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SV Grohn
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Grohner Torwart-Problem

Olaf Schnell 09.07.2019 0 Kommentare

Der torgefährliche Muhammed Özkul wird in der nächsten Saison wieder für den SV Grohn auflaufen.
Der torgefährliche Muhammed Özkul wird in der nächsten Saison wieder für den SV Grohn auflaufen. (Olaf Schnell)

Grohn. In der kommenden Saison müssen die „Husaren“ gleich auf drei Keeper verzichten, und so haben die Grohner momentan keinen Keeper im Aufgebot.

Weil zum Beispiel kurz vor Toreschluss der 28-jährige Mehmet Tugay Tiras sein eineinhalbjähriges Gastspiel in Grohn  beendete. Tiras wird nun beim Bremen-Ligisten FC Union 60 mit seinem bisherigen SVG-Mitspieler Cansin Cetin auflaufen, wo Tiras schon vor neun Jahren im Einsatz war. Aus privaten und beruflichen Gründen ist auch der 34-jährige Ismail Basat Ibrahimbas (Umzug wohl nach Dortmund) nicht mehr dabei, zudem zieht sich künftig Florian Samorski, der bei den Grohnern auch oft im Feld rumwirbelte, das Trikot des niedersächsischen Bezirksligisten FC Hansa Schwanewede an.

Dennoch betrachtet der SVG-Spielertrainer Jan-Philipp Heine die Torwart-Frage ganz entspannt, zumal er sich auch mit zwei Kandidaten schon ganz dicht vor der Ziellinie – sprich Vertragsunterzeichnung – befindet.

Sehr kurzfristig entschied sich aber auch noch der Torjäger Elvan Öksel dafür, dass er in der kommenden Serie an der Seite des Ex-Grohners Necati Uluisik (Coach beim KSV Vatan Spor) als Co-Trainer an der Seitenlinie stehen möchte. Verabschiedet haben sich zudem Danny Küllmar (DJK Germania Blumenthal), Janis Enßle, Fabian König (TSV Grolland), Ihsan Kapir und Jan Kriter (Ziel unbekannt).

Zum Glück hat sich aber die personelle Situation beim Innenverteidiger Landing Sanneh entspannt, der eigentlich auch Tschüss sagen wollte. „Landing ist zwar zurzeit noch angeschlagen, wird aber bei uns bleiben“, äußerte sich Grohns Sportlicher Leiter Torben Reiß, der in Sachen Neuzugänge, bis auf Albano Mullai (Vatan Spor, Innenverteidiger), noch nicht viel weitergekommen ist. „Da wir erst kurz vor Saisonende den Klassenerhalt gesichert haben, waren wir dieses Mal später dran“, meinte Reiß, der aber dennoch einen hochkarätigen Neuen präsentieren kann. Muhammed Özkul (vom TSV Lesum-Burgdamm) kehrt zu den Grohnern zurück – der 28-jährige Rechtsfuß ging für Grohn zuletzt im vergangenen Jahr auf Torejagd.

Gegen Hastedt mit 2:0 geführt

„Zu Mo ist der Kontakt nie abgebrochen. Er kennt ja bei uns das Umfeld und ist vorne immer für ein Tor gut. Ich denke, dass wir demnächst noch weitere vier bis fünf neue Spieler im Kader haben werden. Schade ist, dass sich neben Mehmet Tugay Tiras, vor allem Elvan Öksel sehr kurzfristig noch für Vatan entschieden hat. Aber wir werden natürlich nicht ohne Torwart in die Saison starten, die sicherlich schwer wird. So wäre es natürlich schön, wenn wir dieses Mal früher den Klassenerhalt schaffen könnten“, sagte Torben Reiß, der großen Respekt vor OSC Bremenhaven, Tura Bremen und auch vor dem Aufsteiger SV Türkspor hat.

„So wollen wir am Ende erst einmal zwei Mannschaften hinter uns lassen und vielleicht mal mehr Punkte zur Winterpause holen als in den vergangenen zwei Jahren. Also mit einem guten Start früh für Ruhe im Verein sorgen“, so Reiß. Im ersten Testspiel hatten die „Husaren“, die bereits seit dem 1. Juli trainingsmäßig wieder im Gange sind, übrigens gegen den Bremen-Ligisten BSC Hastedt – nach einer 2:0-Führung – nur mit 3:4 das Nachsehen. Im Gehäuse beim SV Grohn stand gegen die Hastedter Dennis Magull, der in der kommenden Saison auch im Notfall das Tor hüten könnte.

Ein möglicher Kandidat laut Heine im Grohner Kasten ist auch Tuna Sahin Kaya. Mit dem ist er schon länger in Kontakt, und wenn er vom Türkei-Urlaub zurückgekehrt ist, soll er auch noch zu den „Husaren“ dazustoßen. Ebenfalls war gegen Hastedt Ismail Zivoli noch nicht mit von der Partie, der sich noch im Urlaub befindet, und auch eine weitere Serie bei den Nordbremern dranhängt.

„Dass auch Jannis Kurkiewicz bei uns geblieben ist, ist natürlich auch sehr wichtig. Auch haben wir geschafft, Gezim Bullari zu halten, zumindest in der kommenden Saison“, sagte Heine, der sich zum Beispiel auch freut – weiterhin mit Benjamin Samorski und Jeremy Boxberger zusammenzuarbeiten.

„Das ist ein Grundgerüst, auf dem wir aufbauen können“, berichtete Heine, der davon ausgeht, dass im personellen Bereich noch einige Bewegung reinkommt. „Wir haben geplant, mit 18 Feldspielern und zwei oder drei Torhütern zu starten. Natürlich hatten wir bisher mehr Abgänge als Zugänge. Das ist aber okay. Nachdem ich zur Rückrunde die Mannschaft übernommen hatte, waren bei uns 33 Mann. So wollten wir den Kader bewusst stark reduzieren“, äußerte sich Heine, der noch einmal betont – dass er in Zukunft auf einen hundertprozentigen Einsatz seiner Spieler sehr viel Wert legt.

„Natürlich bin ich auch sehr glücklich, dass wir den Abstieg in die Landesliga verhindert haben. Somit können wir nach und nach eine Basis schaffen, die auch wieder SV-Grohn-Like ist. Wir wollen Spieler haben, die auch auf lange Sicht dem Verein treu bleiben. Die wirklich mit Herz diese Aufgabe beim SV Grohn angehen möchten“, meinte der 29-jährige Jan-Philipp Heine, dem im Betreuerstab erneut Timo Muhle an der Seitenlinie zur Verfügung steht „und wenn Not am Mann ist auch Torben Reiß“, so Heine. Wo der SVG-Spielertrainer Jan-Philipp Heine, der den Part auf dem Feld wieder in der Abwehrzentrale übernimmt, seinen Neuzugang Muhammed Özkul einsetzen wird, ist noch unklar.

„Ich weiß noch nicht genau, ob Mo vorne Elvan Öksel ersetzt oder vielleicht etwas tiefer so Richtung zehn spielt. Da sehe ich ihn auch ziemlich stark. Ich bin letztlich aber froh, dass er sich überhaupt für uns entschieden hat. Er ist schon ein richtiger Gewinn für die nächste Saison, weil er offensiv flexibel einsetzbar ist“, ergänzte Heine, der noch hofft, dass weitere Spieler – „auch noch ein Torwart – den Weg zum SV Grohn finden werden.“


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...