ich im WESER-KURIER die erfreuliche Nachricht, dass Bremen im Elfmeterschießen gewonnen hat. Das ist natürlich ein Hammer. Anschließend helfe ich in der Physiotherapie-Praxis meines Vaters Hartmut aus. Dann bereite ich mich auf die Trainingseinheit meiner C-Junioren vor. Am Wochenende kommt mit dem TuS Komet Arsten ein Gegner, der mich im Hinspiel einige meiner Nerven gekostet hat, weil wir mit 23:26 unglücklich verloren haben. Um meine Jungs auf das Spiel richtig vorzubereiten, trainieren wir fast ausschließlich die Abwehrarbeit. Im Anschluss trainiere ich selbst mit meiner zweiten Herrenmannschaft. Wir bereiten uns ebenfalls auf den Gegner am Wochenende vor. Wir treten gegen die HSG Stuhr an und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit meinen alten Teamkameraden Christian Schwarze und Malte Hamsch.

Donnerstag, 7. Februar: Heute ist ein Tag, an dem bei mir eigentlich kein Handball im Kopf sein sollte. Das Donnerstags-Training der C-Jugend übernimmt schließlich immer mein Trainerpartner Lukas Feller. Leider kam aber gestern Abend die Nachricht, die kein Trainer hören möchte. Einer meiner Spieler, Semjon Voß, hat im Knie Überlastungsbeschwerden beziehungsweise Entzündungen. Osgood Schlatter schlägt sich zudem mit einer Reizung an der Patellasehne herum. Ich bespreche daraufhin beim Schauen des Spiels in der Handball-Bundesliga zwischen dem THW Kiel und Frisch auf Göppingen mit meinem Vater die Verletzungszeit von Semjon. Ich erfahre dabei, dass eine solche Verletzung zwei bis sechs Wochen anhalten kann, wenn man das Knie zu früh belastet. Den Abend lasse ich mit etwas Surfen im Internet ausklingen.

Freitag, 8. Februar: Heute muss ich meine Eltern nach Cuxhaven zur Fähre nach Helgoland fahren. Meine Mama Conny wurde am 31. Januar dieses Jahres 50 Jahre alt – mein Papa hat ihr diese Wochenend-Reise geschenkt. Deshalb muss ich zusammen mit meinem Bruder Matz das Haus hüten. Meine Oma Mimi Lüssen kommt zum Mittag vorbei. Sie kocht uns leckeres Gulasch mit Klößen. Um 17 Uhr habe ich ein Treffen mit Kirsten Lemke, Henning Schomann und Lukas Feller. Wir bereden dabei, wie es nächstes Jahr mit unserer C-Jugend, die dann in die B-Jugend hochrückt, weitergehen soll. Nach dem Gespräch schaue ich nach Trainingsleibchen, die ich für die Herren und für die C-Jugend benutzen kann, da die alten Leibchen aus der Weser-Geest-Halle komplett zerrissen oder gar nicht mehr vorhanden sind. Ich lade dann noch ein paar Freunde ein. Wir bestellen etwas zu essen und schauen uns dabei im Fernsehen unter anderem den Biathlon-Wettbewerb der Herren im kanadischen Canmore an. Zum Glück sind wir nicht selbst vor Ort, denn schließlich herrschen dort arktische Temperaturen.

Sonnabend, 9. Februar: Der Tag startet mit einem gemeinsamen Frühstück mit Matz. In der NORDDEUTSCHEN lese ich den Bericht über die Lesum-Brücke auf der A 27 und „freue“ mich schon auf Montag, wenn ich gegen 7.30 Uhr zur Schule muss. Der Schulweg von Neuenkirchen nach Bremen ist seit der Baustelle an der Lesum-Brücke eine Qual. Ich muss jetzt morgens immer eine halbe Stunde bis Stunde früher aufstehen, um pünktlich bei meiner Fahrgemeinschaft zu sein. Leider ist manchmal vor der Abfahrt Ihlpohl schon stockender Verkehr. Heute steht das Oberliga-Spiel der C-Jugend gegen Arsten an. Ich packe mit lauter Musik die Taschen und begebe mich in die Halle. Dort erledige ich erst einmal den organisatorische Kram. Nach dem Aufwärmen heize ich die Jungs noch einmal mental an. Am Ende verlieren wir das Spiel leider wieder unglücklich. Kurz darauf trete ich mit meinen zweiten Herren gegen Stuhr an. Das Spiel hat seine Höhen und Tiefen und geht am Ende mit einem 29:29-Unentschieden aus.

Sonntag, 10. Februar: Nach einem ereignisreichen Tag fahre ich schon wieder in die Sporthalle der Heideschule. Ich muss die Spiele der männlichen D-Jugend und der weiblichen D-Jugend als Unparteiischer pfeifen. Im Spiel der männlichen D-Junioren geht es dabei etwas heiß her. Das Spiel der D-Juniorinnen ist hingegen einfach und entspannt zu pfeifen. Nach den beiden Spielen fahre ich nach Cuxhaven und hole meine Eltern vom Fähranleger ab. Auf der Rückfahrt sprechen wir über das alte Spielschiff in Vegesack, das leider etwas in die Jahre gekommen und nun vorübergehend geschlossen ist. Beim Abendessen erzählen meine Eltern von ihrer Helgoland-Reise.

Montag, 11. Februar: Der Wecker klingelt bereits um 6 Uhr. Der erste Tag des dritten Semesters beginnt. Wie erwartet ist es sehr voll auf der A 27. Mein Auto lasse ich unter der Autobahnbrücke in Ihlpohl stehen und fahre mit meiner Fahrgemeinschaft zum Technischen Bildungszentrum (TBZ) Bremen-Mitte. Unsere Technikerschule befindet sich zwar in der Schongauer Straße. Aber einer unserer Kurse findet im TBZ statt. Nach dem Programmierkurs fahren wir zur Technikerschule. Der Unterrichtsblock beginnt mit der Technischen Informatik. Hier bekommen wir einen Überblick über das Semester und das erste 30-Seiten-Skript über Mikrocontroller. Gegen 14.50 Uhr mache ich mich schleunigst auf den Weg zu meinem Nebenjob. Ich arbeite in der Weser-Apotheke in Farge-Rekum als Medikamentenbote. Ich bringe die bestellten Medikamente zu Kunden, die keine Zeit haben oder es nicht mehr zur Apotheke schaffen. Die Arbeit macht mir wirklich viel Spaß, weil die Kunden mir immer sehr dankbar sind und manchmal auch etwas Trinkgeld dabei herausspringt. Nach Feierabend begebe ich mich zum Training.

Dienstag, 12. Februar: Wir haben von 7.50 bis 15 Uhr Unterricht beim selben Lehrer. Das ist in den letzten beiden Stunden nach der Mittagspause immer sehr schlauchend, aber auch abwechslungsreich. In der angewandten Elektrotechnik beschäftigen wir uns mit Dioden. Im Messlabor müssen wir in Zweierteams eine Schaltung mit Dioden und Widerständen aufbauen. Mit einem Oszilloskop messen wir die Spannung, die am Widerstand anliegt. Im Fach Stromrichter beschäftigen wir uns mit Drehstrom. In der Mittagspause denke ich mir das Training der C-Jugend für heute Abend aus. Am Wochenende geht es auswärts gegen den Dritten HC Bremen. Im Training konzentrieren wir uns auf das Entscheidungsverhalten im Angriff, da uns dieses gegen Arsten leider das Spiel gekostet hat.

Malin Kück, die Tennisspielerin des Beckedorfer TC, wird als Nächste über ihre Woche berichten.

Zur Person

Eric Müller (23)

ist Landesliga-Handballer bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen II. Der Mechatroniker für Automatisierungstechnik ist gerade zwei Jahre für ein Elektrotechnik-Studium freigestellt. Bei der HSG trainiert Müller auch die C-Junioren, für die sein Bruder Matz aufläuft.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
bremenkenner am 21.10.2019 18:08
Leider sehen das hier sehr viele genau anders herum und sind im festen Glauben dass Afrika zig mal in Europa reinpasst. Und viele Afrikaner glauben ...
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...