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Fußball-Bremen-Liga
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Die nächste Endspielrunde in der Bremen-Liga

Klaus Grunewald 02.05.2019 0 Kommentare

Denis Spitzer Spielertrainer BSV
Denis Spitzer Spielertrainer BSV (Christian Kosak)

Blumenthal. Nur noch drei Spiele sind in der Fußball-Bremen-Liga zu absolvieren. Und die Spannung steigt, weil weder die Meisterschafts- noch die Abstiegsfrage entschieden ist. Damit haben allerdings die beiden nordbremischen Teams Blumenthaler SV und SG Aumund-Vegesack nichts mehr zu tun. Beiden bietet sich jedoch weiterhin die Chance, am Hallenturnier des Bremer Fußball-Verbandes teilzunehmen.

Deshalb wollen die Blumenthaler am Sonnabend um 15 Uhr im eigenen Stadion den Brinkumer SV mit einem Sieg in der Tabelle überflügeln, während die SAV zur gleichen Zeit im Nordsee-Stadion dem OSC Bremerhaven drei Punkte abknöpfen möchte.

Blumenthaler SV – Brinkumer SV: Blumenthals Trainer Dennis Spitzer macht eine Rechnung auf, die eine Hypothek für seine junge Mannschaft bedeutet: „Wir müssen von den letzten drei Spielen zwei gewinnen, um zum Kreis der Hallenturnier-Teilnehmer zu gehören. Besser noch wären sieben Punkte.“ Mit Blick auf die Gegner heißt das aber auch: Drei Zähler im eigenen Stadion gegen den Brinkumer SV sind geradezu Pflicht, denn danach gastieren die Blumenthaler beim Habenhauser FV, bevor der FC Oberneuland seine Visitenkarte im Burgwallstadion abgibt.

Drittbeste Rückrunden-Bilanz

Freilich darf angesichts dieser Herausforderung nicht vergessen werden, woher der Blumenthaler SV kommt. Am 15. Spieltag, also zur Saisonmitte, bekleidete er noch mit 14 Punkten den zwölften Tabellenplatz und befand sich in Abstiegsgefahr. Heute, nach weiteren zwölf Begegnungen kann die Burgwall-Elf stolze 36 Punkte präsentieren, und weist zusammen mit dem SFL Bremerhaven die bislang drittbeste Rückrunden-Bilanz in der Bremen-Liga auf.

Doch ausgerechnet gegen den Aufsteiger aus der Seestadt endete in der vergangenen Woche die Siegesserie der Nordbremer. „Keineswegs, weil wir ein schlechtes Spiel gemacht haben“, blickt Denis Spitzer zurück. Sein Team habe viel Leidenschaft und eine gute Spielanlage gezeigt, doch leider Torchancen ausgelassen, „weil es vor dem gegnerischen Tor verkrampfte“. Daraus folgt für den Blumenthaler Coach, vor dem Match gegen den Brinkumer SV den Kopf frei zu bekommen. Die Gäste aus Stuhr gelten in dieser Saison als Wundertüte der Bremen-Liga. Gute und schlechte Spiele wechseln sich ab, wie hervorragende und schwache Habzeitvorstellungen. Denis Spitzer, der mit Brinkums Trainer Dennis Offermann befreundet ist, muss also davon ausgehen, dass die Niedersachsen einen guten Tag erwischen können. Und dann wird es schwer für seine Mannschaft, dann kann sie sich nur behaupten, wenn sie in der Lage ist, ihre Qualitäten komplett abzurufen. Und in dem Fall dürften die Zuschauer eine schwungvolle Partie im Burgwallstadion erleben. Das Hinspiel gewann Brinkum übrigens 5:3. Personell gibt es im Blumenthaler Lager Licht und Schatten.

So wiegt der Kreuzbandriss von Avni-Serdar Güngör, den er sich im Spiel gegen den SC Borgfeld zuzog, schwer. Allerdings verfügt das Trainergespann Spitzer/Raute über genügend Alternativen. Apropos Personal: In der nächsten Saison will Dominik Willkomm wieder für den Blumenthaler SV auflaufen. Der offensivstarke Linksverteidiger hatte sich nach der Saison 2016/17 dem FC Hansa Schwanewede angeschlossen und sucht nach seiner Polizeiausbildung noch einmal die Herausforderung in der Bremen-Liga.

OSC Bremerhaven – SG Aumund-Vegesack: Nach der 1:3-Pleite bei der BTS Neustadt eine Woche vor Ostern sei die Stimmung im Keller gewesen, blickt SAV-Trainer Björn Krämer zurück. Eine Woche nach Ostern aber trumpfte die SG Aumund-Vegesack mit einem formidablen 6:3-Sieg gegen den ESC Geestemünde auf. „Und dieser Aufschwung sollte uns so beflügelt haben, um guten Mutes in die restlichen Endspiele zu gehen“, sagt Krämer. Zwei Punkte trennen die Nordbremer momentan vom achten Tabellenplatz. Anreiz genug also, auch im Nordsee-Stadion alle Kräfte zu mobilisieren, um dem OSC Bremerhaven drei Punkte abzuknöpfen.

Leicht dürfte die Aufgabe für die SAV freilich nicht sein. Schließlich wittern die Olympischen nach der radikalen personellen Erneuerung in der Winterpause wieder Morgenluft. In der Rückrunde haben sie zu ihren mageren sechs bislang 13 Punkte hinzugefügt und stehen nur noch einen Zähler hinter dem Drittletzten BTS Neustadt. Und dass die Mannschaft von Björn Böning inzwischen auch wieder gegen Großkaliber der Liga mithalten kann, bewies sie am 13. April bei der 2:4-Niederlage gegen den FC Oberneuland.

Björn Krämer warnt seine Spieler denn auch davor, sich von der Tabelle blenden zu lassen. Der vorletzte Rang für den OSC Bremerhaven sei schon längst kein Beleg mehr für seine aktuelle Spielstärke. Auch der 4:1-Hinspielsieg, bei dem Mirko Alexander Jankowski drei Treffer erzielte, kann nicht mehr als Maßstab herangezogen werden. „Wir müssen mit der selben Einstellung in die Auswärtspartie gehen wie gegen den ESC Bremerhaven“, appelliert der Vegesacker Coach an sein Team. Beim 6:3-Heimsieg im Vegesacker Stadion überzeugten die Nordbremer mit einer willens- und kampfstarken Vorstellung, in der zudem ihre spielerischen Qualitäten zur Geltung kamen. Björn Krämer hatte vor der Partie gegen Geestemünde von vier Finalspielen gesprochen, die seine Mannschaft erfolgreich bestehen müsse, um zum Teilnehmerfeld des Hallenturniers zu gehören.

Nun warten nach dem OSC Bremerhaven noch der BSC Hastedt und die Leher Turnerschaft als Kontrahenten. Und auch sie wollen zumindest den achten Rang erreichen, um den zurzeit noch sechs Mannschaften rangeln. Personell kann Björn Krämer zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, weil nach wie vor sein Mannschaftskapitän Andreas Radke verletzt ausfällt, während hinter dem Einsatz von Bashkim Toski und Alexander Schlobohm noch kleine Fragezeichen stehen. Zum Kader aber gehört auf alle Fälle wieder Defensivspezialist Christian Bohmer, der zuletzt wegen der fünften Gelben Karte pausieren musste.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?